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Das solltest du (nicht) am Schreibtisch haben

Cleane Tische verhelfen uns zu mehr Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden im Job. Was an einen produktiven Ort alles gehört und worauf wir besser verzichten sollten, haben wir aufgelistet.

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Das solltest du (nicht) am Schreibtisch haben
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Wir verbringen den Großteil der Woche an unserem Arbeitsplatz. Und dennoch: Im Gegensatz zu unseren Wohnungen, die wir mit viel Herzblut und kreativer Fantasie einrichten und auch (mehr oder weniger penibel) sauber halten, sieht es an vielen Schreibtischen beziehungsweise in ganzen Büros meist ziemlich unstrukturiert aus. Kreatives Chaos, könnte man jetzt meinen. „Unnötige Energieräuber“, sagen die Experten. Denn Harmonie im Sinne von Ordnung im Raum wirkt sich auch auf die Arbeitssituation aus. In einem konstruktiven Umfeld ist man nicht nur viel motivierter, sondern auch effektiver. Ein unaufgeräumter Tisch blockiert.

Laut dem Fraunhofer Institut verbringen Angestellte rund zehn Prozent ihres Arbeitsalltags damit, fehlendes Material zu suchen oder Störendes aus dem Weg zu räumen. Kommt Ihnen bekannt vor? Uns leider auch! Ein bisschen mehr Ordnung könnte sich also ziemlich positiv auf unser Zeitkonto auswirken und uns auch ausgeglichener und fröhlicher machen. Deshalb halten wir uns ab sofort an die wichtigste Grundregel: Auf den Schreibtisch gehört nur, was man täglich benötigt. Das haben wir für Sie aufgelistet. Aber bevor wir mit den Dos and Don’ts für einen effektiven Bürotisch starten, noch eine kleine, motivierende Notiz am Rande: Auch für eine gesunde Ernährungsweise ist ein aufgeräumtes Umfeld besser. So konnte die US-Psychologin Kathrin Vos feststellen, dass in einer ordentlichen Umgebung eher zu gesunden Snacks statt zu Schokolade gegriffen wird.

Das gehört auf den Schreibtisch:

Pflanzen. Sie bringen den Energie-Kick schlechthin, weil die grünen Freunde für sauerstoffhaltige Luft sorgen und so auch Stimmung und Produktivität steigern. Das sind die Top-Energiespender für mehr Grün im Office: Das Einblatt beseitigt laut Feng Shui negative Schwingungen und unterstützt den Stressabbau. Die Zimmerlinde wirkt besonders gut gegen trockene Büroluft. Die Grünlilie gilt als eine der besten Pflanzen zum Schadstoffabbau. Farne filtern den Staub aus der Luft. Und Philodendren dämpfen den Bürolärm.

Papierkorb. Unter jedem Schreibtisch sollte ein Papierkorb stehen. Nicht mehr benötigte Dokumente können gleich entsorgt werden und sammeln sich so nicht unnötig an.

Schreibzeug. Sammeln Sie auch Stifte? Schluss damit! Zwei Kulis reichen vollkommen aus. Dazu noch ein Bleistift und ein Textmarker. Die Reserven (für den Fall, dass die große Handschrift-Challenge ausbricht) können in den Tischladen verstaut werden. Und jetzt mal ehrlich: Meistens hat man sowieso den einen Lieblingsstift, oder?

Wasser. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für die Produktivität wichtig, deshalb sollte immer eine Wasserflasche bzw. Karaffe auf dem Tisch stehen. Am besten mit mindestens einem Liter Füllmenge, denn sobald man extra aufstehen muss, um das Glas nachzufüllen, wird gerne darauf „vergessen“. Verschließbare Trinkflaschen sind vor allem für hektische Büros ein heißer Tipp, da es im Falle eines Umstoßens nicht gleich zu Überschwemmungen kommt.

Beleuchtung. Generell gilt: Tageslicht ist die beste Option, um konzentriert und effektiv zu arbeiten. Das reicht aber allein meist nicht aus. Indirekte Beleuchtung wie etwa Decken- oder Stehleuchten sorgt für Grundhelligkeit im Raum. Vorteil: Diese Leuchten geben ihr Licht nicht nur direkt nach unten ab, sondern auch indirekt ins Zimmer. Das führt zu gleichmäßiger Lichtverteilung im Büro. Optional sorgt eine flexible Schreibtischlampe für direktes Licht. Helles, zu grelles Licht wird meist als stressig empfunden und macht die Augen nach einiger Zeit müde, deshalb sollte man auf neutrales Weiß oder Warmweiß setzen. LED-Glühbirnen sind energieschonend und kostensparend. Und:
Salzkristall-Lampen geben beruhigendes Licht ab.

Notizen. Kleine Zettelchen am besten gut sichtbar auf einer Pinnwand aufhängen, damit man sie immer im Auge behält und sich keine unnötige Arbeit aufstaut. Weiterer Vorteil: Sie gehen nicht verloren. Wer lieber auf einen Block setzt, beachtet am besten folgenden Tipp: Die Notizunterlagen sollten idealerweise (bei Rechtshändern) rechts von der Tastatur (oder Laptop) und das Telefon links davon platziert werden. So kann man bei einem Telefonat gleich mitschreiben, ohne dass etwas im Weg ist. Linkshänder machen es natürlich umgekehrt.

Computer. Viele vergessen auf die richtige Bildschirmhöhe. Ein geschickt eingesetzter Bildschirm-Untersatz schafft eine zusätzliche Staufläche. Positiver Nebeneffekt: Durch die erhöhte Position verbessert sich auch die Ergonomie am Arbeitsplatz.

Das hat auf dem Schreibtisch nichts verloren:

Essen. Regelmäßiges Aufstehen ist gut, deshalb sollte man alle Essensreste gleich entsorgen. Ist nicht nur gut für den Körper, sondern wirkt auch gegen Geruchsbelästigung. Papierkram. Zu viele Sachen auf einmal kreieren Stress. Deshalb ein Dokument nach dem anderen abarbeiten. Faustregel: die Fläche in Armlänge um einen herum komplett freihalten.

Deko en masse. Ein bis zwei persönliche Accessoires sind okay, dabei sollte man es aber belassen, da sonst zu viel an Arbeitsfläche verloren geht.

Kabelsalat. Um verhedderte Kabel zu vermeiden, darauf achten, dass sich genug Steckdosen in der Nähe des Schreibtisches befinden und spezielle Kabelführungen angebracht sind. Zusätzliche Halterungen – die meisten können einfach am Tisch angebracht werden – ersparen zudem lästige Suchaktionen nach dem richtigen Stecker.

Staub. Es wird empfohlen, das Telefon, die Maus und Tastatur ein Mal pro Monat zu reinigen und den Bildschirm alle zwei Wochen von Staub zu befreien.

Smartphone. Solange es nicht als Arbeitshandy genutzt wird, sollte das Telefon weggelegt oder zumindest auf stumm geschaltet werden. Lautes Klingeln und Social Media sind große Produktivitätskiller.