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SO rettest du deinem Freund das Leben!

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Wie du deinem Freund bei der Früherkennung helfen und ihm damit das Leben retten kannst.


SO rettest du deinem Freund das Leben!

Männer und die Vorsorge-Untersuchung...

© iStockphoto

Mein Vater: versucht sich lieber wochenlang selbst zu medikamentieren, als einmal zum Arzt zu gehen. Mein Freund: schafft es nicht, sich den Termin für die Vorsorgeuntersuchung auszumachen. Obwohl es nur ein Telefonat ist. Männer und Arztbesuche ... aus irgendeinem Grund scheuen sie das wie der Teufel das Weihwasser.

Wir sagen deshalb: TRITT IHN HIN! Vereinbar' für ihn einen Termin, begleite ihn im Zweifel. Denn du kannst ihm damit das Leben retten. Zumindest, wenn es um die Krebsvorsorge geht. Rund 5.000 Männer pro Jahr, so weist es die Statistik Austria aus, erkranken in Österreich an Prostatakrebs. Und auch wenn die Hochrisikogruppe Männer um 75 sind – die Zahl der Erkrankungen auch bei jungen Männern steigt stetig. Der November ist deshalb der offizielle Monat der Aufmerksamkeit für Prostatakrebs.

Dank vermehrten PSA-Screenings kommt es zu einer oft sehr frühen Diagnosestellung – und damit zu einer wesentlichen höheren Chance, die Prostatakrebs-Erkrankung zu überleben.

Woran erkennt man Prostatakrebs?

Aber woran erkennen du und dein Freund, dass die Vorsorgeuntersuchung dringend notwendig ist? Das ist gar nicht so einfach. Denn die Symptome von Prostatakrebs können auch ganz andere, harmlose Ursachen haben. Das sind die Anzeichen:

  • Er hat Schmerzen beim Urinieren
  • Der Harnstrahl ist unterbrochen, es kommt weniger Urin
  • Er hat in der Nacht öfter das Gefühl, auf die Toilette zu müssen
  • Wenn sich die Metastasen bereits ausgebreitet haben, dann kann es zu Schmerzen im Rücken oder Beckenbereich kommen
  • Selten kann es zu Blut im Urin oder Sperma kommen

Eine andere Methode, um Prostatakrebs zu erkennen: es kommt zu Verhärtungen oder Vergrößerungen der Prostatata, die durch Abtasten des Enddarms mit dem Finger spürbar sind. Wir wissen jetzt nicht, wie intim dein Freund und du sind und ob er eine rektale Untersuchung durch dich genehmigen würde (wir gehen eher davon aus: NEIN!!) – aber auf jeden Fall solltest du ihn ab einem Alter von 45 Jahren regelmäßig zur Prostatakrebs-Diagnostik schicken.

Was sagt der PSA-Wert über Prostatakrebs-Risiko aus?

Bei der Diagnostik im Labor werden die Blutwerte untersucht. Dabei kann das Prostataspezifische Antigen (PSA), das vom Gewebe der Prostata gebildet wird, nachgewiesen werden. Das PSA ist der mit Abstand wichtigste Wert in der Früherkennung und Abklärung des Prostata-Karzinoms. Allerdings ist der Wert auch bei der gutartigen Vergrößerung oder bei Entzündungen der Prostata erhöht. Wichtig ist der Verlauf der Konzentration. Diese wird beim bösartigen Krebs mit der Zeit stetig höher. Wird allerdings bei der ersten Messung ein sehr hoher Wert gemessen, ist der Verdacht auf ein Prostata-Karzinom ebenfalls hoch! Dann müssen weitere Abklärungen folgen.

Also: wenn du deinem Freund was Gutes tun willst – und auch wenn er sich deshalb deppert aufführt – schick' ihn hin. Am Ende wird er dir dankbar sein.

Thema: Krebsvorsorge