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Psychische Gesundheit: Lehrerin erfindet Gefühlsampel

Highschool-Lehrerin Erin Castillo wollte ihren Schülern zeigen, dass sie mit Stress und Depressionen nicht allein sind – und fand dazu einen genialen Weg. Ihr "Check-in Chart für psychische Gesundheit" ist ein voller Erfolg.

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Psychische Gesundheit: Lehrerin erfindet Gefühlsampel
© Instagram

Erin Castillo lebt und arbeitet in San Francisco al High-School-Lehrerin und will, dass sich ihre Schüler bei ihr geborgen und sicher fühlen. Über die Jahre weg merkte sie aber, wie viele ihrer Schüler wirklich an psychischen Problemen leiden und keinen haben, an den sie sich wenden können. Sie wollte helfen, wusste anfangs aber nicht wirklich, wie sie das sensible Thema angehen sollte. Immer *wollen* gerade Halbwüchsige oft nicht über ihre Probleme sprechen.

Und wie merkt man bei über 30 Schülern im Klassenzimmer überhaupt, wie es um die jeweilige mentale Gesundheit steht? Erin Castillo kam die Idee einer Liste. Einer Liste, in der sich die Schüler schon vor dem Unterricht "einchecken" und ihren Gefühlszustand angeben können:

  • "Mir geht es gut“
  • "Bin o.k.“
  • "Mache gerade eine schwierige Zeit durch“
  • "Bin an einem ganz dunklen Ort,“

steht da zur Auswahl. Dank Post-it mit dem jeweiligen Namen auf der Rückseite bekommt die Lehrerin so immer einen Überblick - ohne, dass Namen genannt werden müssen - komplett nonverbal. "So können die Schüler bildlich sehen, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind", schreibt Castillo zu ihrem Post auf Instagram, in dem sie ihr Projekt veröffentlichte.

Das Konzept ging auf und auch andere LehrerInnen machten Charts nach dem Vorbild Castillos. Zahlreiche LehrerInnen teilen mittlerweile ihre Check-in-Listen auf Instagram:

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