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Psychische Krankheiten als Accessoire

"Depression" steht da in goldenen Lettern um den Hals gehängt, wahlweise auch zwei andere psychische Erkrankungen. Wird damit eine ernsthafte Krankheit verniedlicht oder Aufmerksamkeit geschaffen? Würdet du eine dieser Ketten kaufen?

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Schmuck mit psychischen Krankheiten
© bando.com

Vor einigen Jahren waren Namenskettchen wieder schwer im Trend - wir gedenken "Nora" von Modern Talking" sowie "Carrie" aus "Sex and the City". In einem ähnlichen Design sind nun Schmuckstücke aufgetaucht, die jedoch etwas anderes, oftmals ebenso Identditätsstiftendes beinhalten: psychische Krankheiten.

"Depression", "Anxiety" (Angststörung) und "Bipolar" (manisch-depressiv) steht da in geschwungener Schrift in Silber oder in Gold an den schlichten Kettchen, die in einem US-Onlineshop vertrieben werden. Und die nun die Menschheit spalten.

Denn einerseits finden es viele verstörend, dass aus einer Krankheit ein Accessoire gebastelt wurde, womit die Trägerinnen dann quasi gekennzeichnet werden. Andererseits kann man darin auch eine verspielte Art und Weise sehen, wie man sich vom Stigma dieser Krankheiten lösen und offener sowie ohne Scham darüber reden könnte.

Der Hintergedanke der Designerin Jen, die selbst an einer bipolaren Störung leidet, war es, mit diesen Ketten eine Diskussion auszulösen und für Aufmerksamkeit zu sorgen. Das ist zumindest auf jeden Fall schon einmal geglückt.

Der gesamte Erlös der Halsketten geht direkt an @ BC2M, eine gemeinnützige Organisation, die den Dialog über psychische Gesundheit fördert und Bewusstsein, Verständnis und Empathie dafür schaffen möchte. Zu erstehen um umgerechnet 41 Euro auf bando.com.

Schmuck mit psychischen Krankheiten
Schmuck mit psychischen Krankheiten
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