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Psychopathen lieben Gin Tonic

Dunkle Schokolade, Kaffee oder Gin Tonic... das alles lieben Menschen mit "dunkler Persönlichkeit", sagen Forscher. Oh Gott, sind wir alle Psychos??

von

Lieferei - Hank Cucumis

Leute wie er trinken Gin Tonic. COOLE Leute. Die sollen alle Psycho sein??

© instagram.com/hank_ge

Wir finden: Wer Gin Tonic trinkt, beweist, dass er Stil hat. Kein Getränk (außer Aperolspritzer) ist in den letzten Jahren so populär geworden wie der perfekt gemixte Longdrink mit Gurke und Pfeffer. Doch nun hat man herausgefunden, dass unser aller Lieblingsdrink nicht nur viel über den Stil der Person, sondern auch über ihre Persönlichkeit verrät. Dies konnte eine Studie der Universität Innsbruck beweisen. Laut der beiden Psychologen neigen Gin-Tonic-Liebhaber nämlich häufiger zu Narzissmus und Sadismus als andere.

Psychos lieben nicht nur Gin Tonic

Konkret konnten die Forscher einen Zusammenhang zwischen bitteren Lebensmitteln und "dunkleren Persönlichkeitszügen" feststellen. Demnach sind Menschen, die häufiger psychopathische und sadistische Züge aufweisen auch Fans von schwarzem Kaffee, dunkler Schokolade oder Grapefruit.

Für die Studie, die im Fachmagazin "Appetite" veröffentlicht wurde, haben die Forscher 500 Frauen und Männer nach ihren Geschmacksvorlieben gefragt: süß, salzig, sauer oder bitter. Die Studienteilnehmer mussten dazu diverse Speisen und Getränke beurteilen und anschließend vier unterschiedliche Fragebögen zu ihrer Persönlichkeit ausfüllen. Hier wurden beispielsweise nach ihrem Aggressionspotenzial oder nach ihrer Gewissenhaftigkeit gefragt.

Das Ergebnis der Studie lautete: "Eine generelle Vorliebe für bitteren Geschmack zeigte sich als verlässlicher Vorhersager für Machiavellismus (rücksichtsloses Streben nach Macht), Psychopathie (Unfähigkeit zu Empathie oder Gewissen), Narzissmus (überhöhter Anspruch an sich selbst) und Alltagssadismus (Hang zu Unterdrückung, Demütigung)."

Warum mögen Sadisten bittere Lebensmittel?

Woher die Vorliebe für bittere Lebensmittel unter sadistischen und narzisstischen Menschen kommt, konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Man geht davon aus, dass Geschmacksvorlieben hauptsächlich genetisch veranlagt sind. Heute weiß man aber auch, dass viele Geschmackspräverenzen im Mutterleib beeinflusst werden. Der Studienleiter hat laut PraxisVITA aber eine Vermutung: Von der Natur vorgesehen ist es eigentlich so, dass ein bitterer Geschmack instinktiv Gefahr signalisieren sollte, da es sich um etwas Giftiges oder Verdorbenes handeln könnte. Trinkt oder isst man das Bittere trotzdem könnte eine Art Kick entstehen, das die Person mutig oder übermütig werden lässt.

Ein von Hank Ge (@hank_ge) gepostetes Foto am

Sind wir Teilzeit-Sadisten?

Bisher wurde schon erforscht, dass besonders soziale Menschen gerne süße Lebensmittel essen. Die beiden Psychologen Christina Sagioglou und Tobias Greitemeyer konnten nun mit ihrer Arbeit belegen, dass auch bitteres Essen mit "bitteren" Personen in Zusammenhang gebracht werden kann. Es gibt also eine Art Umkehrschluss!

Tja, die Frage ist nur: Was ist mit den Leuten (wie bei uns 90% der Redaktion), die ihren Café Latte mit Milch und Zucker bevorzugen und am Wochenende trotzdem gern Gin Tonic trinken? ;) - Sind wir dann etwa Wochenend-Sadisten?

Thema: Psychologie

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