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Psychologin behauptet: "Wer Single ist, ist selbst schuld!"

Unsere Glaubenssätze halten uns davon ab, erfolgreich auf Partnersuche zu gehen. Das behauptet die Psychologin Melanie Schilling. Stimmt das wirklich?

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Psychologin behauptet: "Wer Single ist, ist selbst schuld!"
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"Die meisten Singles halten sich selbst davon ab, erfolgreich zu daten" – das behauptet die Psychologin Melanie Schilling gegenüber der HuffPost Australia . Wer nämlich die Gesellschaft, das Schicksal oder das andere Geschlecht dafür verantwortlich mache, selbst Single zu sein, liege ihrer Meinung nach falsch und betrüge nur sich selbst. Nun, als hätten es Singles nicht schon schwer genug und würden selbst nicht häufig genug von der Gesellschaft dafür verurteilt werden, allein zu leben, sollen die nun auch noch selbst schuld daran sein? Sätze wie "Du musst öfter ausgehen!" oder "Probier es doch mal mit Dating-Apps!" oder auch "Du willst doch gar keinen Freund!" sind Sätze, die Singles ohnehin schon oft zu hören kriegen. Nun soll da tatsächlich etwas dran sein? Wir haben uns die These der Psychologin mal genauer angesehen.

Selbst-Sabotage

Melanie Schilling nennt das Verhalten, das dem ihrer Meinung nach selbst verschuldeten Single-Dasein unterliegt treffend "Selbst-Sabotage". Demnach würden sich manche Menschen selbst daran hindern soziale Interaktion oder Möglichkeiten für Dates zu schaffen. "Die meisten Menschen spielen eine signifikante Rolle, ihr Single-Dasein zu halten", so die Psychologin. Demnach würden wir uns selbst im Wege stehen. Hinter Ausreden wie "Heute hab ich sowieso keine Lust zu daten" oder "Es gibt sowieso keine passenden Männer oder Frauen" stehe ihrer Meinung nach die Angst vor Abweisung. Gut, ein bisschen Angst spielt zugegebenermaßen schon mit. Aber auch Menschen, die in Beziehungen leben, wurden höchstwahrscheinlich in der Vergangenheit schon einmal verletzt. Und seien wir uns ehrlich: Neben den Anforderungen im Beruf, genug Zeit für seine Freunde und Familie aufzubringen, gesund zu essen, Sport zu betreiben, genug zu schlafen und auch noch ein bisschen Me-Time einzuplanen, soll man sich auch noch aktiv um Dates kümmern? Vielleicht ist es doch besser mit "dem Flow zu gehen" und die Liebe einfach passieren zu lassen. Immerhin entstehen viele Beziehungen am Arbeitsplatz. Und ein gefühlt noch größerer Teil lernt sich über Freunde und Bekannte kennen. Auch aus dem Urlaub kehren auch viele nicht mehr alleine heim. "Dein Prinz wird halt auch nicht an die Tür klopfen" – Sätze, die man als (ungewollter) Single angesichts dieser Fakten nicht so gerne hört. Mal abgesehen davon, dass es Menschen gibt, die gerne Single und absolut glücklich damit sind.

3 Kategorien

Schilling behauptet weiter, viele Singles hätten keine Ahnung davon, warum sie Single sind. Im Inneren würden sie sich aber selbst davon abhalten, erfolgreich auf Partnersuche zu gehen. Sich selbst schützen wollen – das sei laut der Psychologin ein wichtiger Faktor, warum viele erst gar nicht das Risiko eingehen, sich emotional zu binden. Doch wer schon einmal längere Zeit Single war, kennt es vielleicht: Man ist wirklich glücklich mit sich selbst, hat Frieden mit allen Ex-Freunden und Beziehungen geschlossen, man ist offen für Neues und trotzdem ergibt sich manchmal nicht mehr, als ein flüchtiges Gspusi. Außerdem gibt es viele Personen, die gerade niemanden suchen, weil sie gar keine Lust auf eine Beziehung haben. Man kann also nicht direkt von "den Singles" ausgehen. Melanie Schilling macht genau das und teilt "die Singles" oder "Dating-Verweigerer" in 3 Kategorien ein:

  • 1. Jene, die glauben sie seien "alleine besser dran"
  • 2. Jene, die negative Gefühle gegenüber dem potenziellen Partner/Partnerin haben
  • 3. Jene, die in der Beziehung an sich ein Problem sehen (z.B. keine Zeit haben, negative Seiten sehen...)

Wer an einem dieser Glaubenssätze festhalte, wird laut Schilling sicher keine Beziehung finden. Da ist ein bisschen was dran. Eine gesunde, positive Einstellung wird uns ziemlich sicher ans Ziel bringen – egal ob es ums Thema Beziehung und Liebe, um beruflichen Erfolg oder um andere Dinge geht. Da geben wir der Australierin vielleicht doch ein bisschen Recht. Am (ungewollten) Single-Dasein spielen aber bestimmt mehrere Faktoren eine Rolle. Schilling empfiehlt allen ungewollten Singles, sich seiner Selbst bewusst zu werden und mit sich selbst glücklich zu werden - nur dann könne man positive Beziehungen in der Zukunft führen.

Kommentare

atinanomolas

ich GLAUBE nicht, dass ich alleine besser drann bin, sondern ich bin alleine DEFINTIV besser drann ! nach 3 beziehungen a 6 jahren hab ich genug vergleichsmöglichkeiten >1

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