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Pura Vida in Costa Rica: atemberaubendes und paradiesisches Land in Mittelamerika

Wie ein Naturwunder: Endlose Strände, Regenwälder, atemberaubende Vulkane – das Land zwischen zwei Ozeanen muss man lieben. WOMAN-Redakteurin Katrin Kuba war da.


Pura Vida in Costa Rica: atemberaubendes und paradiesisches Land in Mittelamerika
© Georg Lotter

Helm auf, Sicherheitsgurt an, Bremshandschuhe dabei: Professionell ausgerüstet, bin ich bereit für meinen Flug über und durch die Baumwipfel des Regenwaldes. An einem Drahtseil hängend, werde ich gleich von einer Plattform zur nächsten sausen – in Schwindel erregender Höhe: Ich bin beim Canopy! Abenteuer pur in Costa Rica! Los geht’s. Das ist genial! O nein, schon wieder bremsen? Bin doch erst losgeflogen. Na ja, elfmal darf ich mich ja noch wie ein Vogel fühlen – und nebenbei die Bewohner des Dschungels beobachten: Faultiere büseln, Kapuzineräffchen schwingen sich von Baum zu Baum. So wie ich – nur dass die pelzigen Zwerge weder Sicherung noch Seil brauchen. Ich möchte schneller und länger übers Blätterdach schweben! Da kommt mir die 450-Meter-Strecke gerade recht: Noch mal zurücklehnen, Beine ausstrecken, Augen auf! Jetzt kann ich den Pazifik sehen! Fazit: Canopy buchen, wo es geht, ob mit Blick zum Vulkan oder Landung am karibischen Strand. Die „Schweiz Mittelamerikas“, so wird Costa Rica aufgrund seiner politischen (seit 1949 kommt es ohne Armee aus!) wie wirtschaftlichen Stabilität genannt, ist aber noch aus vielen anderen Gründen den weiten Weg wert.

Großstadt-Dschungel.
16 Stunden im Flieger sind genug, jetzt möchte ich frische Luft atmen. Also nichts wie raus vom Airport und rein nach San José . Zur Stärkung erwartet mich im Hotel Grano de Oro gleich mal ein landestypisches Frühstück: Spiegelei, gegrillte Kochbananen (sehr süß, sehr lecker!), Gallo Pinto (Reis mit schwarzen Bohnen), Taco-Fladen. Nach einer Tasse costa-ricanischen Kaffees bin ich bereit für die erste Besichtigungsfahrt. Ein Guide zeigt mir die Highlights der Hauptstadt. Am Nachmittag erkunde ich zu Fuß das Zentrum: Das Postgebäude ist genauso ein Muss wie das Nationaltheater und das bunte Treiben auf dem Mercado Central . Wer mehr über die Geschichte des Landes erfahren möchte, wirft einen Blick ins Nationalmuseum . Bleibt dann noch Zeit, bietet sich ein Ausflug zu den nahen Vulkanen Poás oder Irazú an.

Rein ins Land.
Ab dem nächsten Tag habe ich einen Geländewagen gemietet und brause nach Monteverde . Die letzten 20 Kilometer gibt es nur Schotterpiste und Schlaglöcher (Allrad zahlt sich aus!). Vor allem die Nachttour im Nebelwald – Taranteln, aber auch ein von Sternen übersäter Himmel inklusive – sowie der Ausflug in den Nationalpark (so früh wie möglich starten!) sind Pflicht. Und die Tour zu den Kaffeeplantagen ist hier in den Bergen wohl am schönsten. Canopy gibt es da übrigens auch! Weiter geht’s nach La Fortuna : Der Vulkan Arenal ist einer der zehn aktivsten der Welt. Wenn es dunkel wird, sieht man die orangefarbenen Lavaströme (ideal zu beobachten aus einem der Thermalbecken in sicherer Entfernung). Wer sich übrigens dort auf den Weg zum Wasserfall samt Badestopp macht, sollte einen Blick in die Taino-Art -Galerie (für Kunstsammler!) werfen …

Endlich ans Meer.
Die Kilometer bis zur Karibikküste (ca. 6 Stunden Fahrzeit) so schnell wie möglich runterspulen. Dort ist mein erster Weg an den Strand, die Playa Cocles . Wunderschön! Menschenleer, naturbelassen, karibisch! Ich grabe meine Zehen in den goldfarbenen Sand und freu mich, dass ich den Winter in Österreich zurückgelassen habe. Über dem tiefblauen Meer zieht ein Pelikan seine Runden, im Regenwald hinter mir turnen Titi-Äffchen (sind nur 30 cm groß!), und ich habe Reggae im Ohr. Am Nachmittag düse ich weiter nach Manzanillo und genieße eine Fischplatte in Maxi’s Restaurant . Für den Abend steht Souvenirshoppen auf dem Programm – Hängematten, Holzelefanten, Schalen aus Kokos und Zimt (selbst gönne ich mir im Lokal Bread & Chocolate leckere Pralinen!). Den nächsten Tag starte ich mit einem Strandspaziergang (noch vor dem Frühstück) und tauche ins karibische Meer ein – zum Munterwerden! Gegen Mittag bin ich bereits auf der Weiterfahrt nach Turrialba (wieder ein speiender Vulkan, große Kaffeeplantagen, Kajak-Tour am Rio Pejiballe ). Zwei Tage einplanen! Bevor ich den Pazifik ansteuere, lege ich noch einen Zwischenstopp in San Gerardo de Dota ein und erspähe inmitten der zahlreichen Avocado-Bäume einen Quetzal (einst dienten seine Federn den Azteken-Priestern als Kopfschmuck, heute sind sie das Symbol für den sanften Ökotourismus im Land!).

Und jetzt der Pazifik.
Es zahlt sich aus, bis Quepos zu fahren und rund um den Nationalpark Manuel Antonio Quartier zu beziehen: Canopy, Faultieren und Äffchen beim Spielen zusehen, auf dem Katamaran in den Sonnenuntergang segeln und Delfine beobachten oder eine der unzähligen Buchten (in Costa Rica sind alle Strände öffentlich!) genießen. Sind noch ein oder zwei Stunden Zeit, unbedingt Schmetterlingsgarten und Krokodilfarm besuchen. Aber wie lange man hier auch bleiben mag, es ist wohl immer zu kurz...

KLICKEN: Die schönsten Bilder von Katrin Kubas Costa Rica-Reise!

Redaktion: Katrin Kuba

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