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Ein Mitglied von Pussy Riot wurde angeblich vergiftet

Pjotr Wersilow, Mitglied der Polit-Punkband Pussy Riot, die zuletzt mit der Unterbrechung des WM-Endspiels für Aufsehen sorgte, wurde wegen einer angeblichen Vergiftung ins Krankenhaus gebracht.

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Ein Mitglied von Pussy Riot wurde angeblich vergiftet
© Getty Images

Ein Mitglied der russischen Polit-Punkband Pussy Riot wurde mit Anzeichen einer Vergiftung in die Toxikologie des Bachruschin-Krankenhauses in Moskau eingeliefert. Es handelt sich um den 30-jährigen Aktivisten Pjotr Wersilow, der sich nach einem Gerichtstermin vor einigen Tagen kaum noch bewegen konnte. Auch das Sprechen und Sehen fiel im schwer. Schließlich verlor er das Bewusstsein. Das berichteten weitere Mitglieder der Gruppe dem Onlineportal Medusa . "Sein Leben ist in Gefahr. Wir glauben, er wurde vergiftet", hieß es auf der Facebookseite von Pussy Riot. Sein Zustand sei ernst, berichten russische Medien. Sie berufen sich auf die Angaben von Veronika Nikulschina, Ehefrau von Pjotr Wersilow, ebenfalls Mitglied der AktivistInnen-Gruppe. Das Krankenhaus hat noch nicht bestätigt, dass Wersilow eingeliefert wurde.

Zuletzt erregte Pussy Riot weltweites Aufsehen, als vier Mitglieder das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland gestört hatten. Unter ihnen befand sich Pjotr Wersilow und seine Ehefrau Veronika Nikulschina. Wir haben darüber berichtet. Gegen die Mitglieder wurden im Juli eine 15-tägige Haftstrafe verhängt, nachdem sie das Fußballspiel mit einem Ansturm auf das Spielfeld in Polizei-Uniformen unterbrochen hatten. Damit wollten sie laut ihres Statements auf Facebook kurz nach der Aktion auf die Missachtung von Menschenrechten in Russland aufmerksam machen. Sie forderten die Freilassung politischer Gefangener und mehr politischen Wettbewerb in Russland.