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Billig und ohne Chemie: Frühjahrsputz wie bei Oma

Es braucht nicht immer Umwelt-Bomben, um die Wohnung wirklich rein zu bekommen. Schon unsere Großmütter wussten, wie man nachhaltig sauber macht.

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Billig und ohne Chemie: Frühjahrsputz wie bei Oma

Karoline Labut, die Großmutter von WOMAN-Autorin Barbara Poche, um 1920.

© istockphoto.com / Privat

Vielleicht hätte Oma auch gern mit Chemiekeulen geputzt. Nur: Die gab’s damals nicht. Also bekam sie mit einfachen und preisgünstigen Zutaten wie Essig, Kernseife, Waschsoda, Natron und Olivenöl die Wohnung sauber. Hier 33 gute Tipps, die Umwelt und Brieftasche schonen.

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Omas Putz-Basics: Essig ist mit Wasser gemischt ein echter Allrounder für jeden fettfreien Schmutz, unverdünnt löst er Kalk. Kernseife geraspelt: Basis für Spül- und Waschmittel, löst fettigen Schmutz. Waschsoda und Natron: rückt als Fettkiller Flecken und hartnäckigem Schmutz zu Leibe. Olivenöl: löst Klebriges und pflegt Holz. (Echtes) Terpentin und reines Bienenwachs (gibt es in Plättchen zu kaufen): reinigt und pflegt Möbel und Böden.

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Leichter und schlierenfreier geht alles von der Hand, wenn der Mond gerade abnimmt. Einfach ausprobieren!

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Fensterputzen bei strahlendem Wetter? Lieber nicht! Oma sagte, dass die Scheiben einen bläulichen Schimmer bekommen, wenn die Sonne beim Abwaschen direkt drauf scheint.

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Billig und chemiefrei: Fenster mit einem in Essigwasser (2/3 Wasser : 1/3 Essig) getränkten Lappen – am besten ein weiches Ledertuch – abwischen und mit Zeitungspapierknäueln trocken polieren. Die Scheiben bekommen durch die Druckerschwärze einen besonders schönen Glanz!

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Alter Trick beim Besenschwingen: Streuen Sie getrockneten Kaffeesatz auf den Boden – das verhindert, dass beim Kehren Staub aufgewirbelt wird, der sich auf den Möbeln absetzt.

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Stopp für den den Mopp bei Holzböden: Zu viel Nässe schaden ihnen! Oma reinigte Parkett & Co. immer nur mit Bohnerwachs: 250 g reines Bienenwachs im Wasserbad auflösen, 150 g echtes Terpentin gut einrühren, erkalten lassen. Mit einem Lappen abschnittsweise verteilen und mit einem zweiten Tuch nachpolieren.

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Beim Zimmerausmalen sind Kalk- und Farbflecke auf dem Boden entstanden? Die verschwinden durch das Reinigen mit verdünntem Essig.

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Saugen schadet Teppichen genauso wie starkes Klopfen. Deshalb legte Oma ihr gutes Stück mit der guten Seite auf ein ausgebreitetes feuchtes Leintuch und klopfte nur von hinten, das Tuch nahm dann den Staub auf.

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Die Farben bringt man wieder zum Leuchten, wenn man den Teppich mit der guten Seite nach unten in Schnee oder nasses Gras legt. Wer keinen Garten hat: Einem Eimer heißem Wasser einen Schuss Lavendelöl zugeben, Oberfläche damit abbürsten. Nimmt den Schmutz auf, vertreibt Motten und frischt Farben auf.

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Fußmatten aus Kokosfasern werden schön sauber, wenn man sie mit Salzwasser abbürstet und zum Trocknen schräg an die Wand stellt.

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Vorsicht bei Türen mit bei löslichem Farbanstrich: Der geht nicht ab, wenn das Holz mit Buttermilch gesäubert wird.

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Tür- und Fenstergriffe aus Messing und Nickel werden wieder blank, wenn man sie mit einem Tropfen Olivenöl abreibt. Alle unansehnlichen Metallteile werden übrigens mit Zigarettenasche wieder wie neu: mit einem Tuch in die Asche tupfen, Metall abreiben, mit Seifenlauge nachwischen.

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Hartnäckige Ränder/Flecken in der Badewanne oder im Waschbecken mit reinem Essig oder mit einem mit Salz bestreuten Lappen bearbeiten.

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Wenn Oma gerade Kartoffeln geschält hatte, putzte sie den Badezimmerspiegel mit der feuchten Seite der Schalen. Mit einem trockenen Tuch nachpoliert strahlt er wie neu und beschlägt bei Dampfschwaden nicht.

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Den Großputz in der Küche mochte Oma am wenigsten, da sich der von den Kochdünsten fettige Staub überall absetzte. Ihr Trick: Sie breitete oben auf den Kästen Zeitungspapier aus, das sie und hin und wieder auswechselte.

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Für das Putzen der Fliesen und Oberflächen stellt man eine besonders fettlösende Seifenlauge her: 100 g geraspelte Kernseife in ½ l heißem Wasser mit dem Schneebesen auflösen, 2 EL Waschsoda einrühren.

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Das Spülbecken riecht schlecht? Geben Sie vier Esslöffel Soda in den Ausguss und schütten Sie 1/16 l Essig darauf. Nach drei Minuten mit heißem Wasser nachspülen. Die Röhren werden und bleiben dadurch fettfrei und ohne Geruch.

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Oma hat Polstermöbel ab und zu mit einem feuchten Tuch bedeckt und leicht geklopft – Fauteils und Couch strahlten dann wie neu. Druckstellen in Überzügen aus Samt und Plüsch verschwinden, wenn man sie mit heißem Wasser befeuchtet und mit einer harten Bürste bearbeitet.

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Wachsflecken bekommt man leicht aus allen Stoffen, wenn man eine doppelte Lage Zeitungspapier darüberlegt und darüber bügelt. Zu tropfen beginnen die Kerzen übrigens erst gar nicht, wenn man sie eine Stunde in Salzwasser legt und dann abtrocknet.

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Oma bekämpfte Staub auf Kästen mit einem Wedel aus Straußenfedern – nicht, weil der so schön aussah, sondern weil er durch seinen natürlichen Fettgehalt die Partikel an sich bindet, die sonst durch die Luft schwirren.

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Holzmöbel mit folgender Politur einreiben: 2 EL Olivenöl, 1/8 l Essig, 10 Tropfen echtes ätherisches Öl nach Belieben.

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Sind auf Holz Wasserflecken durch abgestellte Gläser entstanden, bringt man die durch angefeuchtete Zigarettenasche zu Verschwinden: Stelle bedecken, diese am nächsten Tag entfernen und mit Olivenöl nachreiben.

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Kleine Kratzer bekommt man mit einer 1:1 Mischung aus Olivenöl und Essig weg – einfach anfeuchten und wiederholt mit einem Wolltuch abreiben.

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Verschmutzte Stellen von Tapeten werden sauber, wenn man sie mit zusammengepresstem Schwarzbrot abreibt. Ein mit Weizenkleie bestreuter Schwamm tut den selben Dienst. Auch „verräucherte“ Ecken der Zimmerdecke lassen sich mit frischem, warmem Brot reinigen.

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Ölbilder glänzen wieder staubfrei, wenn man einen weichen Lappen in warme Milch taucht, vorsichtig darüber streicht und die Bilder mit einem Seidentuch trockentupft.

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Verschmutzte Goldrahmen bestreicht man mit einem mit Essig getränkten Schwamm, spült mit klarem Wasser nach und lässt sie an der Luft trocknen.

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Oma schnitt immer ein kleines Kreuz in die Tapete, bevor sie ein neues Bild aufhängte – damit sie beim Nageleinschlagen nicht reißt. Sollen Nägel übrigens in hartes Holz oder Steinwände geschlagen werden, so taucht man sie davor in Wachs oder Fett.

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Oma liebte viele kleine Lichtquellen statt einer großen – und hatte dementsprechend viele Schirme zu putzen, was eine kniffelige Angelegenheit war. Lampenschirme aus Pergament dürfen nur mit kaltem Wasser ohne jeden Zusatz gereinigt werden. Schirme aus Wachstuch werden nur mit Milch gewaschen, Kristall mit einer kalten Seifenlösung, weil warmes Wasser den Glanz nimmt.

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Wenn sich an Ringen befestigte Vorhänge schwer ziehen lassen, die Stange mit Wachs oder einem Stück Seife abreiben – flutscht wieder ein paar Jahre!

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Teerflecken in Stoffen lassen sich schonend lösen, wenn man sie mit Eigelb einreibt. Wenn sich der Teer gelöst hat, mit lauwarmem Wasser nachspülen.

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Wenn man Flecken mit Benzin entfernt, bleibt im Stoff oft ein Rand zurück. Das verhindert man, indem man den noch feuchten Stoff bügelt oder fönt.

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Gut nach der Party: Tabakgeruch vertreibt man aus Wohnräumen, indem man über Nacht einen nassen Schwamm aufhängt.

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Ziehen Sie vor Schmutzarbeit Ihre Fingernägel über ein Stück Seife. Sie lassen sich nachher besser reinigen.

Thema: Dekoration

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