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Quentin Tarantino über Weinstein: "Ich wusste zu viel..."

IGITT! Star-Regisseur Quentin Tarantino gab nun zu, dass er seit Jahrzehnten über Harvey Weinsteins sexuelle Übergriffe auf Frauen Bescheid wusste.

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Quentin Tarantino über Weinstein: "Ich wusste zu viel..."

Tarantino und Weinstein: Business-Buddys

© Getty Images

Stell dir vor, du bist ein Mann und deine Freundin erzählt dir, dass ein widerlicher Typ versucht, sie gegen ihren Willen zu küssen und zu begrapschen.

Was würdest du tun? Den Widerling damit konfrontieren? Deine Freundin beschützen? Andere Frauen vor ihm warnen?

Quentin Tarantino, Regisseur von Film-Klassikern wie "Pulp Fiction" oder "Inglourious Basterds", entschied sich ... NICHTS zu tun. Stattdessen arbeitete er 20 Jahre weiter eng mit jenem Typen zusammen, der seine ehemalige Freundin Mira Sorvino in einem Hotelzimmer bedrängt und belästigt hatte: Harvey Weinstein, jener mächtige Film-Produzent, der nun von unzähligen Frauen der sexuellen Belästigung und sogar Vergewaltigung bezichtigt wird.

Mira Sorvino: Erzählte ihrem damaligen Freund Tarantino von der Belästigung

In einem Interview mit der "New York Times" gab der Oscar-Preisträger zu, dass er über Harvey Weinsteins Belästigungen gegenüber Frauen seit Jahrzehnten Bescheid wusste. "Ich wusste genug, um mehr zu tun, als ich getan habe", sagte er mit Blick auf Schauspielerinnen, die ihm von Belästigungen Weinsteins erzählt hätten. Er hätte viel früher "Verantwortung" übernehmen und seine Zusammenarbeit mit Weinstein beenden müssen, sagte der Regisseur.

1995 hätte ihm seine damalige Freundin, die Schauspielerin Mira Sorvino, von früheren Belästigungen erzählt. Er sei damals "schockiert und aufgebracht" gewesen und habe danach von weiteren Fällen gehört, aber nie das ganze Ausmaß der angeblichen Vorfälle erkannt. Er hätte gedacht, dass Weinstein eben so beeindruckt von Mira gewesen sei und so verliebt in sie, dass er die Grenze übertreten habe.

Sorry, aber: Widerlich.