Ressort
Du befindest dich hier:

Schwester von Facebook-Gründer rät Kindern offline zu gehen

Mit ihrem Kinderbuch "Dot" möchte die ehemalige Facebook-Marketingleiterin Randi Zuckerberg (Schwester von Gründer Marc) Kinder dazu bewegen, nicht so viel im Internet zu surfen.

von

Dots - Randi Zuckerberg
© Picture Corgi

Der Name Zuckerberg ist mit dem Unternehmen Facebook verbunden wie kein anderer. Aber nicht alle der Familie um Gründer Mark Zuckerberg sind scheins vom Userverhalten der Social Media-Jüngerinnen und Jünger beglückt - vor allem, wenn diese noch nicht volljährig sind. Die Kinder unserer Generation wachsen auf mit Smartphones, Tablets, WLAN und damit ständiger Verfügbarkeit. Die Jüngsten wissen schon, wie man sich Fotos oder Videos ansehen kann, Spiele findet oder eben auf Facebook und Co kommuniziert - Beschäftigung für ganze Tage. Und genau dies thematisiert nun Randi Zuckerberg, Marks Schwester, in ihrem in Kürze erscheinenden Kinderbuch "Dot".

Dot ist der Name eines kleinen Mädchens, das schon bestens mit ihrem Tablet umgehen kann: Sie kann tappen, swipen und sharen - also Links im Netz antippen, blättern in Bildern sowie selbige mit anderen teilen. Aber eine Stimme aus dem zugehörigen Trailer erklärt ihr, dass es da noch eine Welt hinter dem Bildschirm gibt, die es sich lohnt zu entdecken.

Ob Fernseher oder Computer - Kinder hängen jeden Tag mehrere Stunden vor dem Bildschirm und vielen kann man eine regelrechte Abhängigkeit attestieren. Wie so viele Eltern, macht auch Zuckerberg sich Gedanken und Sorgen, wie ihre Kinder mit den Herausforderungen der digitalen Welt fertig werden beziehungsweise wieviel davon man ihnen überhaupt zumuten kann und soll. Dass diese ja eigentlich schon oftmals formulierte Botschaft, die Kindheit solle nicht vor einem Bildschirm verbracht werden, aber nun ausgerechnet von der früheren Marketingleiterin von Facebook sowie Social-Media-Profi mit prominentem Nachnamen kommt, ist doch erstaunlich.

Relativ zeitgleich mit dem Erscheinen des Buches fallen übrigens ebenso Änderungen der Privatsphäreneinstellungen für Jugendliche auf Facebook zusammen. Bisher konnten 13- bis 17-Jährige Inhalte sowie Bilder nur in ihrem Freundeskreis teilen und nicht öffentlich. Nun wird diese fixe Voreinstellung gestrichen und damit kann die Welt und natürlich auch werbende Unternehmen einen genaueren Blick auf diese "immer relevanter werdende Zielgruppe" werfen. Ein Zufall, dass ausgerechnet jetzt Randi Zuckerberg Kindern rät, immer wieder mal abzuschalten?

via: Handelsblatt

Thema: Kinder

WOMAN Community

Deine Meinung ist wichtig! Registriere dich jetzt und beteilige dich an Diskussionen.

Jetzt registrieren!

Schon dabei? .