Ressort
Du befindest dich hier:

Raus aus der traumatischen Krise

Schicksalsschlag: Gesundheitspsychologin Eva Lackerbauer hat für WOMAN in sechs Schritten zusammengefasst, wie du vom ersten Schock weg zurück in deinen Alltag findest.


Raus aus der traumatischen Krise
©

Vier Phasen.

„Es ist wichtig, zu wissen, dass eine traumatische Krise vier Phasen durchläuft“, weiß Eva Lackerbauer. 1. Schock: Man ist in einem Zustand der Betäubung, will das Geschehene nicht wahrhaben. 2. Reaktion: Man versucht das Geschehene in die Realität zu integrieren, Gefühle wie Angst, Hoffnungslosigkeit und Unsicherheit treten in hoher Intensität auf. 3. Bearbeitung: Erste Lösungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven können gesehen werden, Interessen werden wieder geweckt. 4. Neuorientierung: Die veränderte Situation wird so weit akzeptiert, das Selbstwertgefühl ist wieder hergestellt, neue Beziehungen können nun langsam aufgebaut werden. „Zur Aufarbeitung muss man alle Phasen durchlaufen“, so die Psychologin, die auch erklärt, warum wir immer wieder den Mut finden, aufzustehen und weiterzukämpfen. „Dafür ist unser Lebenswille verantwortlich. Auch wenn es sich in der akuten Krise anfühlt, als wäre er nicht vorhanden, ist er es, der uns am Leben hält.“ Wie Sie nach einem schweren Schicksalsschlag zurück ins Leben finden, liest du hier:

Sanfte Taten. Verlange dir nur kleine Schritte ab, und lebe von Tag zu Tag sowie von einer Aufgabe zur nächsten.

Nähe, wenn du willst. Suche je nach eigenem Bedürfnis die Nähe von Menschen, die dir nahestehen. Die Krise ist eine Zeit, in der du dich besonders wichtig nehmen sollten. Wenn du gerne Unterstützung von einem Menschen hättest, versuche diese auch zu bekommen, und rede mit ihm über die Situation. Wenn du das nicht möchtest, fühle dich nicht dazu verpflichtet.

Motivierendes Denken. Versuche positive Gedanken zu formulieren, und erinnere dich an Situationen, die du erfolgreich bewältigt hast: „Ich habe noch immer alle Probleme gemeistert und überstanden“, „Es wird wieder gut“.

Mit Gleichgesinnten. Suche den Austausch mit Menschen, die ein ähnliches Schicksal bewältigen mussten – etwa auch in Selbsthilfegruppen.

Energiequellen. Lese Bücher, die dir Kraft geben. Auch körperliche Bewegung oder Musik kann helfen, aus der Lähmung herauszukommen, in Aktivierung überzugehen und die Krise ganzheitlich zu bearbeiten.

Neustart. Die eigentliche Verarbeitung der Krise und schließlich auch die Neuorientierung muss in dir selbst passieren. Suche dir ganz gezielt Zeiten aus, in denen du dir Gedanken machst über das, was passiert ist, sowie darüber, was in Zukunft sein wird. Also: Spazieren gehen und nachdenken, ein Bad nehmen und nachdenken. So bestimmen die Gedanken rund um den Schicksalsschlag nicht mehr den ganzen Tag.

WOMAN Newsletter

Deine täglichen Infos per Mail: News, Gewinnspiele und tolle WOMAN-Aktionen.

Ja, ich möchte den WOMAN Newsletter tägl. erhalten und bin mit Übermittlung von Informationen über die Verlagsgruppe News, deren Produkte und Aktionen einverstanden.