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Regrowing – der nachhaltige Garten-Trend

Gemüsereste gehören in den Müll? Von wegen! "Regrow your veggies" lautet die Devise des nachhaltigen Trends. Dabei lässt sich aus vermeintlichen Küchenabfällen frisches Grün ziehen. Mit diesen Tipps kannst du Gemüse- und Kräuterresten neues Leben einhauchen!

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Regrowing – der nachhaltige Garten-Trend

Salat vom Fensterbankerl? Einfach den Strunk aufbewahren und wiederverwerten!

© iStock

Nicht selten kommt es im Alltag vor, dass man in der Küche mehr auf Vorrat hat, als man essen kann, oder beim Kochen ein Berg an Schnippelresten anfällt. Statt Reste wegzuwerfen, ist es sinnvoll diese zu retten, um daraus neue Erntepflanzen zu kultivieren. Dabei benötigt man weder besonderes Vorwissen noch ein spezielles Equipment, Freude am Experimentieren und etwas Geduld reichen aus. Regrowing spart nicht nur wertvolle Ressourcen und Geld, sondern macht auch Spaß. Wir haben bei
Bettina Bayer-Grilz, Pflanzenexpertin bei bellaflora nachgefragt. Sie gibt praktische Tipps, wie man mit etwas Geduld neue Pflanzen aus Gemüse- und Kräuterresten ziehen kann:

So wird aus Küchenabfällen neues Gemüse und Kräuter!

1

Minze: Minze ist ein guter Einstieg für Regrowing-AnfängerInnen. Dabei möglichst frische Triebe der Minze verwenden (7 bis 10 cm lang) und die unteren Blätter entfernen. Für die nächsten 10 Tage werden die Triebe in ein Glas Wasser gestellt. Sobald sich neue Wurzeln bilden, die Stecklinge in Erde setzen und regelmäßig gießen. Minze bevorzugt einen hellen und warmen Standort.
Tipp: Ähnlich funktioniert auch das Nachzüchten von Basilikum.

2

Frühlingszwiebel: Das Regrowing von Frühlingszwiebeln ist ideal für Ungeduldige. Dazu die weißen Wurzeln (zirka fünf Zentimeter lang) in ein Glas oder eine kleine Schüssel mit Wasser legen und auf eine helle Fensterbank stellen. Das Wasser alle zwei bis drei Tage wechseln. Nach einigen Tagen sieht man, dass die Wurzeln zu wachsen beginnen – nun können die neuen Frühlingszwiebeln in die Erde gesetzt werden.

3

Kartoffeln: Ältere Kartoffeln eignen sich am besten zum Nachzüchten, ideal ist es, wenn sie bereits kleine Triebe zeigen. Die Knolle in zwei Stücke schneiden und trocknen lassen. Sobald an der Schnittstelle keine Feuchtigkeit mehr zu spüren ist, kann die Knolle möglichst tief in die Erde gesetzt werden. Damit die Triebe gut austreiben können, ist es wichtig, dass die Erde locker über den Kartoffeln liegt.

4

Salat: Dazu den Strunk (zirka fünf Zentimeter lang) ins Wasser legen und an einen sonnigen Platz stellen. Es ist wichtig, das Wasser nach einigen Tagen zu wechseln. Sobald sich neue Wurzeln bilden und aus dem Strunk frisches Grün wächst, ist es Zeit, den Salat in die Erde zu setzen. In den nächsten Wochen kann der neue Salat geerntet werden.

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