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Reise. "Aller guten Dinge sind Thai"

stadt, land, mehr. Highlife in Bangkok, Hochkultur im Hinterland und ein Hideaway am Strand: Einmal Thailand bedeutete für uns dreimal ganz unterschiedlich Urlaub machen – und dabei mindestens tausendmal staunen.


Reise. "Aller guten Dinge sind Thai"
© WOMAN

Chiang-Mai, die „Rose des Nordens“, riecht heute etwas rußig. Schuld daran sind die Reisbauern aus dem Umland, die nach erfolgter Ernte gerade ihre Felder abfackeln und damit für graubraune Aschewolken am Abendhimmel über Nordthailands wichtigster Touristenmetropole sorgen. Ansonsten herrscht jedoch Alltag im Paradies am River Ping: Gast genießt auf den Fluss-Terrassen der Nobelhotels. Oder Gast gibt sich geschäftig – beim Fake-Feilschen auf dem Nightmarket. Hinter all dem Gartengrün und Gassengewimmel der Stadt beginnen die Berge. Mit ihren verborgenen Wasserfällen, Tempelanlagen, Orchideenfarmen und Eingeborenendörfern stellen sie die eigentliche Attraktion der Region dar – eine Art asiatischer Abenteuerspielplatz, durchzogen von Trekking-Pfaden und kurvigen Straßen.
Luxuriös über Land. Unser Ziel am nächsten Morgen: das Mae-Sa-Elefantencamp, in dem rund 70 der vom Aussterben bedrohten Dickhäuter Bananen fressen und sich vermehren dürfen. Und da beides allein noch kein tagesfüllendes Programm ist, marschieren sie außerdem mit ihren Besuchern auf dem Rücken durch den Dschungel oder „malen“ mit ihren Rüsseln beeindruckende Bilder, die man für etwa zehn Euro pro Stück mit nachhause nehmen kann. Alles sehr hübsch, alles aber auch sehr touristisch, wenn man, so wie die meisten, im Bus und als Gruppe anreist. Wir haben uns deshalb für eine individuelle Tour entschieden, die vom Gumpoldskirchner High-Class-Veranstalter pur-touristik zusammengestellt wurde.

Die Vorteile: In Absprache mit dem eigenen Guide und Fahrer bestimmen wir letztendlich selbst, wo es tatsächlich hingeht, wie lange wir vor Ort bleiben und was dar­über hinaus noch einen außerplanmäßigen Abstecher lohnen könnte. Es gibt Reis, Baby! Und Käfer. Wat Doi Suthep, das Bergkloster mit dem grandiosen Ausblick, Lampang Luang, der reich verzierte Tempel, oder Sukhothai, die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärte Heimat der frühen Könige – während wir uns in den nächsten Tagen langsam in Richtung Süden bewegen, erleben wir viel von der großen Kultur und der bis in die Gegenwart spürbaren Geschichte des Landes. Dank Mr. Nui, unserem Guide, sehen wir aber auch das ganz normale Leben in holz­befeuerten Garküchen und auf palmblattgedeckten Märkten, die sonst kein Tourist zu Gesicht bekommt. Orte, an denen höllisch scharfe Reissuppen auf den Tisch und frittierte Käfer in die Einkaufssackerln und zum Probieren auch in unsere vom Staunen offenen Münder gelangen (vergessen Sie die Raupen – zu trocken! Aber die fetten Schwarzen mit dem komischen Namen sind echt nicht schlecht!). Und als wir auf einem Reisfeld auch noch 2,5 kg am Straßenstand gekauften Fröschen die Freiheit schenken, erfahren wir sogar noch etwas über den Buddhismus, den Glauben an die Wiedergeburt und die Vorstellung, dass unsere gute Tat ein paar potenzielle Verwandte vor dem Kochtopf bewahrt haben könnte …

One Night in Bangkok. Nach so viel Ruhe und Bilderbuchlandschaft wirkt Bangkok zunächst wie ein Schock – wenn auch wie ein sanfter, denn die Stadt mit den geschätzten 12–15 Mio. Einwohnern kündigt sich an. Erst als Dunstglocke am Horizont. Dann als immer grauer und gleichzeitig greller werdendes Wirrwarr aus Straßen, Häusern und Werbe­tafeln. Es dauert Stunden, bis sich der Fahrer einen Weg durch die Randbezirke zum Hotel am Chao-Phraya gebahnt hat. Für Shopping-Fans ist die „Stadt der Engel“ der Himmel – egal ob sie sich nun für die „echten Kopien“ entlang der Patpong oder ein paar Skytrain-Stationen weiter für die garantierten Originale in den edlen Shopping-Malls entscheiden (unser Tipp: das Gaysorn-Center: Neben allen It-Labels gibt es hier auch einen Floor für modernes Thai-Design). Für viele andere ist Bangkok jedoch einfach nur ein ohrenbetäubender und Sinne verdrehender Sündenpfuhl. Für alle ist es jedoch eine Wohltat, nach ein paar Tagen weiterzukommen – z. B. ans Meer.

Die ganze Story finden Sie im aktuellen WOMAN

Thema: Reise