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7 Reisen, die wir 2018 machen wollen (ehe es zu spät ist!)

Es gibt Destinationen, die werden nicht ewig so schön bleiben wie jetzt. Welche Reiseziele wir deshalb 2018 noch ganz dringend auf unserer Liste haben.

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7 Reisen, die wir 2018 machen wollen (ehe es zu spät ist!)

Das Tote Meer

© Instagram

Auch wenn wir es gerne leugnen und verdrängen würden: Die Zukunft meint es nicht gut mit den atemabschnürendsten Orten der Welt und der außergewöhnlichen Tierwelt, die sie bewohnen. Während wir davon ausgehen können, dass sich das Reiseziel Amerika oder Australien in den nächsten paar Jahren nicht wahnsinnig stark verändern wird, sind andere Orte der Welt oder auch deren Tier- und Pflanzenwelt bedroht.

Weshalb wir diese magischen Plätze 2018 noch dringend besuchen und vor Ort einen Beitrag zum Schutz leisten wollen, ehe es zu spät ist...

1. Sumatra und Borneo

Die in West-Indonesien gelegene Insel Sumatra ist die sechstgrößte der Welt, das nahe gelegene Borneo sogar die drittgrößte. In den letzten Jahren haben die beiden atemberaubend schönen Inseln 50% ihres Regenwaldes verloren (schuld daran ist vor allem der Palmöl-Boom). Noch leben hier eine Reihe gefährdeter Tierarten wie der Sumatra-Tiger, Pygmäen-Elefanten, das Sumatra-Nashorn oder der Orang-Utan. Offizielle Schätzungen gehen davon aus, dass weitere 70% von Indonesiens Regenwäldern in den kommenden Jahren in Palm- oder Akazien-Plantagen umgewandelt werden. Möglicherweise sind sie in zwei Jahrzehnten völlig gerodet. Du kannst dagegen ankämpfen, indem du keine Produkte, die Palmöl enthalten, kaufst.

2. Great Barrier Reef

2015 war Australiens Great Barrier Reef knapp davon entfernt, als gefährdetes Weltnaturerbe gelistet zu werden. Im Jahr 2100, so Experten, wird das Korallenriff endgültig verschwunden sein. Der Niedergang der Korallenriffe sei dem Klimawandel, der enormen Plastikverschmutzung und der Überfischung der Ozeane zuzuschreiben. Noch ist das Riff nicht aufgegeben: In einem neuen Projekt will man warmes Oberflächenwasser mit kaltem Tiefenwasser vermischen, um die thermischen Zusammenstöße zu verringern und so das Ausbleichen der Korallen zu vermindern. Wenn du das Naturwunder bereist, solltest du dich vor Ort über die lokalen Schutz-Programme (etwa die "Eye on the Reef App") informieren.

3. Das Tote Meer

Das nächste Mal, wenn du Produkte kaufst, die mit Mineralien aus dem "Toten Meer" hergestellt wurden: Denk nochmals darüber nach. Denn das als Heilquelle für Hautkranke und Allergiker bekannte Meer zwischen Jordanien, Israel und den Palästinensergebieten, trocknet langsam aus. Einen Meter sinkt der Wasserspiegel im Jahr. Einerseits wird das Süßwasser aus seinem Hauptzufluss abgepumpt. Und im Süden des Sees tragen die auf die Herstellung von Heilkosmetika spezialisierten Unternehmen "Dead Sea Works" und die "Arab Potash Company" (Jordanien) zum Rückgang des Wasserpegels bei. Sie lassen Wasser verdampfen, um kostbare Mineralstoffe zu gewinnen. Zwar soll ein Projekt das Rote Meer mit dem Toten Meer verbinden, doch dieses Szenario wird laut Ansicht einiger Wissenschaftler ernste Konsequenzen für die Umwelt haben. Unser Tipp: Bereisen, ehe es zu spät ist!

4. Venedig

Auf Venedigs Brücken gibt es ein „Stehenbleibeverbot“. Mit entsprechenden Schildern soll verhindert werden, dass Touristen die Stadt blockieren. Solche Maßnahmen reichen aber nicht mehr, die Unesco droht seit Jahren damit, die Stadt auf die Liste der gefährdeten Kulturdenkmäler zu setzen. Schuld sind vor allem Kreuzfahrtschiffe, die durch den starken Wellengang die marode Infrastruktur der Altstadt bedrohen und kapazitätssprengende Touristenmassen in die Stadt befördern. In Venedig leben aktuell 55.000 Einheimische, besucht wird die Stadt täglich von bis zu 100.000 Menschen. Dazu kommen natürlich auch noch regelmäßige Überschwemmungen, die das Versinken der Stadt zu einer immer realeren Bedrohung werden lassen. Unser Tipp: Bereise Venedig im Winter, wenn kaum Touristen in der Stadt sind.

5. Galapagos Inseln

"Islas encantadas" nennen Schwärmer den Archipel, "verwunschene Inseln" in der Weite des Pazifiks. In den Korallenwäldern unter und den Kakteenwäldern über Wasser, in den Vulkankratern und Lagunen, an den Stränden und in der Luft gibt die Natur ihre Kuriositäten-Show an 365 Tagen im Jahr. Hier, direkt am Äquator, watscheln Pinguine und Blaufußtölpel neben Flamingos und Echsen über Lavafelder, schwimmen Robben neben Hammerhaien. Ungezügelte Tourismus und eingeschleppte Arten bedrohen jedoch das einzigartige Ökosystem der Galapagos Inseln. Die Zahl der Kreuzfahrtschiffe wurde deshalb weiter begrenzt, Naturschutzorganisationen erarbeiten mit dem Nationalpark Methoden zur Mülltrennung, Trinkwasserversorgung, Aufbau von Kläranlagen und der Verwertung von Altöl. Wenn du dich engagieren möchtest, empfehlen wir die NextGen Climate Action.

6. Malediven

Wenn der Meeresspiegel durch den Klimawandel und das Abschmelzen der Polkappen weiter steigt, werden die Inseln in den kommenden 100 Jahren endgültig versinken. Die Situation ist bereits jetzt so angespannt, dass die Regierung der Malediven in anderen Ländern Grundstücke zur Ansiedlung der Bevölkerung im Falle einer Notsituation aufkauft. Solltest du die Malediven besuchen, dann respektiere bitte die Bemühungen der Inseln, einen Weg Richtung nachhaltigem Tourismus zu finden und wohne in einem der glücklicherweise immer häufiger werdenden umweltfreundlichen Resort.

7. Der Madagaskar-Regenwald

92% der Säugetiere auf Madagaskar findest du sonst nirgends auf der Welt – und viele von ihnen sind aufgrund der fortschreitenden Entwaldung vom Aussterben bedroht. Seit 1950 wurden etwa 40% des Regenwaldes gerodet, fast 100 Arten sind vom Aussterben dedroht (darunter mehrere Lemuren-Arten). Wenn du die Tierchen so sehr liebst wie wir, kannst du hier für ihre Erhaltung spenden.

Thema: Reise