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Reportage: Wohin mit den Kindern?

Fünf Mütter erzählen in WOMAN, wie sie ihren Alltag mit den Kindern meistern und was sie sich vom Staat wünschen. Plus: Frauenministerin Doris Bures im Interview.


Reportage: Wohin mit den Kindern?
© Bokmeier

Damit mein Mann und ich arbeiten können, müssen unsere drei Kinder von mehreren Personen und dazu noch in unterschiedlichen Einrichtungen betreut werden“, seufzt Claudia Stückler, 38. „Die letzten fünfzehn Jahre“, so die dreifache Mutter mit dem Fulltimejob einer Verlagsassistentin weiter, „waren ein einziger Fleckerlteppich.“ Dabei war beim ersten Sohn Christoph, 14, alles noch so einfach: „Wir haben studiert, nebenbei gejobbt und uns dann und wann einen Babysitter geleistet.“ Mit dem Eintritt in die Erwerbstätigkeit und ab der Geburt von Tochter Susanne, 9, ist die Betreuungssituation immer komplizierter und teurer geworden. Knappe fünfhundert Euro gibt die Familie monatlich für die Kinderbetreuung aus. „Wir wohnen in Bruck an der Leitha, und ich brauche mindestens eine dreiviertel Stunde, um an meinen Arbeitsplatz in Wien zu kommen.“ Morgens kümmert sich Claudia darum, dass alle Kinder versorgt werden und zeitgerecht aus dem Haus kommen, und abends ist ihr Mann zuständig, der täglich um 17 Uhr Dienstschluss hat. Tochter Susanne besucht einen Hort, der bis 18 Uhr geöffnet hat, der Kindergarten von Barbara, 6, jedoch schließt um 16 Uhr. Die Stücklers müssen deshalb täglich etwa eineinhalb Stunden „irgendwie überbrücken. Wir können uns kein fixes Kindermädchen leisten, darum wechseln sich mein Mann und ich mit einer Babysitterin ab. Einer von uns hat immer wieder Zeitausgleich, aber“, so die perfekt organisierte Powerfrau mit einem Schulterzucken weiter, „es ist ein irrer Stress.“

Es besteht Handlungsbedarf. Laut einer aktuellen Studie des Europäischen Zentrums für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung fehlen aus Sicht der Eltern in Österreich insgesamt rund 46.000 Betreuungsplätze, vor allem für Kinder unter drei und zwischen sechs und 14 Jahren.

Die ganze Story lesen Sie im neuen WOMAN
PLUS: Interview mit der neuen Frauenmisiterin