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Richtig essen im Büro

Die perfekte Jause hilft gegen Hungeranfälle und sorgt für jede Menge Energie. Doch der richtige Mix ist gar nicht so einfach. Ernährungsberaterin Sasha Walleczek verrät, wie du dich im Büro gesund durch den Tag isst.

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Richtig essen im Büro
© Thinkstock

Die Kantine kocht halt nicht gesund. Wir haben im Büro nur eine Mikrowelle. Ich komme einfach nicht vom Schreibtisch weg, um mir ein vernünftiges Mittagessen zu machen … Ausreden gibt es ohne Ende, wenn's um das oft ungesunde Essen im Büro geht.

Kreativ werden. Eine Kantine ist praktisch, aber nicht immer gesund. Denn oft werden Halbfertigprodukte mit Zusatzstoffen verkocht. Mache das Beste daraus. Weiche aufs Salatbuffet aus, iss mehr Gemüsebeilagen, nicht nur Reis oder Kartoffeln. Aber setz dich nicht zu sehr unter Druck. Wenn diese Mahlzeit nicht perfekt passt oder nur schwer veränderbar ist, dann achte umso mehr darauf, dass die anderen Mahlzeiten stimmen.

Kombinieren. Gerade im Büro ist das richtige Verhältnis von Kohlehydraten und Eiweiß (jeweils eine Faust- bzw. Handtellergröße) wichtig, sonst ist das Leistungstief am Nachmittag vorprogrammiert. Denn das Mittagessen hat eine unmittelbare Auswirkung auf die geistige Fitness. Kombiniere zum Salat einen Becher Hüttenkäse oder eine Dose Fisch. Iss extra Gemüse dazu. Wenn es einmal doch nur das Weckerl aus dem Geschäft ums Eck wird, dann sorge für dicken Belag. Besser ein Brot mit viel drauf als zwei Brote mit wenig. Das sorgt für die ausreichende Ration Eiweiß.

Mitbringsel. Wenn du am Abend kochst, ist es besonders praktisch, die Reste im Büro aufzuwärmen. So weißt du genau, was drinsteckt. Wenn es im Büro keine Kochplatte gibt, ist die Mikrowelle ein akzeptabler Kompromiss. Zwar entsteht die Hitze anders als bei einer Kochplatte - durch Reibung -, aber es gibt keine Studien, die eine schlechte Wirkung der Mikrowelle auf das Essen beweisen. Und wenn mehrere den Wunsch haben, kannst du vielleicht anregen, eine Kochplatte in der Küche aufzustellen.

Auszeit. Das Essen ist die ideale Gelegenheit für eine kurze Pause. Es geht dabei weniger darum, wo du isst als womit du dich ablenken lässt. Ideal ist natürlich ein netter Raum, wo du dein Mittagessen in aller Ruhe verspeisen kannst. Aber auch der Schreibtisch ist in Ordnung, solange du dich nicht beim Essen stören lässt. Also kein Telefon, kein Computer, keine Berichte nebenbei lesen! Denn wenn man sich nicht konzentriert, merkt man gar nicht mehr, wann man eigentlich satt ist. Essen darf deshalb nicht zur Nebensache werden.

Richtig snacken. Achte auch bei den kleinen Happen zwischendurch auf die richtige Kombination. Vorsicht vor Müsliriegeln, viele sind versteckte Zuckerfallen. Besser ist eine Hand voll Nüsse, Obst oder Trockenfrüchte. Aber iss auch da nicht mehr als bei frischen Früchten. Drei, vier Dörrzwetschgen oder Marillen reichen.

Schmankerl. Ein Stück Schokolade, ein Keks, eine kleine Praline zum Kaffee sind als Geschmackserlebnis völlig in Ordnung. Aber mehr darf es bitte nicht sein. Denn drei, vier Kekse als Energiekick bringen den Blutzuckerspiegel durcheinander. Probiere einmal eine Weile ohne Zuckerschock, dann kannst du die Belohnung wieder umso mehr genießen.