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Richtig schminken bei Hautproblemen wie Erwachsenenakne oder Neurodermitis

Nicht jede Frau ist davon gesegnet, eine schöne, babyzarte Haut zu haben – viele kämpfen mit Problemen wie Erwachsenenakne, Neurodermitis, geröteter oder ständig irritierter Haut. WOMAN verrät, wie man sich richtig schminkt, ohne dabei die Haut zusätzlich zu belasten.


Richtig schminken bei Hautproblemen wie Erwachsenenakne oder Neurodermitis
© Corbis

Make-up von Discounter X, Lidschatten mal kurz im Shop nebenan kaufen, ohne auf die Inhalte zu schauen: Was für den Geldbeutel ein Segen ist, kann für die Haut manchmal auch die Hölle bedeuten – besonders bei Frauen mit Hautproblemen.

Die gute Nachricht zuerst: Menschen, die Hautprobleme haben, müssen nicht auf Make-up verzichten! Jedoch gibt es ein paar Dinge, die zu beachten sind, damit man der Haut nicht zusätzlich schadet. Gerade in akuten Phasen der Hautirritation sollten Betroffene für einige Zeit auf Kosmetika verzichten.

Statt Drogerie in die Apotheke
Pharmazeutische Kosmetik muss nicht unbedingt teurer sein als Produkte aus der Drogerie oder Parfümerie um die Ecke. Auch wenn jene ebenfalls Make-up & Co. für Menschen mit Hautproblemen anbieten, sind die MitarbeiterInnen meist nicht so geschult, wenn es um Details geht. Personal aus der Apotheke weiß allerdings meist sehr genau Bescheid, was problematischer Haut gut tut und was nicht.

Hautunreinheiten
Wenn die Haut einige Unreinheiten aufweist, die ärztlich noch nicht als Akne eingestuft werden, ist am idealsten ein ölfreies, mattierendes Make-up. Wichtig ist dabei, die Kosmetik mit einem (am besten feuchten) Einweg-Schwämmchen aufzutragen. Natürlich ist auch möglich, ein Schwämmchen mehrmals zu verwenden, allerdings sollte darauf geachtet werden, dieses regelmäßig zu wechseln, damit sich Unreinheiten nicht vervielfältigen.

Erwachsenenakne
Nicht nur Teenager sind von der lästigen Hautkrankheit betroffen, auch im Erwachsenenalter tritt Akne noch auf. Während bei Jugendlichen die Haut dazu neigt, fettig zu sein, zeigen sich bei Erwachsenen auch trockene Partien. Reichhaltiges und öliges Make-up soll dennoch vermieden werden, besser sind besonders leichte Make-ups, die speziell für Akne-Betroffene entwickelt wurden.

Neurodermitis
Bei der so genannten atopischen Dermatitis ist die Haut trocken und schuppig. Daher sind am besten Kosmetika-Produkte mit reichhaltigen Ölzusätzen. Besonders gut für die Haut ist Make-up mit Glyzerin oder Jojoba-Öl, da sie die Barrierefunktion der Haut, die bei Neurodermitis gestört ist, verbessern. Außerdem soll die Kosmetika frei von Duft- und Konservierungsstoffen sein.

Rötungen oder erweiterte Äderchen
Unschöne rote Partien oder hervorstehende Äderchen können mit einem Camouflage-Make-up gut abgedeckt werden, ohne dabei die Haut zusätzlich zu belasten. Wenn man braune Hautveränderungen kaschieren will, sollte man zu gelblichen Stiften oder Concealer greifen, bei roten Veränderungen zu grünen Produkten.

Lippen und Augen
Gerade eine schöne Farbe für die Lippen kann von Hautproblemen ablenken. Lippenstifte sind grundsätzlich keine Gefahr für Betroffene. Bei Neurodermitis sollte jedoch darauf geachtet werden, dass kein Lanolin in den Inhaltsstoffen zu finden ist.

Obwohl Mascara nicht auf die Haut aufgetragen wird, ist dennoch Vorsicht geboten. Gewisse Inhaltsstoffe, zum Beispiel bei der Produktion Nickel, können zusätzliche allergische Reaktionen hervorrufen. Auch Kolophonium, ein Klebestoff in Wimperntuschen, sollte das Produkt nicht enthalten. Idealerweise sollte man sich hierbei auch in Apotheken informieren.

Pflanzlich = gut?
Nicht nur bei Nahrung wird mit Natur, Bio & Co. geworben, auch Kosmetika bedient sich oft mit natürlichen Inhaltsstoffen. Diese können jedoch bei Menschen mit Hautproblemen gefährlich werden, da manche pflanzliche Inhaltsstoffe nicht vertragen werden oder Allergien auslösen.

Richtiges Auftragen
Ist einmal das ideale Produkt gekauft geworden, sollte bei der Anwendung auch einiges beachtet werden. Nicht empfehlenswert ist, mit dem Finger in den Make-up-Tiegel zu greifen, da viele Bakterien hinein gelangen können. Das verkürzt die Haltbarkeit des Produktes auf bis zu sechs Wochen. Besser ist daher ein Holzspatel oder ein Schwämmchen, die die Creme viel hygienischer auftragen lassen. Jedoch unbedingt auch Spatel oder Schwamm regelmäßig wechseln!