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Inhalieren bei Schnupfen, Husten, Asthma & Erkältung: So geht's richtig!

Winterzeit ist Erkältungszeit. Viele Menschen haben verstopfte Nasen und greifen direkt zum Nasenspray. Dabei gibt es viele gute Alternativen; zum Beispiel das Inhalieren. Aber wie geht es richtig? Ätherische Öle, Kochsalz oder doch lieber Salbei? Wir klären auf!

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Inhalieren bei Schnupfen, Husten, Asthma & Erkältung: So geht's richtig!

Inhalieren tut bei einer Erkältung gut - aber wie geht es richtig?

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Erkältungen sind nervig. Schnupfen und Husten bekämpfen wir heutzutage deswegen am liebsten mit Medizin. Nasenspray und Hustentropfen werden aber oft zu voreilig benutzt. (und können süchtig machen!!! Wir haben mit einem Arzt darüber gesprochen.) Wir besinnen uns wieder auf die Tipps und Hausmittel von Großmutter: Wir inhalieren Dampf - gerne auch mit ätherischen Ölen. Großmutters Hausmittel hilft Husten zu lindern, verstopfte Schnupfennasen zu befreien und gereizte Schleimhäute zu befeuchten.

Hausmittel gegen Schnupfen: Das brauchst du zum Inhalieren

  • Schüssel oder Topf
  • warmes, nicht zu heißes Wasser
  • ein Handtuch
  • optional: Zusätze wie Kamillentee, Kochsalz oder ätherische Öle

Wie geht Inhalieren richtig?

Eigentlich ist es ganz einfach: Einfach einen Topf mit sehr warmen (nicht zu heißem) Wasser nehmen, den gewünschten Zusatz mit in das Gefäß geben, Kopf rein, Handtuch drüber und los geht's! Dann 20 Minuten unter dem Handtuch abschalten und entspannen. Aber aufgepasst: Halte etwa zwei handbreit Abstand zum Wasser. Sonst kann es sein, dass es eher gegenteiligen Effekt hat. Gegebenenfalls das ganze Prozedere bis zu drei Mal täglich wiederholen.

Wichtig ist es, beim Inhalieren tief und ruhig einzuatmen. Bei Schwindel liegt es vermutlich an zu schnellem oder tiefem Atmen. Husten während der Inhalation ist grundsätzlich normal. Bei Inhalation mit ätherischen Ölen sollte die Behandlung aber dann besser abgebrochen werden. Auch zu heißer Dampf kann für das Husten verantwortlich sein. Dann einfach noch einen Schuss kaltes Waser in das Wasser geben.

Inhalieren zu Hause: Inhalationsgerät oder Schüssel?

Die herkömmliche Variante mit warmen Dampf aus der Schüssel reicht eigentlich völlig. Das warme Wasser öffnet die Bronchien, Schleim kann abfließen - und darum geht es.

Dürfen Kinder und Babys inhalieren?

Die DIY-Variante birgt aber Risiken. Gerade bei Kindern passiert es schnell, dass der Topf umkippt, das Gesicht gar nah an das warme Wasser kommt und dadurch die Augen gereizt werden oder es im schlimmsten Fall zu Verbrühungen kommt. Wir empfehlen die traditionelle Art des Inhalierens erst ab dem sechsten Lebensjahr - und auch dann nur im Beisein eines Erwachsenen.

Wer auf Nummer sicher gehen will, greift deshalb am besten zum einem Inhalationsgerät. Dampfinhalatoren bekommt man in der Apotheke oder im Elektrofachhandel - und zwar relativ günstig! Dank des Mund-Nasen-Aufsatzes werden gezielt die Schleimhäute im oberen Atemtrakt befeuchtet und man muss sich keine Gedanken um Verbrühungen oder gereizte Augen machen. Positiver Nebeneffekt: Auch das Make-Up bleibt heil!

Inhalation: Eine Anleitung

Inhalieren: Kochsalz, Kamille oder ätherische Öle?

Wie schon oben erwähnt: Das wichtigste beim Inhalieren ist der warme Dampf selbst. Wer mag, kann etwas Kochsalz, Kamillen- oder Salbeitee hinzugeben. Salzmischungen gibt es günstig in fast jeder Apotheke fertig zu kaufen, handelsübliches Kochsalz (um die 9 Gramm auf einen Liter) tut es aber auch.

Inhalieren mit ätherischen Ölen

Aber auch ätherische Öle sind immer mehr im Kommen. Besonders zu empfehlen sind dabei Eukalyptus, Latschenkiefer, oder Fichtennadeln - diese ätherischen Öle helfen, festsitzenden Schleim aus den oberen Atemwegen zu lösen.
Wie man die ätherischen Öle am besten verwendet? Einfach drei bis sechs Tropfen ätherisches Öl auf einen Teelöffel Meersalz geben und in einem halben Liter Wasser lösen. Unbedingt gut verrühren und dann wie gewohnt Inhalieren. Bei Inhalationsgeräten am besten die Anwendungshinweise des jeweiligen Geräts beachten - rechne aber grundsätzlich mit durchschnittlichen zwei Tröpfchen gemischt mit einer Kochsalzlösung

Vorsicht bei ätherischen Ölen

Aber Vorsicht: Nicht für jeden ist die Inhalation mit ätherischen Ölen geeignet. Für Menschen mit Asthma ist sie tabu, da ätherische Öle die Atemwege irritieren können und so für einen Asthmaanfall sorgen können. Ähnliches gilt für Babys und Kinder: Ätherische Öle bewähren sich zwar beim Einreiben auf Rücken oder Brust, Inhalationen mit ätherischen Ölen können aber zu Atmenot führen. Gewisse Bestandteile der ätherischen Öle reizen im Bereich Nase, Mund und Rachen Kleinkinder zu sehr. Besonders bei Eukalyptus, Majoran, Menthol und Rosmarin ist Vorsicht geboten. Gerade bei Kinder empfehlen wir deshalb, nur mit Kamillentee oder warmen Wasser zu inhalieren.

Ansonsten gilt: Beschwerden, die nicht von selbst abklingen, sei es zäher Husten oder eine verstopfte Nase, sollte früher oder später ein Arzt abklären. Irgendwann kommen die Hausmittel nämlich auch an ihre Grenzen. In diesem Sinne: Gesundheit!