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Richtig Pause machen in der Arbeit

Wer gut arbeiten will, muss sich auch gut erholen. Doch wir gönnen uns zu wenige und zu schlechte Auszeiten. Wir haben sechs Tipps, wie Sie von nun an wieder Energie tanken!


Richtig Pause machen in der Arbeit
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Mal ehrlich: Wie oft haben Sie heute während Ihrer Arbeit pausiert? Haben Sie sich zu Mittag Zeit fürs Essen genommen? Oder wie so oft und viele andere schnell ein Weckerl hinuntergeschlungen, während Sie Ihre E-Mails gecheckt haben und für Geschäftspartner via Smartphone erreichbar waren? Ständige Erreichbarkeit, Leistungsdruck und die Sorge, nicht fleißig genug zu wirken: All das hat viele von uns verlernen lassen, sich auch die notwendige Erholung zu gönnen. Laut aktueller Umfrage ( www.karriere.at ) unterbrechen nur magere 30 Prozent der Österreicher ihre Tätigkeit für eine Mittags-Auszeit, von kleinen Pausen ganz zu schweigen. Zehn Prozent arbeiten überhaupt durch.

Pause bringt’s!

Dabei fördern erholsame Arbeitsunterbrechungen nicht nur die eigene Gesundheit, sondern steigern auch Motivation und Leistungsfähigkeit – und damit die Produktivität des Unternehmens. „Wenn man gewisse Arbeiten stundenlang ununterbrochen ausführt, können sie körperliche und geistige Funktionen beeinträchtigen“, so die Arbeitsmedizinerin Eva Höltl. „Man erschöpft sich, die Konzentration lässt nach, die Fehlerquote steigt.“

Individuell gestalten.

Kein Wunder, schließlich ist unser Organismus auf den Wechsel von An- und Entspannung programmiert. Auf Phasen intensiver körperlicher oder geistiger Beanspruchung sollten also regelmäßig Zeiträume folgen, in denen Erholung oder zumindest ein Belastungswechsel möglich ist. Wann, wie oft und wie lange die Auszeit erfolgt, sollten Sie selbst flexibel und eigenständig bestimmen. Höltl: „Kontrolle über eigenes Tun ist nachweislich gesundheitsfördernd.“ Pausengestaltung und -bedarf sind natürlich stark abhängig von der Art der Tätigkeit, prinzipiell sollte sie aber ausgleichend wirken …

TRAGEN SIE DIE MITTAGSPAUSE IM KALENDER EIN!
Fixtermin. Um nicht zwischen Zeitung-, Mail-Lesen und Telefonkonferenz einen ungesunden Snack zu mampfen, blockieren Sie zumindest 30 Minuten für eine Mittagspause. Tipp: Tragen Sie diesen Termin in Ihren Kalender ein, dann findet er auch statt.

VERABREDEN SIE SICH.
Treffen. Wenn Sie mit Kollegen oder Geschäftspartnern verabredet sind, bleibt Ihnen nichts anderes übrig – Sie müssen Ihre Arbeit unterbrechen.

REIHEN SIE NICHT ALLES NAHTLOS ANEINANDER.
Durchatmen. Planen Sie zwischen Terminen entsprechende Abstände ein. Nutzen Sie diese zum Durchatmen, Neuorientieren, Sortieren – und starten Sie danach mit Kreativität in die nächste Besprechung.

SCHLIESSEN SIE AUCH MAL DIE AUGEN.
Nickerchen. In den USA und Japan ist Powernapping bereits akzeptiert und wird sogar von den Unternehmen gefördert. Nachdem bei uns die Akzeptanz für ein Schläfchen im Bürosessel noch fehlt, machen Sie’s unauffälliger: Kopfhörer auf die Ohren, Musik an, Augen zu. Gleicher Effekt, mehr Verständnis vom Chef.

BEWEGEN SIE SICH WEG VOM ARBEITSPLATZ.
Ausgleich. Wenn es im Betrieb hektisch zugeht, empfiehlt sich ein Moment der Ruhe – also hinsetzen, Gedanken fünf Minuten lang schweifen lassen. Wer dagegen viel vorm Bildschirm arbeitet, muss auch mal aufstehen und eine Runde an der frischen Luft drehen oder kleine Turnübungen im Stiegenhaus machen: Schultern kreisen, Beine bewegen.

LÖSEN SIE IHREN BLICK VOM BILDSCHIRM.
Abschalten. Hier gilt: Nach einer Stunde Computerarbeit muss eine zehnminütige Pause folgen, vor allem für die Augen. Tipp: Handflächen aneinanderreiben, bis sie warm werden, dann damit die Augenhöhlen bedecken, das entspannt die Gesichtsmuskeln. Beim Nachdenken Augen schließen, das befeuchtet die oft trockenen Sehorgane. Und kleben Sie ein Post-it mit einem aufgemalten Auge an den Bildschirmrand, das erinnert Sie ans Blinzeln, wodurch Ihre Augen gut befeuchtet werden!

Redaktion: Petra Mühr