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Wie schnäuzt man sich richtig?

Hätten Sie es gewusst? Beim Schnäuzen kann man viel falsch und auch viel richtig machen. So putzen Sie die Nase, ohne die Ohren zu belasten.


Wie schnäuzt man sich richtig?
© Imgorthand - iStock

Schnupfen ist die Reaktion auf eine entzündete Nasenschleimhaut, die bei kaltem Wetter besonders oft entsteht: Dann sind die feinen Flimmerhärchen in der Nase in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, wodurch sich Krankheitserreger schneller ansiedeln können. Hat man sich eine reine Virusinfektion zugezogen, ist das Sekret meistens klar und flüssig, lassen sich zusätzlich Bakterien auf der bereits geschwächten Nasenschleimhaut nieder, wird das Sekret zäher, was das Schnäuzen meist erschwert.

Nasenspray hilft schnell

Ein Nasenspray schafft schnelle Abhilfe bei einer verstopften Nase. „Bis zu dreimal täglich und maximal sieben Tage lang kann und soll der Spray verwendet werden“, sagt HNO-Arzt Dr. Christoph Brand aus Wien, „Dazu zuerst schnäuzen und dann den Spray in jedes Nasenloch einsprühen, wobei der Sprühaufsatz etwas schräg nach außen gehalten werden soll. So werden auch die Nebenhöhlen erreicht.“ Anschließend 15 Minuten warten, dann ist die Nase beim Schnäuzen frei. „Vermeiden Sie zu viel Druck, der etwa bei einem trompetenartigen Geräusch während des Schnäuzens aufgebaut wird“, so Dr. Brand weiter, „Halten Sie stattdessen abwechselnd ein Nasenloch zu und blasen Sie das Sekret langsam aus der Nase aus.“ Um die Ohren nicht zu stark zu belasten, hilft auch ein etappenartiges Schnäuzen mit kurzen Pausen im Stakkato-Stil.

Aufziehen anstatt Schnäuzen wird ebenso oft von Medizinern empfohlen – auch wenn das freilich nicht salonfähig ist: „Dabei dringt das Sekret nicht so stark in die Ohren ein, weil die Tube – also die Verbindung zwischen Mittelohr und Nasenrachen – beim Aufziehen eher geschlossen ist“, sagt Dr. Brand, „Wird das Sekret anschließend geschluckt, werden die Bakterien von der Magensäure abgetötet.“

Salben verwenden

Gerade wenn der Schnupfen schon länger andauert, werden oft aufgeriebene Hautstellen um und Schleimhautstellen in der Nase zum schmerzhaften Problem und können die Nase zusätzlich verlegen. „In diesem Fall können Sie pflegende Nasencremes und Nasensalben verwenden, um die Reizung reduzieren“, sagt Dr. Brand.

Taschentücher in den Müll

Um Ansteckungsgefahr zu vermeiden, sollten nach jedem Schnäuzen die Hände gewaschen und auch mit den gebrauchten Taschentüchern ein sorgsamer Umgang gepflegt werden. Dr. Brand: „Sammeln Sie diese nicht im Papierkorb an, sondern werfen Sie jedes Tuch nach Gebrauch gleich in das WC!“


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