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Die richtige Ernährung bei PCO-Syndrom

Viele Frauen leiden an PCO und nehmen dafür die Pille. Doch in vielen Fällen lässt sich die Erkrankung durch die richtige Ernährung in den Griff bekommen.

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Die richtige Ernährung bei PCO-Syndrom

PCOS und die richtige Ernährung

© istockphoto.com

Polyzystisches Ovarialsyndrom ist eine der häufigsten Hormonstörungen bei Frauen im gebärfähigen Alter. In Österreich sind mehr als 100.000 Frauen betroffen und doch wird die Erkrankung erst viel zu spät diagnostiziert. In den meisten Fällen erst dann, wenn Frauen einen Kinderwunsch haben, aber nicht schwanger werden.

Die Ursachen für PCO sind bis heute noch unklar. Man geht von einer Kombination aus genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen aus. Erwiesen ist jedoch, dass angesammeltes Bauchfett (vor allem bei übergewichtigen Frauen) und ein erhöhter Insulinspiegel das PCO-Syndrom begünstigen können.

Frauen, die unter PCO leiden, haben oft zu viele männliche Geschlechtshormone im Blut, welche die Eizellreifung und den Eisprung behindern. Dadurch kommt es seltener zu einer Regelblutung. Andere Symptome sind auch Akne und Hautunreinheiten, insbesondere im Kinnbereich und vermehrte Behaarung am ganzen Körper.

Wir wird PCOS behandelt?

Klassisch wird PCO durch das Einnehmen der Pille behandelt. Doch dadurch werden nur die Krankheitssymptome unterdrückt und sobald die Pille wieder abgesetzt wird, ist der Körper wieder vollkommen aus dem Gleichgewicht. Frauen, die einen Kinderwunsch haben, können zusätzlich Hormone einnehmen, die eine Eizellreifung und einen Eisprung erzwingen. Doch oftmals lässt sich PCOS auch schon durch viel Sport und eine gesunde und ausgewogene Ernährung in den Griff bekommen.

Was sollte man bei PCOS essen und was nicht?

Gute Lebensmittel

1

Gesunde Fette
Fette sind wichtig für die Hormonproduktion, daher sollte man ausreichend gesunde Fette zu sich nehmen. Avocado, Oliven- und Kokosnussöl gehören zu den gesunden Fetten. Avocado enthält sogar Vitamin E, welches die Progesteronbildung anregt. Also sehr gut bei PCO.

2

B-Vitamine
B-Vitamine sind besonders wichtig, um den Zucker- und Fettstoffwechsel anzuregen. Außerdem sind sie auch für die Schilddrüse essentiell, da diese für den Gleichgewicht der Hormone sorgen. B-Vitamine sind in Blattspinat, Pilzen, Fisch und Huhn drinnen. Man kann aber auch zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

3

Omega-3 Fettsäuren
Wer weder vegan noch vegetarisch lebt, sollte darauf achten Fleisch von Weidetieren zu kaufen, da sie viel gutes Protein und Omega-3 Fettsäuren enthalten. Das bedeutet konkret darauf zu achten, woher die Nahrungsmittel kommen. Omega-3 Fettsäuren sind aber auch in Lein-, Walnuss, Raps- und Perillaöl, sowie in Leinsamen und Walnüssen enthalten.

4

Vitamin A
Vitamin A ist ebenfalls sehr wichtig bei der Behandlung von PCO, da es aktiv für die Fortpflanzung (Spermatogenese, Oogenese, Plazentaentwicklung, Embryonalentwicklung) verantwortlich ist. Vitamin A ist vor allem in Grünkohl, Spinat, Karotten, Eier, Süßkartoffeln, Brokkoli, Eiern und Thunfisch enthalten.

Schlechte Lebensmittel

1

verarbeitete Lebensmittel
Nicht nur PCO-Patientinnen, sondern jeder Mensch sollte grundsätzlich keine verarbeiteten Produkte essen. Das bedeutet konkret keine Fertiggerichte, da sie eine riesige und sehr intransparente Zutatenliste haben. Darunter befinden sich nicht nur viele Stoffe, die für jeden ungesund sind, sondern auch sehr viel Zucker, der vor allem für PCO-Patientinnen sehr schlecht ist.

2

Zucker
Zucker ist für PCO-Patientinnen Gift, da es das Insulin in die Höhe schnellen lässt. Insulin wiederum regt die Produktion von männlichen Hormonen (Testosteron) an, was das Übel an der Ganzen Krankheit ist. Also Zucker so gut es geht reduzieren.

3

Getreide
Getreide ist wie Zucker für PCO-Patientinnen sehr ungesund. Nicht nur enthalten viele Pasta und Brotsorten zusätzlich Zucker, das Klebereiweiß Gluten verursacht Schäden im Magen und Darm. Außerdem binden sich viele in Getreide enthaltenen Stoff an anderen Vitaminen und Mineralstoffen, sodass sie vom Körper nicht mehr aufgenommen und weiterverarbeitet werden können.

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Milchprodukte
Ob sich Milchprodukte auf PCO auswirken oder nicht, ist noch unklar. Jedoch sind in diesen Produkten sehr viele Hormone enthalten, die in erster Linie Hautunreinheiten und Akne begünstigen. Wer PCO-bedingt Akne hat, sollte probieren Milchprodukte wegzulassen.