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Ein Tag in der Goldschmiederei

Ein Ring sie zu binden... Die WOMAN-Redakteurinnen Melanie Zingl und Katharina Domiter versuchten sich einen Tag lang als Goldschmiedinnen. Ihr Bericht:

von

Melanie Zingl und Katharina Domiter beim Goldschmieden

Nach fünf Stunden Arbeit: Unsere Schuckstücke!

© Felicitas Matern

Meistens kommen verliebte Pärchen ins Atelier von Elke Naske. Um ihrer Liebe ein ganz persönliches Zeichen zu setzen. Dann schmieden die Paare fleißig an ihren eigenen, individuellen Schmuckstücken. Bis der Richtige auf der Matte steht, wollen sich unsere Redakteurinnen Kathi Domiter und Melanie Zingl aber nicht gedulden. Und treffen sich mit der Goldschmieden um sich selbst einen Ring anzufertigen. Ganz ohne Bauchkribbeln, weiche Knie und Herzerl in den Augen. Aber mit mindestens genauso viel Vorfreude und Motivation. Was es werden soll ist auch schon klar: Ein schlichter Silberring mit einem eingravierten Spruch... Ob sich das Schmuckstück am Ende des Tages auch als solches erkennen lässt?

Im Atelier wartet Goldschmiedin Elke auf die beiden. Und schon geht’s los! Zuerst wird das Material zugerichtet: Pro Ring müssen Melanie und Kathi einen Silberstreifen in der richtigen Breite und Dicke sägen. Genauigkeit hat hier oberste Priorität! Dann wird das Material erhitzt und zu einer Ringform gebogen. (Huch, mit dem Bunzenbrenner hätten sie sich fast die Haare abgefackelt! ) Mit ein bisschen Hilfe hat dann aber doch alles ganz gut und ohne Verletzungen geklappt.

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Melanie Zingl und Katharina Domiter beim Goldschmieden
Damit der Ring auch gut am Finger sitzt, müssen gewissenhaft Breite und Dicke ausgemessen werden.
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Melanie Zingl und Katharina Domiter beim Goldschmieden
Kathi sägt den Silberstreifen auf die richtige Länge zurecht.
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Melanie Zingl und Katharina Domiter beim Goldschmieden
Mit einer Zange wird der Silberstreifen zu einem Ring gebogen. Sieht ja schon ganz gut aus!
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Melanie Zingl und Katharina Domiter beim Goldschmieden
Damit auch alles zusammenhält, müssen die Enden zusammengelötet werden. Kathi ist ganz in ihrem Element. Sie liebt es, mit dem Feuer zu spielen!

Anschließend werden die Enden mit einem Bindedraht umwickelt. Damit alles hält, wird der Draht gelötet. Nachdem der Ring ausgekühlt ist, wird er in Säure abgekocht, mit Wasser abgespült und das überschüssige Lot wird entfernt. Ganz schön viel Arbeit, aber immerhin: Mit viel Fantasie kann man sich vorstellen, dass daraus mal ein edler Ring werden soll.

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Melanie Zingl und Katharina Domiter beim Goldschmieden
Wenn die Ringe erstmal abgekühlt sind, werden sie in Form gefeilt.
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Melanie Zingl und Katharina Domiter beim Goldschmieden
Jetzt geht’s ans Eingemachte! Die Buchstaben werden fein säuberlich in den Ring gestanzt. Bevor noch was schiefgeht, übernimmt Profi Elke …

Weiter geht’s für die beiden Neo-Designerinnen: Es wird gefeilt, geschmirgelt und poliert, was das Zeug hält. Erst dann dürfen die beiden ihren ganz persönlichen Text in den Ring einschlagen. Melanie versucht sich an den ersten beiden Buchstaben (nachdem sie sich eine Viertelstunde lang nicht zuzuschlagen getraut hat! ) und überlässt das Ganze dann doch lieber dem Profi. Sie selbst übt sich als Assistentin beim Zureichen der richtigen Letter. Zu groß ist die Angst, etwas zu vermurksen. Kathi ist etwas wagemutiger und davon überzeugt, alles selbst zu machen. Ein Fehler, wie sich herausstellen wird! Schon beim dritten Buchstaben kommt sie ab und schlägt das “U” versehentlich an einer falschen Stelle ein.

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Melanie Zingl und Katharina Domiter beim Goldschmieden
Um dem Ring einen schönen Glanz zu verleihen, heißt’s brav Polieren und Feilen.
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Melanie Zingl und Katharina Domiter beim Goldschmieden
Zum Schluss wird der Ring auch noch innen gesäubert und fertig sind die edlen Schmuckstücke.

Elke schafft es aber den Hysterieanfall abzuwenden und feilt den Fehlschlag gekonnt weg. Und übernimmt auch gleich den Rest der Arbeit. Nur ein paar Minuten später (nach cirka fünf Stunden Arbeit) halten Melanie und Kathi ihr fertiges und ganz persönliches Schmuckstück in den Händen!

Fazit des Ausflugs in die Goldschmiederei: Ohne Kreativität und Konzentration, Genauigkeit und Geduld geht hier gar nichts! Dafür wird man zum Schluss mit einem einmaligen Schmuckstück belohnt!

Kontakt & Preis: www.goldkunst.at, 180,- Euro

Thema: Schmuck

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