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Rissige Lippen: Die Dos und Don'ts

Rissige Lippen sind weder angenehm noch sexy. Was schnell dagegen hilft - und warum du deinen Lippenbalsam zukünftig sparsamer einsetzen solltest.

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Rissige Lippen: Die Dos und Don'ts
© Instagram/GipsyOne

Kaum wird das Wetter kälter, geht es auch schon los: Trockene Lippen, rissige Mundwinkel. Logisch: Die kalte Luft entzieht der Haut ihre Feuchtigkeit, auch die Heizungsluft wirkt sich negativ aus. Was hilft? Der Griff zum Lippenbalsam. Aber ist das auch die richtige Lösung?

Trockene Lippen: Macht Labello süchtig?

Immer wieder macht das Gerücht die Runde, dass ein "Labello" (hier die DIY-Variante) oder andere Lippenpflegeprodukte regelrecht süchtig machen können. Das ist natürlich Quatsch. Denn in Lippenpflegestiften sind keine Inhaltsstoffe, die zu einer Abhängigkeit führen.

Es gibt aber eine Art Gewöhnungseffekt. Die Haut stellt die eigene Talgproduktion ein, da von außen genug Fett kommt. Wenn das plötzlich ausbleibt, versorgen sich die Lippen nicht mehr selbst - besonders, wenn man oft und viel schmiert.

Auch Inhaltsstoffe wie synthetische Wachse, Alkohol, Mentol und Farbstoffe können problematisch sein, da sie die natürliche Schutzschicht der Haut angreifen. Tipp: Ab und zu eine mehrere Wochen andauernde Pause von den Pflegestiften machen, damit der Gewöhnungseffekt abklingt.

Rissige Lippen: Welche Hausmittel helfen?

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WASSER TRINKEN. Der Schlüssel für eine gut durchfeuchtete Haut ist viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wenn du täglich zwei oder mehr Liter Wasser trinkst, wirkt sich das auch auf deine trockenen und rissigen Lippen positiv aus.

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SONNENSCHUTZ VERWENDEN. Deine Lippen können genauso durch UV-Einstrahlung altern, verbrennen oder Hautkrebs bekommen wie der Rest deiner Haut. Versorge sie deshalb genauso mit UV-Schutz. Übrigens: SPF-Produkte mit Zink oder Titan sind dem chemischen Oxybenzon vorzuziehen.

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PEELING MIT ZUCKER. Du möchtest deine trockenen Lippen peelen? Dann mische bitte etwas Honig mit Zucker, sodass eine cremige Paste entsteht. Mit der rubbelst du nun deine Lippen. Warum? Zucker bindet die Feuchtigkeit, Honig wirkt entzündungshemmend.

Video: So gelingt das Zucker-Honig-Peeling:

© Video: WOMAN
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BALSAM AUS DER NATUR. Wenn deine rissigen Lippen bereits schmerzen, dann trage in der Nacht einen Balsam auf. Aber kein fertiges Produkt, sondern beispielsweise Kokosfett, das du sanft aufmassierst. Auch Mandelöl eignet sich als Lippenbalsam.

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ACHTE AUF DIE LIPPENRÄNDER. Auch der Randbereich deiner Lippen verdient Liebe. Oft springen die trockenen Lippen genau hier, man sollte ihn also nicht ignorieren. Es sieht zwar nicht wahnsinnig sauber aus, wenn du das Fett über deine natürliche Lippenlinie hinaus cremst – aber es wirkt Wunder.

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ERNÄHRE DICH ANDERS. Rissige und trockene Lippen können ein Hinweis auf eine unzureichende Ernährung sein. Besonders Eisen-, Zink, Vitamin-B2- und Vitamin-C Mangel können zu den unangenehmen Schmerzen führen. Versuche daher, vitaminreiche Nahrungsmittel zu dir zu nehmen. Für eine ausreichende Vitamin-B und Eisenzufuhr eignen sich beispielsweise verschiedene Arten von Blattgemüse, mageres Fleisch oder auch Eier.

Was du bei rissigen Lippen auf keinen Fall machen solltest!

Lecke auf keinen Fall über deine rissigen Lippen, auch wenn es verlockend scheint, die trockenen Stellen mit Speichel zu befeuchten. Dieser jedoch ist für die Zersetzung von Essen gedacht – weshalb er deine Lippen nur noch mehr austrocknet und das Problem verstärkt.

Solltest du neben trockenen Lippen und eingerissen Mundwinkeln zusätzlich an Sprach- und Schluckstörungen oder Geschmacksveränderungen leiden, dann lass dich bitte beim Arzt untersuchen. Denn dies können Symptome für das so genannte "Sjögren-Syndrom" sein, eine Autoimmunerkrankung, bei der die Speicheldrüsen zerstört werden. Am häufigsten tritt das Problem bei Frauen und nach den Wechseljahren auf.

Themen: Lippen, Pflege