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Roadtrip durch Istrien: WOMAN-Redakteurin Sophia Czerny berichtet ihre Erlebnisse

Bilderbuchstädte, Traumstrände, Gourmetlokale & unberührte Landschaft – Kroatiens größte Halbinsel bietet jedem alles. Und das nur ein paar Autostunden entfernt!

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Roadtrip durch Istrien: WOMAN-Redakteurin Sophia Czerny berichtet ihre Erlebnisse
© Corbis

Vulkanwolken können ziemlich nerven – vor allem, wenn man sich auf ein paar Tage Sommer im Frühling freut, aber keine Ahnung hat, ob der Flieger Richtung Süden tatsächlich abheben wird. Aus diesem Grund habe ich mich für ein Wochenende im Norden Kroatiens entschieden. In autotauglicher Distanz befindet sich hier nämlich die größte und abwechslungsreichste Halbinsel der nördlichen Adria – Istrien! Meinen Roadtrip beschränke ich vor Ort auf die 200 Kilometer lange Westküste und das unmittelbare Hinterland – wegen der schönen Strände, der hübschen Dörfer und wegen der Olivenbäume, die ein großartiges Öl liefern und denen Istrien auch seinen Ruf als lohnenswertes Feinschmeckerziel verdankt...

Umag
Fenster auf und Meeresluft genießen – so lautet mein Motto nach fünfeinhalb Stunden Autofahrt (von Wien)! Ich habe mein erstes Ziel erreicht: Umag, die Stadt mit den blühenden Gärten, schattigen Palmen, alten Steinhäusern, kleinen Gassen und der größten Tennisplatzdichte im ganzen Mittelmeerraum. Jeden Sommer findet hier ein berühmtes ATP-Turnier statt. Doch keine Angst – wer keine Lust hat, den Schläger zu schwingen, wird hier auch glücklich. Beim Joggen, Biken oder Rollerbladen auf der Promenade zum Beispiel. Oder beim Einfach-nur-Zuschauen – so wie ich es einen ganzen Nachmittag lang tue. Abends zieht es mich dann zur Konoba Astarea , einem landestypischen Restaurant, wo alle Speisen im offenen Ofen zubereitet werden und Nino, der Besitzer, einen mit jeder Menge guter Tipps und erstklassigen heimischen Weinen versorgt.

Groznjan & Novigrad
Der nächste Morgen: Gleich in der Früh peile ich das Landesinnere an und fahre ins 30 Minuten entfernte Künstlerdorf Groznjan. In den wunderschönen Kalksteinbauten des Örtchens gibt es kleine Shops, wo man traditionelles und modernes Kunsthandwerk, aber auch regionale Delikatessen als Mitbringsel kaufen kann. Im Sommer finden außerdem klassische Konzerte statt. Nachdem ich mich mit handgefertigtem Schmuck neu „eingekleidet“ habe, fahre ich nachmittags weiter nach Novigrad.

Die Hafenstadt ist bis heute von ihrer Vergangenheit als Seefahrermetropole geprägt. Besonders eindrucksvoll wird das im k. u. k. Marinemuseum Gallerion sichtbar. Der Besuch lohnt sich – auch für Landratten! Tipp für den Abend: In der Konoba Cok gibt es das köstlichste Risotto der ganzen Stadt.

Kaštelir & Rovinj
Obrad Kocijancic ist ein schrulliges Kerlchen: Der Öl- und Weinbauer aus Kaštelir sieht zwar etwas grantig aus, ist aber ein absoluter Kenner und Könner auf seinem Gebiet. „Ein hochqualitatives Olivenöl muss einen scharfen, pfeffrigen Abgang haben – nur dann ist es auch wirklich gut!“, schwärmt er und blüht bei seiner Ölverkostung richtig auf. Von seinem Hof in Kaštelir geht es am nächsten Tag weiter nach Rovinj. Der Blick auf die direkt ans Wasser grenzende Altstadt ist schon von weitem ein Traum, aus dem man auch nicht erwacht, wenn man wenig später durch den Ort schlendert: hübsche Cafés, nette Shops, Blumen in den Fenstern und Fischer, die am Hafen ihre Netze flicken – so sieht der Süden sonst nur noch in alten Heimatfilmen aus...

Fazana & Brioni-Inseln
Der letzte Programmpunkt ist ein absolutes Highlight: die Brioni-Inseln! Stündlich legt vom Hafen Fazanas die Fähre zur größten Insel, Veliki Brijun, ab. Wenn man nach zehn Minuten Fahrt die Insel betritt, ist man in einer anderen Welt: keine Autos, kristallklares Wasser, grüne Wiesen, so weit das Auge reicht. Golfer schlagen hier neben wild lebenden, aber fast handzahmen Hirschen ab, Tennis wird im Schatten der ältesten Olivenbäume Kroatiens gespielt, und Spaziergänger können im inseleigenen Safari-Park Zebras streicheln oder Elefanten beobachten! Brioni, das ist eine sagenhaft andere Welt, von der sich schon Hollywoodstars wie Elizabeth Taylor, Steven Spielberg oder Sophia Loren verzaubern ließen. Einziges Manko: Die Hotels auf der Insel sind leider etwas hintennach und erinnern noch heute an kommunistische Zeiten. Gewohnt wird also besser auf dem Festland. Und dort am besten im Hotel Villetta Phasiana in Fazana! Die Drei-Sterne-Herberge befindet sich mitten im Ort, nicht weit entfernt von der legendären Sardellen-Straße. Wie der Name schon verrät, werden in den Restaurants entlang dieser Gourmetmeile Sardellen auf sämtliche bekannten (und einige unbekannte) Arten zubereitet. Der perfekte Ort also, um ein wunderschönes Wochenende geschmackvoll ausklingen zu lassen.

Thema: City-Trips

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