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Rollentausch: Wenn Papa daheim bleibt

Wie Väter die Karenz erleben, was ihnen schwer fällt und warum es nur wenige Vollzeit-Papas gibt. Die WOMAN-Reportage.


Rollentausch: Wenn Papa daheim bleibt
© Jagendorfer

Klar, es hat auch vor fünfzig Jahren schon Väter gegeben, die abends nach getaner Arbeit und an Wochenenden ihre Kinder selbstverständlich geschaukelt, gewickelt, getröstet und auch gefüttert haben. Und manch mutiger Mann hat sich sogar damals schon getraut, den Kinderwagen zu schieben. Heute sind Väter, die nach der Erwerbsarbeit mithelfen, ihre Kinder zu versorgen, keine Ausnahmeerscheinung mehr. Die alleinige Verantwortung für Kinder und Haushalt überlassen viele Männer jedoch noch immer lieber ihren Frauen.

Fraglos halbe-halbe. Niemals käme Harald Horvath, 37, Ikea-Einrichtungsberater, auf die Idee, Haushalt und Tochter Maya Felice, 1, seiner Freundin Marion Großschädel, 32, allein zu überlassen. „Für uns beide war es immer schon selbstverständlich, dass wir uns die Arbeit und natürlich auch die Karenz teilen.“ Die Zeit zuhause wird Harald – „wenn es sich ausgeht“ – auch dazu nützen, sich weiterzubilden und einen Kurs an der Volkshochschule zu belegen. „Das Einzige, was mir haushaltsmäßig nicht so gut von der Hand geht, ist das Kochen. Meine Freundin ist eine leidenschaftliche Köchin, und ich hoffe, dass ich in meiner Karenzzeit einiges dazulerne.“

Ernüchternde Zahlen. Laut dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger sind derzeit in ganz Österreich 5.877 Männer und 168.185 Frauen in Karenz. Seit 1991 die Väterkarenz eingeführt wurde, pendelt der Anteil karenzierter Väter zwischen einem und zwei Prozent. Derzeitiger Männeranteil: knapp über drei Prozent.

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