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Rötungen im Gesicht: Was du gegen gerötete und unruhige Haut tun kannst

Wenn es draußen kalt ist, man nervös ist oder ein Glas Wein getrunken hat, kriegt jeder mal rote Wangen. Doch was, wenn die Rötung nicht mehr weggeht? Was du bei Rosazea & Couperose wirklich tun kannst!

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Rötungen im Gesicht: Was du gegen gerötete und unruhige Haut tun kannst
© iStock

Rote Wangen können viele Auslöser haben: Minusgrade, kalter Wind, sportliche Aktivität, Stress, Hektik oder auch Alkohol. Es gibt Menschen, die erröten leicht und andere, die müssen schon lange in der Kälte gestanden haben, bis sich ein bisschen Rot auf den Wangen zeigt. Doch der Grund ist bei allen derselbe.

Gerötete Haut: Warum bekommen wir rote Wangen?

Wenn wir rot werden, passiert das wegen der Durchblutung der Haut. Die Hautgefäße spielen dabei eine wichtige Rolle. Wenn sie verengt sind, kann man sie nicht sehen. Wenn es aber kalt ist und der Körper versucht, sich warmzuhalten, weiten sich die Blutgefäße, damit eine stärkere Versorgung aller Organe möglich ist. Und wenn die Blutgefäße geweitet sind, sind sie auch besser sichtbar. Vor allem hellhäutige Menschen scheinen deshalb leichter zu erröten.

Im Endeffekt reagiert der Körper in den verschiedensten Situationen mit einer höheren Blutversorgung, was dann zu einer sichtbaren Rötung führt. Zum Beispiel beim Sport oder wenn man Fieber hat. Auch Alkohol sorgt dafür, dass die Blutgefäße sich erweitern.

Fakt ist aber auch: Wir wollen nur an einer Stelle im Gesicht gerötet sein und schmieren uns dafür auch täglich Blush ins Gesicht, um den jugendlichen Glow zu erhalten: an den Wangen. Sobald aber auch Nase, Kind und Stirn betroffen ist, greifen wir zu Make-Up - zielführend ist das aber nicht... Wir verraten deshalb folgend, was du gegen den Prinz-Harry-Look tun kannst...

Sind die Rötungen in meinem Gesicht bedenklich?

An sich errötet jeder in den oben beschriebenen Situationen, nur ist es bei manchen Menschen sichtbarer als bei anderen. Dies liegt am Teint und an der Verfassung der Haut und Blutgefäße. Doch manchmal passiert es, dass die Rötungen eben nicht mehr weggehen. Wenn man also eine dauerhafte Rötung der Wangen oder des Gesichts bemerkt, sollte man die Hausärztin aufsuchen, denn dieses Symptom kann auch verschiedene Erkrankungen und Probleme hinweisen.

Rosazea

Eine der häufigsten Gründe für dauerhaft rote Haut ist die Hautkrankheit Rosazea. Dabei handelt es sich um eine chronische Krankheit, die in Schüben auftritt und nicht geheilt werden kann. Die Krankheit verläuft in mehreren Stadien und beginnt in der Regel ab dem 30. Lebensjahr. Besonders häufig sind blonde und rothaarige Menschen mit heller Haut betroffen.

Couperose

Im Frühstadium der Rosazea gehen die Rötungen nach einiger Zeit wieder weg. Dann spricht man von einer Couperose. Dabei klagen Betroffene über eine empfindliche und trockene Haut. Die Couperose kann erblich bedingt sein, aber auch durch übermäßigen Tabakkonsum, zu langes und häufiges Sonnenbaden, Bluthochdruck und eine Bindegewebsschwäche entstehen.

Rosazea: Späteres Stadium

Im späteren Stadium der Rosazea bleibt die Rötung dann länger bestehen. Und es können sich zusätzlich Eiterbläschen, Hautknötchen entwickeln, die einen starken Juckreiz auslösen.

Wie kann man Rosazea & Coupersoe behandeln?

Beide Syndrome lassen sich nicht heilen, aber man kann zumindest die Schübe ein wenig hinauszögern, wenn man sich an folgende Punkte hält...

Tipps: Das hilft bei geröteter Haut

  • Hoher Lichtschutzfaktor ist ein Muss! Die Haut reagiert extrem empfindlich auf Sonne und muss deshalb im Sommer und im Winter mit LSF geschützt werden!
  • Eher auf Cremes setzen, die vom Arzt empfohlen wurden. Außerdem auf Peelings verzichten und den Inhaltsstoff Alkohol in Kosmetik meiden.
  • Saunagänge sollte man lieber auslassen
  • Auch scharf gewürztes, Essen und ein hoher Alkoholkonsum können einen Schub triggern
  • Zu den persönlichen Auslösern kann zum Beispiel auch Stress zählen, deshalb sollte man versuchen, einen ausgeglichenen Alltag zu führen.

Jede Hautpflege, die entzündungshemmend ist, ist gut. Soforthilfen können selbstgemachte feuchte Umschläge sein, die mit schwarzem Tee, oder zum Beispiel Arnika getränkt sind. Auch kühlende Gelmasken können die Schwellungen zumindest kurzfristig lindern.

Wichtig ist, dass man schon bei den ersten Anzeichen zur Ärztin geht. Denn in manchen Fällen können medizinische Eingriffe Linderung verschaffen. Außerdem kann man so den Verlauf der Krankheit besser kontrollieren. Es ist immer wichtig, die Ursache zu behandeln. Bleibt die Rötung trotzdem bestehen, kann man zum "Überdecken" übergehen.

Rote Wangen richtig überschminken

Wer Rötungen mit Make-Up kaschieren möchte, muss zur Komplementärfarbe von Rot greifen: Grün. Grüne Concealer oder Cremes bilden eine gute Basis für weiteres Make-Up, denn das Grün neutralisiert die Rottöne. Man sollte aber nicht das ganze Gesicht mit grüner Farbe bestreichen, sondern nur jene Stellen, die betroffen sind.

Diese Methode funktioniert am besten, wenn man danach Foundation oder BB-Creme aufträgt. Dabei drauf achten, dass die Inhaltsstoffe die Haut nicht reizen. Ganz wichtig: Make-Up mit Lichtschutzfaktor wählen und im Sommer sogar eine doppelte Schicht auftragen - zuerst Sonnencreme, dann Make-Up mit Lichtschutzfaktor.