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Ein Klarinettist hat Schadensersatz bekommen, weil seine Ex-Freundin seine Karriere sabotiert hat

Klingt wie eine Hollywood-Tragikomödie, ist aber wirklich passiert: Weil sie seine Karriere so sabotiert hat, zeigte ein Klarinettist seine Ex-Freundin an - und gewann!

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© istockphoto.com

Wenn du diese Story gelesen hast, wirst du dir zweimal überlegen, ob du dein E-Mail-Passwort deiner frischen Liebe freiwillig überlassen wirst. Denn wie die Montreal Gazette berichtete, könnte diese Unachtsamkeit aus Liebe mit ein Grund dafür gewesen sein, dass Eric Abramovitz nicht die Karriere machen konnte, die ihm zugestanden hätte. Laut dem Bericht, habe ihn seine damalige Freundin auf fiese Weise hintergangen.

eric abramovitz
Eric Abramovitz als Teil der Toronto Symphony Orchestra

Eric Abramovitz spielte seit der Kindheit Klarinette. Deshalb wollte der Jungmusiker eine noch steilere Karriere einschlagen. Er bewarb sich für ein Stipendium am Colburn Konservatorium in Los Angeles, wo er unter dem Star-Klarinettisten Yehuda Gilad studieren wollte.

Die Bewerbung ging durch und laut dem Konservatorium sei Abramovitz sofort akzeptiert worden, doch diese Bestätigung sei nie bei dem Musiker angekommen. Ganz im Gegenteil: Er habe eine klare Absage von Gilad im E-Mail-Postfach gehabt, in der ihn der Klarinettist aufgefordert habe, mit eigenen finanziellen Mitteln nach Los Angeles zu kommen.

Abramovitz, der sich die hohen Studiengebühren nicht leisten konnte, bewarb sich dann auch an einer Schule in New York. Von dort bekam er aber ebenfalls eine Absage. Trotz der zwei Rückschläge machte Abramovitz die Universität in Montreal fertig und ging danach nach Los Angeles, um doch noch unter Gilad zu studieren. Jenen traf Abramovitz bei einem Vorspielen und es sei laut dem Musiker zu einer sehr schrägen Situation gekommen. Denn der Student habe vom Meister wissen wollen, warum er ihn abgewiesen hatte. Gilad wiederum hätte auf diese Frage verwirrt reagiert und gemeint, warum Abramovitz ihn abgewiesen hatte.

Aus Liebe belogen?

Laut dem Medienbericht habe der kanadische Student dann angefangen, genauer über die damalige Situation nachzudenken. Er und seine mittlerweile Exfreundin hätten zu jener Zeit gemeinsam gelebt und beide denselben Laptop benutzt. Angetrieben von Zweifel habe Abramovitz versucht, sich in jenen E-Mail-Account einzuloggen, von dem er die Gilad-Absage erhalten hatte. Dabei hätten sie ein Passwort benutzt, dass seine Exfreundin dem Musiker verraten hatte.

Mithilfe der Handynummer, die dem E-Mail-Account zugewiesen war, habe der Musiker beweisen können, dass die Exfreundin hinter den Absagen steckte. Abramovitz verklagte die Frau auf über 250.000 Euro wegen "Verlust der Bildung, Rufschädigung und Verlust von zwei Jahre Einkommen". Der Oberste Gerichtshof in Ontario entschied im Sinne von Abramovitz und legte sogar noch über 33.000 Euro wegen "der verheerenden Einmischung in die Karriere" des Musikers drauf.

Ob er die Zahlungen einkassieren würde, sei er sich nicht sicher, zumal seien Exfreundin ihn auf Social Media geblockt habe und er nicht wisse, wo sie sich zurzeit aufhält, so Abramovitz gegenüber den kanadischen Medien. Der Musiker spielt Klarinette im Nashville Symphony Orchestra und erhielt eine Position als Stellvertretender Soloklarinettist im Toronto Symphony Orchestra.

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