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Sage das nicht mehr ...

... und fühle dich freier. Viel zu oft boykottieren wir uns selbst. Damit ist jetzt allerdings Schluss! Finde heraus, mit welchen Sätzen du dir bislang im Weg gestanden bist, und streiche diese aus deinem Wortschatz.

von

Frau, glücklich
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Ohne ihn fühlt sich mein Leben leer an, meine Kinder lieben mich nicht wirklich – und sowieso würde es mir mit fünf Kilo weniger bessergehen. Hast du dich den einen oder anderen Satz schon mal sagen gehört? Dann bist du zu streng zu dir selbst! Drei Expertinnen sagen, warum du dir mit diesen Phrasen nichts Gutes tust und was du dir stattdessen lieber vorsagen solltest!

"In Beziehungen werde ich immer nur enttäuscht."

Dass andere Menschen uns verletzen, ist unvermeidbar – und prägt uns. Verliere dich nicht in negativen Verallgemeinerungen, sondern richte deinen Blick nach vorn. Denn: "Dein Glück hängt nicht von anderen ab. Sage dir Okay, was passiert ist, ist passiert. Ab heute werde ich dafür noch besser auf mich selbst achten", rät Coach Christine Edenstrasser (christineedenstrasser.com).

"Ich würde gern mit dem Rauchen aufhören, aber ich halte ja eh nicht durch."

"Wenn ich schon von vornherein davon überzeugt bin, es nicht zu schaffen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, tatsächlich zu scheitern. Die pessimistische Erwartungshaltung beeinflusst unsere Motivation und unser Verhalten", so Arbeitspsychologin Sigrid Sperrer (selbstwert.at). Sie empfiehlt, sich erreichbare Etappenziele zu setzen: "Nimm dir vor, den ganzen Tag über durchzuhalten. Am Abend fühlst du dich bestärkt, weiterzumachen."

"Mit fünf Kilo weniger geht es mir sicher besser."

Sich Ziele zu stecken, motiviert. Wir müssen nur aufpassen, dass wir uns nicht zu sehr in Zukunftsvisionen verlieren. Denn dann vergessen wir schnell darauf, den Moment auszukosten. Psychologin Michaela Forstik (relationshipwith.me) dazu: "Frage ehrlich, wie sehr dein Wohlbefinden wirklich davon abhängt, was die Waage sagt, und was du tun kannst, damit es dir auch ohne Gewichtskontrolle bessergeht." Umgib dich zum Beispiel lieber mit engen Freunden anstatt dich mit Figurproblemen aufzuhalten.

"Meine Kinder lieben mich nicht wirklich."

Wenn du dir das sagst, tust du vor allem eines: Du denkst in Problemen. Die Folgen: Traurigkeit und Resignation. Edenstrasser: "Schmolle nicht, das bringt dich nicht weiter. Rede mit deinen Kindern und sage ihnen ehrlich, wie du empfindest. Andere können nicht hellsehen."

"Ich muss perfekt sein und es allen recht machen, um andere zu beeindrucken."

Kurzfristig und auf den ersten Blick mag das vielleicht sogar stimmen. Dauerhaft erzeugt diese Einstellung allerdings nur Druck, und die eigenen Bedürfnisse bleiben auf der Strecke. "Viel hilfreicher ist es, sich auch mal Fehler zu erlauben und selbstbewusst dazu zu stehen. Das sorgt für echte Sympathiepunkte bei anderen", so Sperrer.

"Ich hab zu viel Schlechtes erlebt, um unbeschwert leben zu können."

Die Dinge, die du erlebt hast, machen dich zu dem Menschen, der du heute bist. Lass dich von der Vergangenheit nicht runterziehen. Forstik: "Werde aktiv und überlege dir, was du tun kannst, um dich freier zu fühlen."

"Andere können das viel besser als ich."

Ein klarer Fall von Selbstabwertung! "Höre auf, dein eigenes Potenzial schlechtzureden. Denke darüber nach, wofür du schon alles Lob bekommen hast, und beginne damit, dich selbst wertzuschätzen", empfiehlt Sperrer.

"Ohne ihn fühlt sich mein Leben leer an."

Zwei Menschen, die für einander geschaffen sind: Die Vorstellung ist romantisch und schön. Allerdings funktioniert das meist nur in Hollywood-Filmen. Paare kommen zusammen, trennen sich - und finden wieder neue Lieben. Forstik: "Lerne, loszulassen, wenn es dafür an der Zeit ist. Konzentriere dich auf dich, indem du dir selbst genügend Aufmerksamkeit schenkst."

"Jetzt ist noch nicht der richtige Zeitpunkt, eine Firma zu gründen."

"Wenn wir Dinge aufschieben und auf den vermeintlich perfekten Moment warten, tun wir das oft, weil wir Angst vor unserem eigenen Entschluss haben", weiß Psychologin Sperrer. Hinterfrage deine Bedenken und fange klein an: "Taste dich schrittweise an dein Unterfangen heran, und bleibe dran. Dann ergibt sich der richtige Augenblick quasi von selbst."

Thema: Psychologie

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