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Sauna oder Infrarot?

Schwitzkabinen sind eine Wohltat! Aber was ist besser? Die klassische Sauna oder doch die sanftere Infrarotkabine? Alle Infos für Sie!


Sauna oder Infrarot?

Aktuell gibt es in Österreich 989 Wellnesshotels. Das macht uns, auf die Fläche bezogen, kein anderes Land so schnell nach. Dementsprechend groß ist da auch die Auswahl an Wellnessbereichen und deren Ausstattung. Besonders Schwitz- und Wärmekabinen dürfen natürlich keinerorts fehlen. Aber was ist der Unterschied zwischen der klassischen Sauna und der Infrarotkabine? Für welche Variante soll ich mich entscheiden? Damit Ihnen die Wahl nicht zur Qual wird, haben wir alle Informationen zu diesem Thema zusammengefasst.

Sauna oder Infrarotkabine: Welche Variante ist besser?

1. Die Sauna:

Die klassische und altbekannte Variante ist natürlich die finnische Sauna. Sie fehlt in keinem Wellnesstempel, denn seit dem 20. Jahrhundert ist diese Art des Schwitzens in Zentraleuropa populär. Kein Wunder bei den vielfältigen Wirkungen.

Neben dem entspannenden Faktor erhöht sich der Herzschlag, die Durchblutung wird angekurbelt, die Haut wird wie bei einem Peeling gereinigt, der Körper entgiftet, und sogar Glückshormone werden ausgeschüttet. Aber das ist noch nicht alles. Durch die Abwechslung zwischen extremer Hitze (bei 80 und 100 Grad Celsius) und Kälte (ca. 14 Grad Celsius im Tauchbecken) wird der Körper ideal auf den Winter und große Temperaturunterschiede vorbereitet.

Das Infektionsrisiko verringert sich. Nicht so heiß und schonender geht es in der Biosauna zu. Sie erreicht eine Temperatur von 60 Grad Celsius. Dafür herrscht eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent. Gut für Menschen mit Kreislaufproblemen.

Saunieren im Überblick:

• Hohe Temperaturen
In der finnischen Sauna beträgt die Temperatur zwischen 80 und 100 Grad Celsius, in der Biosauna ca. 60 Grad.

• Schnelles Schwitzen
Hier wird der Körper von den hohen Außentemperaturen erhitzt, folglich fängt man schnell an zu schwitzen.

• Ohne Bekleidung
Unbekleidet sein ist ein absolutes Muss, damit es zu keinem Hitzestau im Körper kommt.

• Abkühlung
Nach der Sauna lautet die Regel: Kühlen Sie sich genauso lange ab, wie Sie in der Sauna verweilt haben. Zu Beginn an der frischen Luft (die Hitze entweicht über die Haut), dann geht’s ab ins Tauchbecken. Ruhepause nicht vergessen! Hier finden Sie Tipps für richtiges Saunieren.

• Sauna für zuhause.
Wer etwas mehr Platz hat, kann ab ca. € 3.500,-eine Sauna für eine Person sein Eigen nennen. Infos: www.klafs.at oder www.silgmann.com

2. Die Infrarotkabine:

Aber auch die Infrarotkabine findet immer mehr Verwendung in den heimischen Wellnessoasen. Sie wird zwischen 38 bis 50 Grad warm.

Der größte Unterschied zur Sauna ist: Der Körper wird nicht durch die Außentemperatur erhitzt, die Infrarotstrahlen erwärmen ihn langsam von innen heraus. Bei dieser sogenannten Tiefenwärme werden die Wassermoleküle im Körper in Schwingung versetzt. So werden Durchblutung, Stoffwechsel und Sauerstoffversorgung angeregt, und die Muskeln entspannen sich. Auch Rückenschmerzen werden gelindert.

Infrarotkabine im Überblick:

• Sanfte Temperaturen
In der Infrarot-Wärmekabine liegt die Temperatur zwischen 35 und maximal 50 Grad Celsius.

• Langsameres Schwitzen
Es kommt zu einer inneren Erwärmung des Körpers. Man schwitzt daher weniger schnell und stark.

• Mit Bekleidung
Badesachen oder Handtuch sind in der Infrarotkabine erlaubt, da die Temperatur nicht über 50 Grad Celsius steigt.

• Ruhen
Nach dem 20- bis 30-minütigen Aufenthalt in der Infrarotkabine sollten Sie einige Minuten entspannen. Anschließend sorgt eine lauwarme oder warme Dusche für zusätzliche Entspannung.

• Infrarot für daheim
Infrarotkabinen für eine Person passen auch in kleinere Badezimmer, ab € 2.000,- erhältlich. Infos: www.physiotherm.com . Infrarot ist sogar in der Dusche möglich: www.neher.at .

Die Gesundheitsaspekte im Vergleich

Abwehrkräfte stärken, Muskeln entspannen, entgiften: Richtiges Schwitzen bringt viele gesundheitliche Vorteile. Plus: Wer welche Art des Schwitzens bevorzugen sollte.

Sauna:

• Bei Temperaturen zwischen 80 und 100 Grad bzw. 60 Grad in der Biosauna kommen wir schnell ins Schwitzen. Die Körpertemperatur steigt leicht an, Muskeln entspannen sich, Herz und Kreislauf kommen in Schwung, der Körper wird entgiftet, und Glückshormone werden ausgeschüttet.

• Zu Beginn einer Erkältung kann ein Saunabesuch helfen. Die Biosauna ist aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit noch besser geeignet. Bei Entzündungen und Infektionen sollten Sie die Sauna nicht mehr besuchen.

• In der Sauna bringen Kräuteröle noch mehr Entspannung und Abwechslung ins Schwitzvergnügen. Egal ob zur Anregung, gegen Stress oder auch Konzentrationsanregung , für fast jede Stimmung ist ein Kraut gewachsen.

• Für wen ist die Sauna geeignet? Saunieren ist für jedes Alter geeignet. Früher wurden in Finnland sogar Geburten in der Sauna durchgeführt. Menschen mit Blutdruckproblemen und Venenproblemen sollten mildere Saunen bevorzugen.

Infrarot

• Der Körper wird durch die Infrarotstrahlen von innen erwärmt. Die Kabinentemperatur erreicht gerade mal 35 bis 50 Grad. Die Muskeln entspannen sich, Stress und Ruhelosigkeit verschwinden, und besonders Rücken- und Gelenksschmerzen lassen nach. Sogar der Cholesterinspiegel soll bei regelmäßiger Anwendung gesenkt werden.

• Hier gilt ebenfalls: Nur ganz zu Beginn einer Erkältung können zwei bis drei Sitzungen am Tag die Abwehrkräfte stärken und Viren sogar abtöten. Bei Fieber meiden!

• Bei Infrarot wirkt verschiedenfärbiges Licht zusätzlich auf Körper und Seele . Blau lässt Sie besser schlafen und regt den Stoffwechsel an. Rot hingegen wirkt anregend auf Herz und Kreislauf und fördert die Willenskraft.

Für wen ist Infrarot geeignet? Infrarotkabinen dürfen ebenfalls von Jung und Alt besucht werden, Sie sind aber besonders für hitzeempfindliche und kreislaufschwächere Menschen geeignet, weil die Temperatur maximal 50 Grad erreicht.

So schwitzen Sie richtig

Ob Sauna oder Infrarot - natürlich gibt es auch einige Regeln, um die volle Wirkung des Schwitzens auszunützen. Vor allem gilt: Nehmen Sie sich Zeit. Wenn Sie sich hetzen, ist die ganze Entspannung gleich wieder dahin. Zwei Stunden sollten Sie einplanen.

Da die Durchblutung angekurbelt wird, sind Alkohol und Zigaretten während der schweißtreibenden Entspannung selbstverständlich tabu. Vergessen Sie auf keinen Fall auf Flüssigkeit!

Trinken Sie davor und danach, bei der Sauna auch zwischen den Durchgängen, genügend Wasser oder ungesüßte Tees.

Für beide Varianten gilt auch: Nur Regelmäßigkeit bringt lang anhaltenden Erfolg. Bei der Sauna sollte es mindestens ein Besuch pro Woche mit zwei bis drei Saunagängen von jeweils acht bis fünfzehn Minuten sein.

Ganz wichtig ist außerdem, ohne Bekleidung in die Sauna zu gehen. Nur so funktioniert die Schweißabsonderung, und es kommt zu keinem Hitzestau. Bei der Infrarotkabine hingegen dürfen Sie mit Badekleidung oder einem Handtuch entspannen. Allerdings sind hier 20 bis 30 Minuten ein Muss. Auch hier sollten Sie sich mindestens einmal die Woche einen Aufenthalt gönnen, öfter ist natürlich auch erlaubt.

Grundsätzlich gilt: Hören Sie auf Ihren Körper, und entscheiden Sie selbst, wie oft Ihnen Sauna oder Infrarot guttun.

Unser Fazit:
Egal wofür Sie sich entscheiden, beide Schwitzkabinen wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, entgiften und stärken das Immunsystem. Am besten, Sie probieren beides aus und beobachten, welche Variante Ihrem Körper besser bekommt.

Abwechslung beim Wellnessvergnügen

Bei der Sauna wie bei der Infrarotkabine gibt es aber auch Möglichkeiten, mehr Abwechslung ins Wellnessvergnügen zu bringen.

Aromaöle in der Sauna beispielsweise lassen sie duften und wirken sich positiv auf den Körper aus. Mit Pfefferminzöl entspannen Muskeln noch tiefer - ideal nach dem Sportprogramm. Bergamotteöl hingegen wirkt beruhigend und löst Ängste und Spannungen.

In der Infrarotkabine bringen verschiedene Farblichter noch mehr Erholung und Glücksgefühle. Hierbei sollte aber darauf geachtet werden, pro Besuch nur eine Farbe zu verwenden, damit diese ihre volle Wirkung entfalten kann. Greifen Sie zu Grün, wenn Sie den Körper zusätzlich entgiften und Aggressionen vertreiben wollen. Bei gelbem Licht entspannen sich die Muskeln, und die Stimmung wird aufgehellt. Leider ist aber nicht jede Kabine mit diesen farbigen Lichtern ausgestattet.

Tipp: Beginnen Sie schon im Herbst mit dem Schwitzprogramm, damit Sie für die richtig kalte Zeit gut gewappnet sind.

Redaktion: Jasmin Altrock