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Schaufensterpuppe als HighTech-Spion

Realität und nicht Science Fiction: Schaufensterpuppen scannen vorbeibummelnde Shopper auf Alter, Geschlecht, Ethnie und Verweildauer vor dem Laden.


Schaufensterpuppe als HighTech-Spion
© Hersteller

Die Schaufensterpuppen-Hersteller Almax und Kee Square bringen "Big Brother" in die Läden. Denn ihre Figuren sind mit Kameras hinter den Augen ausgestattet – und fungieren nun als Spione im Dienste des Kunden-Monitorings.

Mittels Gesichtserkennung analysieren die Schaufensterpuppen die am Schaufenster vorbei flanierenden Shopper – und geben den Ladenbesitzern damit Aufschluss, welche Personen sich für ihr Angebot interessieren. Denn erfasst werden neben dem Geschlecht auch das ungefähre Alter, die Ethnie, die Anzahl der Personen sowie Uhrzeit und Verweildauer.

Die plastilinen Spione sind bereits in drei europäischen Ländern und den USA im Einsatz.

Wann – und ob – die Spionage-Puppen auch in österreichischen Geschäften zum Einsatz kommen, ist derzeit nicht bekannt.

Eingriff in die Privatsphäre

Dass die Kunden nun auch in der Realität beobachtet und kategorisiert werden, stellt für das deutsche Modeblog Modabot einen klaren Eingriff in die Privatsphäre der Kunden dar. Zwar werden angeblich nur anonymisierte Statistiken von den spionierenden Schaufensterpuppen erfasst, doch die Tatsache, dass das Mannequin auch helfen soll, Ladendiebe zu überführen, weist auf ein individuelles und notfalls einsehbares Scanning und Speicherung von Gesichtern hin.

Im Werbe-Video der Hersteller wird außerdem darauf hingewiesen, dass man durch die Puppe den Service der Mitarbeiter verbessern könne.

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