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Schauspielerin Elfriede Ott gestorben

Sie galt als Doyenne des Theaters in der Josefstadt - am Mittwoch ist Publikumsliebling Elfriede Ott im Alter von 94 Jahren, einen Tag nach ihrem Geburtstag, im Kreis der Familie verstorben.

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Schauspielerin Elfriede Ott gestorben
© News/Herrgott Ricardo

Aber nicht nur von der Bühne der Josefstadt kannte man Elfriede Ott - sie spielte bis zuletzt auch für das Kino. Aber auch als Kabarettistin; Sängerin und Regisseurin beätitigte sie sich. Erst am Dienstag feierte sie ihren 94. Geburtstag, kam aber noch am selben Tag ins Krankenhaus. Dort starb sie am Mittwoch im Kreis ihrer Familie an Altersschwäche, wie ihr Sohn Goran David Ott gegenüber "Wien heute" bestätigte.

Die gelernte Uhrmacherin Elfriede Ott kam am 11. Juni 1925 als Tochter eines Goldschmiedes in Wien zur Welt. Ihre Liebe zum Theater überwog trotz elterlicher Bedenken, und 1944 debütierte sie am Burgtheater in Gerhart Hauptmanns „Die goldene Harfe“. Ott spielte auch in Goethes „Stella“, in Grillparzers „Sappho“ oder in Shakespeares „Sommernachtstraum“.

Künstlerische Heimat in der Josefstadt

Im Theater an der Josefstadt fand sie ab 1958 ihre künstlerische Heimat und wurde zu einem der größten Publikumslieblinge überhaupt. Mit ihrem Lebensmensch Hans Weigel, mit dem sie bis zu seinem Tod 1991 liiert war, gründete sie auch die berühmten Festspiele "Nestroy auf Liechtenstein" in Maria Enzersdorf, deren Intendantin und Regisseurin sie bis zuletzt war. Seit 2001 ist Otts Adoptivsohn Goran David dort Co-Intendant und Produktionsleiter.

"Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott"

In ihrer ersten Kino-Rolle spielte sich Elfriede Ott übrigens selbst: Das war 2010 im Film "Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott" an der Seite von Michael Ostrowski. Regisseur Andreas Prochaska wiederum war bei der Gestaltung der Rolle Otts „total wichtig, dass Elfriede Ott in diesem Film nicht vorgeführt wird, und dass man nicht über sie, sondern mit ihr lacht. Das andere war, dass sie für eine gewisse Tradition im österreichischen Theater und für eine gewisse Art von Humor steht. Wir haben versucht, das in unsere Geschichte so zu integrieren, damit etwas Neues entsteht.“

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