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Schauspielerin Sarah Marecek im WOMAN-Interview: Size Zero? Nein danke!


Die Tochter von Schauspieler Heinz Marecek erobert das Film-Biz. Unlängst stand sie – gemeinsam mit Keira Knightley, Michael Fassbender und Viggo Mortensen – für den neuen Sigmund Freud-Film vor der Kamera. WOMAN bat die hübsche Aktrice zum Interview.


Schauspielerin Sarah Marecek im WOMAN-Interview: Size Zero? Nein danke!
© Alex Trebus/www.alextrebus.com

WOMAN: Gratulation zum tollen Coup! Wird jetzt bald Hollywood an Ihre Tür klopfen?

Marecek: Gerne! (lacht) Aber das wird wohl eher nicht geschehen. Ich glaube, das ist etwas das nur einmal im Leben passiert. Ich bin auch noch total aufgeregt davon. Gestern habe ich schon meine ganze Verwandtschaft damit zugeplappert, heute sind Sie dran.

WOMAN: Wie groß ist die Konkurrenz unter Jung-Schauspielern wenn so eine Rolle besetzt wird?

Marecek: Es gibt sehr viele! Die Auswahl an Leuten, die für eine bestimmte Rolle infrage kommen ist irrsinnig groß – Zicken bin ich aber noch nicht begegnet.

WOMAN: Ist Schönheitswahn sehr verbreitet?

Marecek: Bei mir nicht. Ich bin 1,68 Meter groß, auszusehen wie ein Model ist nicht mein Ansporn! Natürlich will im TV niemand dick aussehen – ich habe auch abgenommen, zum Joggen begonnen, achte mehr auf meinen Körper. Aber ich will keine size zero sein! Die Schauspiel-Branche hat viel mit Ausstrahlung zu tun – da helfen kein Botox oder Silikon.

WOMAN: Können Sie von der Schauspielerei leben?

Marecek: Ja, aber ich habe auch meine Teilzeit-Jobs. Während meinem Studium habe ich in London auf einem Tomatenmarkt gearbeitet. Da hieß es um fünf Uhr aufstehen, und ganzen Tag lang am Stand stehen. Aber mir hat’s getaugt. Unlängst hat mich in einem Berliner Café sogar eine bekannte Serien-Darstellerin bedient. Wenn gerade keine Drehs anstehen, müssen Schauspieler eben wo anders jobben.

WOMAN: Schon mal vor laufender Kamera eine Sex-Szene gehabt?

Marecek: Nein, aber das wäre auch kein Problem. Es ist einfach ein Job! Das ist als würde man Volleyball spielen, da schauen 80 Menschen zu. Wenn ich Kussszenen habe, bespreche ich das vorher auch nicht großartig mit meinem Freund, schließlich hat es ja nichts mit meinem Privatleben zu tun. Außerdem: es gibt Schlimmeres als jemanden zu küssen. (lacht)

WOMAN: Ihr Freund Marian Meder ist ebenfalls Schauspieler. Vereinfacht das vieles?

Marecek: Er hat sicherlich mehr Verständnis. Jetzt dreht er gerade in New York, aber Trennungen erhalten die Romantik. Außerdem bin ich das viele unterwegs sein ja von zuhause gewöhnt.

WOMAN: Ihr Vater Heinz Marecek ist seit über 40 Jahren in dem Business. Ein Vorbild?

Marecek: Meine Mutter ist auch Schauspielerin, und mein Bruder Ben besucht in Wien die Schauspielschule. Wir sind eine richtige Theaterfamilie. Aber ich habe mich erst mit zirka 17 dazu entschlossen, dass Schauspielerin werden will. Anfangs wollte ich Geschichte studieren...

WOMAN: Wurde Ihnen schon mal Protektion unterstellt?

Marecek: Bestimmt gibt es einige, die tuscheln! Er ist mein Vater, na und? Außerdem weiß ich genau auf wie vielen Castings ich bereits war, da hält mir mein Papi nicht die Hand.

WOMAN: In der Serie „SOKO Kitzbühel“ haben Sie auch schon an der Seite Ihres Vaters gespielt. Wie war das?

Marecek: Sehr lustig! Er wusste gar nicht dass ich für die Rolle vorspreche – erst nach dem Casting habe ich ihn dann angerufen. Der Dreh mit ihm war toll, er ist ja ein Vollprofi, da kann ich mir schon noch ein paar Dinge abschauen.

WOMAN: Sie sind in Österreich aufgewachsen, haben einen Schweizer Pass, in London studiert, und leben jetzt in Berlin. Wo sind Sie zuhause?

Marecek: Im Moment finde ich Berlin super, auch weil ich beruflich hier viele Möglichkeiten habe. Zuhause fühle ich mich dort, wo meine Familie ist. Ich bin nicht an Orte gebunden, sondern an Menschen.

Interview: Melanie Zingl