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Scheidenpilz-Mythen: 5 Tipps für einen gesunden Intimbereich

Besonders im Sommer haben Scheidenpilz und Irritationen im Intimbereich Hochsaison – durch das Tragen nasser Bikinis und falscher Intimhygiene haben Keime leichtes Spiel...

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Scheidenpilz-Mythen: 5 Tipps für einen gesunden Intimbereich

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© erdbeerwoche

Gemeinsam mit erdbeerwoche haben wir 5 Tipps für dich zusammengetragen, wie du gerade auch im Sommer deinen Intimbereich fit und gesund hältst.

1. Weniger ist mehr bei Intimhygiene...

Klares Wasser ist meist am besten geeignet für die Reinigung des Intimbereichs. Viele Seifen und Duschgels haben einen für deine Vagina zu hohen pH-Wert von über 7. Pudelwohl fühlt sich deine Vagina im Vergleich dazu aber im sauren Milieu, bei einem pH-Wert von etwa 4. Wenn du also zusätzlich Seife verwenden möchtest um dich untenrum zu reinigen, nimm nur eine, die speziell auf den Intimbereich abgestimmt ist. Wenn das saure Milieu deiner Scheide gestört ist, ist sie nämlich auch anfälliger für Intiminfektionen.

2. Reinige deine Vulva – nicht deine Vagina!

Vulva, Vagina – wie jetzt? Vielen Frauen* ist nicht bewusst, dass Vagina (oder Scheide) alles Innenliegende bezeichnet, das heißt genaugenommen handelt es sich dabei nur um den Bereich vom Scheideneingang bis zum Gebärmutterhals. Das von außen sichtbare, weibliche Geschlechtsorgan wird hingegen als Vulva bezeichnet und nur diese sollte auch regelmäßig gereinigt werden.

Ob du spezielle Produkte zur Intimpflege verwenden möchtest, bleibt dir überlassen. Egal ob mit oder ohne gilt allerdings: Wasche nur außen, nicht innen! Deine Vulva- bzw. Scheidenlippen freuen sich über eine sanfte Wäsche, nicht aber deine Vagina bzw. Scheide. Versuch bitte nie, deine Vagina zu spülen, das kann deine Scheidenflora nachhaltig schädigen.

3. Vorsicht beim Schwimmen während deiner Periode

Wenn du beim Badeausflug deine Periode hast, ist es ratsam, dein Tampon immer sofort nach dem Schwimmen zu wechseln. Der Tampon saugt sich nämlich nicht nur mit deinem Blut, sondern auch mit dem Wasser aus Pool, Meer oder See voll und begünstigt so die Bildung von Keimen und Bakterien.

Eine praktische Alternative ist es daher, besonders im Sommer und beim Schwimmen eine Menstruationstasse zu verwenden. Es ist auch wichtig, nasse Bikinis und Badeanzüge sofort zu wechseln (gilt auch für verschwitzte Kleidung nach dem Sport!), da die feuchte Umgebung der perfekte Nährboden für Scheidenpilz und andere Intiminfektionen ist.

4. Auf Bio-Baumwolle bei Periodenprodukten achten

Leider können auch Slipeinlagen Hautreizungen im Intimbereich begünstigen, daher empfiehlt es sich, nur Produkte aus Bio-Baumwolle an deine Vulva zu lassen. Das gilt übrigens auch für Binden und Tampons. Auch das tägliche Tragen von Slipeinlagen – vor allem mit hohem Synthetik-Anteil und künstlichen Duftstoffen – kann die empfindliche Haut im Intimbereich irritieren.

5. Einer trockenen Scheide vorbeugen

Vielen Frauen ist nicht bewusst, dass eine trockene Scheide Intiminfektionen begünstigt. Grund für das schnelle Austrocknen der Vagina kann ein stark absorbierender Tampon sein. Daher wichtig: Verwende lieber eine kleinere Größe und wechsle sie öfter anstatt zu große Tampons zu verwenden. Übrigens kann eine trockene Scheide auch durch einen Flüssigkeitsmangel entstehen. Besonders im Sommer bei heißen Temperaturen und wenn du viel schwitzt kann es leicht passieren, dass du schlecht hydriert bist. Deshalb gilt: Viel trinken nicht vergessen – am besten Wasser oder ungesüßten Kräutertee! Ein guter Richtwert: Ist dein Mund trocken, ist es deine Scheide vermutlich auch!