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Nach der Scheidung: Wer behält den Hund?

Nach der Trennung: Wer behält den gemeinsamen Hund? Muss oder darf sich der Ex noch darum kümmern? Wie die Rechtslage zum Scheidungshund aussieht.

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Nach der Scheidung: Wer behält den Hund?
© IStockphoto

Das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder ist geklärt, die Wohnung, das Auto, die Besitztümer, die während der Ehe erstanden wurden, sind aufgeteilt. Aber wer bekommt eigentlich den Hund?

Wie sieht da die genaue Rechtslage aus?

Mit dieser Frage beschäftigte unlängst der Oberste Gerichtshof (OGH). Und kam zu einer nachhaltigen Entscheidung für alle Vierpföter. Ob Golden Retriever, Dalmatiner, Schäferhund oder Mops: Familienhunde, die während der Ehe Teil der Familie wurden, müssen genauso aufgeteilt werden wie Kinder und Besitztümer.

Natürlich nur dann, wenn Hundebesitzer nicht bereits vorher eine einstimmige Entscheidung getroffen haben, was mit Bello & Co. im Falle einer Scheidung passiert.

Besprochen werden kann nämlich einiges: "Regelungen für Tierarztkosten, Futter
und all die anderen relevanten Dinge eines Hundealltags. So kann hier zum Beispiel eine
Regelung im Verhältnis 50:50 vereinbart werden, auch wenn Frauchen ab dem Zeitpunkt
ihres Wegzugs die alleinige Betreuungsverantwortung hat und Herrchen ihr dafür monatlich
einen pauschalen Aufwandsersatz zahlt“, so Scheidungsexpertin und Familienanwältin
Mag. Susanna Perl-Böck (Kanzlei Gärner/Perl).

Zwar gelten Hunde auch in Scheidungsangelegenheiten gemäß Gesetzbuch zwar nicht als Sachen, sind aber nur durch besondere Vorschriften geschützt. Das heißt: die für "Sachen" geltenden Vorschriften sind auf Tiere insoweit anzuwenden, als keine abweichenden Regeln bestehen.

Wie ist es, wenn die Hunde in die Ehe eingebracht wurden oder es sich um Gebrauchshunde wie Rettungs-, Dienst- oder Therapiehunde handelt? Dann unterliegen diese laut OGH nicht der nachehelichen Aufteilung.

Scheidungsexperten: Mag. Susanna Perl-Böck und Dr. Clemens Gärner
Themen: Tiere, Scheidung