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Schilddrüsen-Unterfunktion: Frauen öfter betroffen

Depressionen, Haarausfall, Müdigkeit – das sind Symptome, die auf eine Erkrankung der Schilddrüse hindeuten. Vor allem berufstätige Frauen sind betroffen.

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Schilddrüsen-Unterfunktion: Frauen öfter betroffen
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Die "Hashimoto-Thyreoiditis" ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen – nicht selten verursacht sie eine primäre Schilddrüsenunterfunktion.

Vor allem berufstätige Frauen betroffen.

Leidet man unter Hashimoto, liegt meist auch eine Entzündung der Schilddrüse vor. Diese führt dazu, dass das eigene Immunsystem die Schilddrüse angreift. Folge: die Funktion des wichtigen Organs ist über Jahre hinweg eingeschränkt und in schweren Fällen sogar komplett gestoppt. Wichtige Schilddrüsenhormone werden nicht mehr genügend hergestellt.

Die Ursachen für Hashimoto: Neben genetischer Vererbung, unbekannten Viren und Bakterien oder hormonellen Veränderungen wie einer Schwangerschaft oder der Pubertät, können dauerhafter Stress und psychische Belastung die Erkrankung auslösen. Vor allem berufstätige Frauen leiden darunter. Beruflicher oder privater Druck verschlimmert die Symptome.

Stress ist schädlich.

Bei einer Autoimmunerkrankung wie Hashimoto arbeitet das Immunsystem gegen den eigenen Körper. Häufig ist dann der gesamte Organismus betroffen. Die Krankheit äußert sich sehr unterschiedlich und kann in zwei Phasen verlaufen. Zunächst führt die Entzündung zu einer erhöhten Ausschüttung von Hormonen in der Schilddrüse. Dies kann zu einer Überfunktion führen und der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren. Typische Symptome in dieser Phase sind Nervosität, Hektik und ein ständiges Unruhegefühl.

Erst in der zweiten Phase schlagen die Symptome um und es setzt eine dauerhafte Unterfunktion ein. Mögliche Folgen sind dann Verstimmungen bis hin zu Depressionen, Kreislaufprobleme, Motivationslosigkeit, unkontrollierte Gewichtszunahme und brüchiges Haar.

Hormontherapie kann helfen.

Vielen Betroffenen ist nicht bewusst, dass eine Fehlfunktion der Schilddrüse schuld an ihren Beschwerden ist. Bei einem Schilddrüsen-Check kann der Arzt durch Abtasten der Halsregion eine vergrößerte Schilddrüse oder knotenförmige Veränderungen erkennen. Besteht der Verdacht auf eine kranke Schilddrüse, wird eine Utraschall-Untersuchung durchgeführt. Durch sie können Größe und Lage der Schilddrüsenveränderung festgestellt werden. Die Schilddrüse ist unter anderem an der Bildung der Hormone Thyreotropin (TSH), Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) beteiligt. Anhand eines Bluttests kann untersucht werden, in welcher Konzentration Thyreotropin im Körper vorkommt. Ein hoher TSH-Wert bei gleichzeitig niedrigen T3 und T4-Werten weist auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin.

Hashimoto kann nicht geheilt aber behandelt werden. Etwa 80 Prozent der Patienten können durch eine angepasste Hormontherapie von den Symptomen befreit werden. Die restlichen 20 Prozent haben trotz Behandlung mit zahlreichen Beschwerden zu kämpfen haben.