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Warum du mit deinen Kindern weniger schimpfen solltest

Diese Zweifach-Mama hat beschlossen weniger mit ihren Kids zu schimpfen und eine "Schimpf-Diät" entwickelt. Was das bringt, erklärt sie im Talk mit WOMAN.

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weniger schimpfen mit Kindern

Warum schimpfen oft nichts bringt...

© istockphoto.com

Mama-Bloggerin Daniela Gaigg von "Die kleine Botin" hat zwei Töchter im Alter von 3 und 6 Jahren. Sie liebt ihre zwei Prinzessinnen, trotzdem muss sie die beiden hin und wieder schimpfen, tadeln oder zurechtweisen. Irgendwann hat sie sich dann gedacht: "Schluss damit" und gemeinsam mit Mama-Coach Linda Syllaba eine "Schimpf-Diät" entwickelt. Sie findet, dass man manchmal Dinge sagt, die man hinterher bereut. Weil man müde ist oder selbst einen schlechten Tag hat. Nun gibt es sogar ein E-Book, das sich andere Eltern downloaden können. Wir haben mit ihr über die Idee der "Schimpf-Diät" gesprochen.

WOMAN: Schimpfst du oft mit deinen Töchtern?
Daniela: Nicht mehr. Zumindest gefühlt.

WOMAN: Wie bist du auf Idee gekommen ein Buch zu veröffentlichen, das Eltern zeigt, wie sie weniger schimpfen?
Daniela: Weil es mich selber genervt hat, wenn ich schimpfe. Der Alltag zehrt und wenn die Kinder richtig anstrengend sind, ist man verleitet, Sachen zu sagen, die dem Kind gegenüber einfach nicht gut sind. Hinterher fühlen sich alle schlecht.

WOMAN: Was passiert, wenn man viel schimpft?
Daniela: Es verdirbt die Stimmung und im Endeffekt die Beziehung zwischen Eltern und Kind. Deshalb habe ich eine Expertin, die familylab- und Eltern-Coach Linda (beziehungshaus.at) herangezogen. Ich hatte das Gefühl, da kann man was besser machen, wusste aber nicht so richtig was. Linda hat mich dann mit Übungen und Beispielen eingedeckt - diese finden sich im E-Book wieder, weil ich sie wahnsinnig hilfreich fand.

WOMAN: Kannst du ein konkretes Beispiel nennen?
Daniela: Statt. „Wie oft soll ich Dir noch sagen, dass Du die Tür zumachen sollst!?“, sagst du: „Max, die Türe ist noch offen.“
Das ist genauso sinnvoll und doch sagt man es viel wertschätzender und liebevoller.

WOMAN: Was ist dein Fazit, seit du weniger mit deinen Kindern schimpfst?
Daniela: Ich plappere weniger impulsiv drauf los. Ich überlege mehr und rede weniger. Lasse die Dinge einfach mal sein und bekomme interessanterweise viel mehr zurück. Nämlich nicht, dass die Kinder weniger das machen, worum ich sie bitte, sondern genau das Gegenteil.
Der Trick ist: So mit den Kindern zu sprechen, wie wir es auch mit unseren besten Freunden/dem Mann/der Frau machen. Nicht belehrend und von oben herab. Sie fühlen sich wahrgenommen. Das geht echt schnell!

WOMAN: Heißt das, du schimpfst nun gar nicht mehr?
Daniela: Keine Sorge, manchmal schimpfe ich immer noch! Ich erkläre mich und meine Situation hinterher meinen Kindern und was MICH daran so sehr gestört hat und sie verstehen es meist richtig. Allerdings bin ich froh, dass ich mir die Mühe gemacht habe, da konsequent (bei mir selber!) darauf zu achten.

Das E-Book "Die Schimpf-Diät. 7 Alternativen für jeden Tag" ist ab jetzt für Euro 8,99 bei DaWanda.com erhältlich.

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Themen: Eltern, Kinder,

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