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Schlaflos - mit nur einem Kind?

Die zwei älteren Kinder sind aus dem Haus, Mama und Papa können ausschlafen. Hahaha - denkst du! Mamabloggerin Verena über schlaflose Nächte mit 1 Kind.

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Schlaflos - mit nur einem Kind?
© iStockphoto

WUUHHHUUUU! Endlich Schlaf und nicht mehr schlaflos – unsere zwei großen Prinzessinnen übernachten nämlich bei Oma und Opa. Mein lieber Mann und ich spekulieren mit einer ruhigen Nacht als Ein-Kind-Eltern. Versteht mich nicht falsch, aber ich freue mich auf ein paar Stunden durchgehenden Schlaf ohne jegliche Unterbrechung. Das heißt im Klartext: keine Tritte, keine Wasser-Zwischenrufe und keine Völkerwanderungen. Denn unsere kleinste Maus ist – zumindest was die nächtliche Ruhe betrifft – prinzipiell ziemlich problemlos. Sie powert sich tagsüber mit ihren Flausen so stark aus, dass sie für gewöhnlich durchschläft.

Können wir mit einem Kind endlich Schlaf finden?

So weit – so gut! Voller Enthusiasmus und Vorfreude lege ich mich gegen 23 Uhr in unser Bett und bin verwundert über diesen immensen Platz, der mir erstmals seit einem halben Jahr zur Verfügung steht. Yappa dappa du!!! Ich schließe die Augen und kuschle mich in mein Pölsterchen. „ÄHHHHH! MMMHHHHH! ÄHHHHH!“, doch nichts da – nach zwei (!) Minuten fängt mein Augenstern an zu weinen. Der liebe Göttergatte ist bereits im Land der Träume und bekommt nichts mit. Ich gehe zum Gitterbett der Zuckerpuppe, suche den Schnuller, gebe ihn ihr und streichle sie.

„ÄHHHHH! MHHHHH! ÄHHHHH!“, sie hört nicht auf. Nach fünf Minuten Händchen-halten-ÄHHHHH-Schnuller-in-den-Mund-Händchen-halten-ÄHHHH-alles-wieder-von-vorne gebe ich nach, nehme den Goldengel und lege ihn zu mir ins Bett. Okidoki! Kuschelnd und Händchen haltend schlafen wir EEEEEEEEEENNNNNNNNNNNNNNNNNNNDDDDDDDDLIIIIIICHHHHHHHH ein. Doch die Freude währt nicht lange!

Durchschlafen? Das hätten wir uns so gedacht...

„ÄHHHHHHHHH! MAAAMMMAAA! ÄHHHHHH!“, geht es bald wieder los. Ich kenne das von meiner kleinsten Prinzessin so eigentlich nicht und wage einen Blick auf die Uhr. Es ist 1.30 Uhr. OMG! Ich versuche, sie zu trösten, gebe ihr die Wasserflasche. „ÄÄÄÄÄHHHHHHHHH! MAAMMAAA! MHHHHH! PAAAPAAAA!!!“, schlaflos geht es weiter. Ich wickle sie. Nichts hilft. Sie beruhigt sich nicht. „Vermisst sie ihre Schwestern?“, frage ich mich. Ich streichle sie, gebe ihr den Schnuller, kuschel mit ihr. Zwischenzeitlich wage ich wieder einen Blick auf den Wecker. Es ist 2.45 Uhr. „ÄHHHHH! MAAAMMMAAA! ÄHHHH!“ Ich weiß nicht, was sie hat. Die übelsten Gedanken gehen mir durch den Kopf: Ist eine Verschwörung im Gange? Welche Sünden muss ich verbüßen? Warum habe ich damals bloß mitten in der Nacht beim Nachbar geläutet und bin davon gerannt?

Komplett unbeeindruckt von meinen Theorien plaudert und jammert mein Engelchen immer fort. Mir ist schlecht vor Müdigkeit. Als ich das letzte Mal auf die Uhr blicke, ist es 4.00 Uhr. Irgendwie und irgendwann schlafen wir dann doch ein.

„Wie war die Nacht?“, fragt mich mein lieber Mann am nächsten Tag in der Früh ziemlich dreist. WUUUUMMMM. WUUUUMMMM. Nochmals: WUUUUUUMMM. „Wie immer – schlaflos halt!“, antworte ich knapp. Er hat von dem ganzen Theater nur wenig bis nichts bekommen. Kein Wunder, er hat sich doch tatsächlich das Kissen als Schalldämpfer über den Kopf gegeben. Mein einziger Trost: Meiner Mutter ging es auch nicht besser. Sie hat die Tritte abbekommen.

In diesem Sinne bleibt mir nur zu sagen, dass ich meine drei Zuckerschnecken wirklich über alles liebe, ansonsten würde ich den Schlafentzug nicht verkraften. Und nicht wundern, wenn ich manchmal im Stehen döse. Übrigens: DIESES Buch lässt Kinder in Minuten einschlafen!

Themen: Kinder, Eltern

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