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Warum Jung-Mamas ein Recht haben, grantig zu sein

Junge Mutter, pures Glück? Ha! Jetzt wurde erstmals durch eine Studie bewiesen, welchen Einfluss der Schlafmangel auf unsere Stimmungslage hat (danke!)!

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Warum Jung-Mamas ein Recht haben, grantig zu sein

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"Ich weiß nicht, du bist in letzter Zeit immer so ang'rührt..." Als Jung-Mutter (und auch Jung-Daddy) sollte eigentlich das pure Glück aus den Augen springen. Stattdessen: rot-schwarz geränderte Augen, aus denen nicht Fröhlichkeit, sondern purer Grant blitzt. Darf denn das sein?

Natürlich! Und das ist jetzt sogar wissenschaftlich bewiesen. Unruhige Nächte, in denen man ständig auf Abruf ist, sind nicht nur das Schicksal von Gesundheitspersonal, sondern auch das junger Eltern. Wie sehr aber diese Unterbrechungen Einfluss auf die Stimmung haben, dies konnten Forscher der John Hopkins University School of Medicine nun eindrücklich belegen.

Für den Nachweis luden sie 62 gesunde Männer und Frauen für drei Nächte in ein Schlaflabor. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt: eine Gruppe wurde bis zu acht Mal pro Nacht aufgeweckt; die zweite Gruppe musste möglichst lange aufbleiben, durfte aber den Rest der Nacht durchschlafen – in Summe kamen die Gruppe 1 und die Gruppe 2 allerdings auf dieselbe Menge Schlaf. Die dritte Gruppe schließlich konnte schlafen, wie und wann sie wollte.

Die Teilnehmer mussten zudem jeden Abend vor der Nachtruhe einen Fragebogen über ihre Stimmungslage ausfüllen. Nach der ersten Nacht bewerteten sowohl die Gruppe mit dem unterbrochenen Schlafrhythmus als auch die Probanden, die erst spät ins Bett gingen, ihre Laune als deutlich schlechter als am Abend davor. Der Rückgang war aber prozentual ähnlich.

Anders verhielt es sich nach der zweiten Nacht. Auch hier verschlechterte sich die Grundstimmung der beiden Testgruppen – allerdings in einem komplett anderen Verhältnis. Während die Testpersonen, die erst weit nach Mitternacht ins Bett gingen, ihre Laune um ca. 12 Prozent schlechter bewerteten als noch am Abend davor, sank die Stimmung bei Gruppe 1 um unglaubliche 31 Prozent!

Zusätzlich maßen die Schlafforscher auch die Gehirnwellen und belegten - wenig überraschend – dass die Menschen, deren Schlaf mehrfach pro Nacht unterbrochen wurde, wesentlich kürzere REM-Phasen hatten. Dieser Tiefschlaf ist allerdings für die Entspannung und damit für die positive Stimmung entscheidend.

Studienautor Dr. Patrick Finan: "Es ist nichts Neues, dass Schlafmangel unsere Laune negativ beeinflusst. Aber wie granular dies ist, das wirft ein neues Licht auf die Schlafforschung."

Und das, meine Lieben, war nur eine Drei-Tage-Studie! Haltet also durch, ihr Eltern eines entzückenden Babys, das euren Schlaf und damit eure Laune ruiniert... Es ist eine Phase. Nur eine Phase. Und übrigens – hier gibts Tipps, wie Kinder am besten schlafen!

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