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Schlafstörungen: 5 Gründe, warum du nachts nicht einschlafen kannst

Du leidest an Schlafstörungen und hast Probleme beim Ein- und Durchschlafen? 5 mögliche Gründe, die dich an deinem wohlverdienten Schlaf hindern könnten.

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Schlafstörungen: 5 Gründe, warum du nachts nicht einschlafen kannst
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Du wälzt dich hin und her, stehst noch einmal auf und gehst auf die Toilette, du schaust auf die Uhr, nur noch 5 Stunden, bis der Wecker läutet, noch mehr Stress... einschlafen? Keine Chance! Wir alle haben es schon mal erlebt. Und wie eine Umfrage der Universität Salzburg aus diesem Jahr zeigt, berichtet fast die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher (46 Prozent) von Schlafproblemen. Nur knapp ein Drittel bezeichnet sich selbst als "gute SchläferInnen" – ziemlich alarmierend. Ausreichend erholsamer Schlaf ist nämlich essenziell für unsere Gesundheit. Meistens gibt es gute Gründe dafür, dass man schwer ein- bzw. durchschläft.

Grund #1: Du stehst unter psychischem Stress

...und KANNST entweder nichts dagegen tun oder versuchst es von dir wegzuschieben. Wie in der Salzburger Studie deutlich wurde, gaben 57 Prozent der Befragten an, beruflichen Belastungen ausgesetzt zu sein. Aber auch privater Stress, Liebeskummer, Trauer – all das kann sich natürlich auf die Schlafqualität auswirken. Oft rattert etwas in unserem Unterbewusstsein, das uns stresst und von dem wir selbst eigentlich gar nichts wissen.

Wer beruflich etwas auf die Bremse treten KANN, sollte das lieber früher als später tun, denn Schlafprobleme aufgrund von Stress regeln sich nicht von selber. Ausgleiche wie Sport und Meditation können helfen, kurzzeitige Stresssituationen zu bewältigen. Allerdings solltet ihr euch langfristig einen Plan überlegen, wie ihr mit Stress umgehen könnt. Bei anhaltenden Schlafstörungen (ihr findet zwei- bis dreimal die Woche fast überhaupt keinen Schlaf) solltet ihr einen Arzt/ Ärztin aufsuchen und zumindest einen Besuch bei einem Psychologen / Psychologin oder PsychotherapeutInnen in Anspruch nehmen.

Grund #2: Du startest zu spät mit deiner Abendroutine

...oder noch viel schlimmer: Du hast keine. Routinen und Rituale geben uns Sicherheit. Das ist besonders dann wichtig, wenn der Alltag mühsam ist und sich auf unseren Schlaf auswirkt. Besonders für all jene, die sich zusätzlich gestresst fühlen, wenn sie spät ins Bett kommen und dann erst recht nicht schlafen können, ist es wichtig, früh mit dem "Zu-Bett-Gehen" anzufangen und ein Ritual daraus zu machen. Vorhänge schließen, vielleicht noch Tee zubereiten, ein paar Seiten eines guten Buches lesen, Meditation... egal was, Hauptsache es sind RUHIGE Tätigkeiten. Noch schnell den Geschirrspüler einräumen und sich dann ins Bett zu legen, ist keine gute Idee. Viele Menschen brauchen länger, um richtig runterzukommen. Wer dagegen ankämpft, verliert leider.

Grund #3: Du bewegst dich spät abends in der digitalen Welt

Auch wenn ihr noch gerne diesen WOMAN-Artikel fertig lesen würdet, raten auch wir (ausnahmsweise): Tut es nicht. Außer, ihr habt unser Magazin in der Hand. Denn das blaue Licht, das von Smartphones, Tablets und TV-Geräten ausgeht, unterdrückt das Schlafhormon Melatonin, das uns naturgemäß beim Einschlafen hilft. Außerdem solltet ihr euch nach einem langen Arbeitstag nicht wirklich mit einer aufregenden Serie oder noch mehr Infos oder Bildern auf Instagram zuballern. Gönnt euch (wie gesagt) Zeit, um runterzukommen. Am besten das Duschen oder Baden auf den Abend verlegen. Noch ein Buch lesen oder sogar ein paar Zeilen in eine Art Tagebuch schreiben – all das hilft, um müde zu werden. Apropos baden: Ein Bad in Epsom-Salz (Magnesiumsulfat) oder Magnesiumflakes sowie Basenbäder machen unglaublich müde. Ein paar Tropfen Lavendelöl dazu und ihr schlummert wie ein Baby. Lavendel- oder Melissenöl könnt ihr auch in eine Duftlampe oder einen Diffuser geben - wirkt unglaublich beruhigend.


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Grund #4: Du hast noch nie angeleitete Mediationen probiert

Wer mit Mediation nichts anfangen kann und glaubt, er oder sie müsse im Schneidersitz ausharren, wobei sich die Gedanken noch schneller kreisen als sonst, hat berechtigte Bedenken, aber hat es schlichtweg noch nicht versucht. Denn wer sich eine Zeit lang auf seinen Atem konzentriert und dabei versucht, zumindest etwas ruhiger zu werden, hat für seinen Schlaf schon ziemlich viel geleistet. Für AnfängerInnen sind angeleitete Mediationen besonders hilfreich: Ihr folgt gedanklich einer ruhigen Stimme, die euch hilft, abzuschalten und euch auf das Wesentliche zu konzentrieren. Zu finden sind solche Meditationen beispielsweise auf Spotify, YouTube und Apps wie "Calm" oder "Headspace". Wenn ihr dann etwas geübter seid, werdet ihr eure Meditationseinheiten morgens, abends und über den Tag verteilt zu schätzen wissen. Und vielleicht schafft ihr es irgendwann, selbst euer Gedankenkarussell abzustellen und die Gedanken wie Wolken vorbeiziehen zu lassen. Tipp: Stellt euch euren Atem wie eine geometrische Form vor, die auf und zu geht oder wie eine Ellipse, auf der eine Kugel kreist.

Grund #5: Du isst zu spät und womöglich auch noch das Falsche

Die Organe müssen ganz schön schuften, wenn ihr etwas zu euch nehmt. Das kann euch kurz vor dem Zu-Bett-Gehen wach halten. Allerdings haben viele Menschen Probleme damit, mit leerem Magen einzuschlafen. Generell sollte man ca. zwei Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr essen. Koffeinhaltige Lebensmittel am besten vor 15 Uhr zu sich nehmen. Viele, die an Schlafstörungen leiden, schleppen sich mit einer Tasse Kaffee nach der anderen durch den Tag. Das kann allerdings zu einem ziemlichen Teufelskreis führen. Außerdem solltet ihr darauf achten, in welchen Lebensmittel Koffein enthalten ist. Cola, Eistee, dunkle Schokolade – all das hält uns wach.
Schwere Speisen sollten abends genauso vermieden werden. Ein warmer Tee (aber kein Schwarz- oder Grüntee) oder ein warmes Glas Milch tut trotzdem gut. Tipp: Kräuterkapseln mit Baldrian oder Passionsblume können im Akutfall ganz hilfreich sein. Fragt diesbezüglich einfach in der Apotheke nach. Von Ringana gibt es eine neue Shot-Variation zum Entspannen und Einschlummern – "Isi" wurde bereits von uns getestet. Der Testbericht folgt bald auf woman.at.

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Thema: Schlafen

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