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Warum die Hälfte der Österreicher nicht gut schläft

Im Schlaf regenerieren wir uns körperlich und seelisch. Doch die Hälfte der Österreicher leidet an nicht erholsamen Schlaf, sagt eine neue Studie.


Warum die Hälfte der Österreicher nicht gut schläft
© istockphoto.com

Wir drehen uns von links nach rechts, starren Löchern in die dunkle Decke oder versuchen krampfhaft nicht an die peinliche Situation im Büro zu denken. Schlafprobleme können einen so richtig fertigmachen, denn sie verhindern die körperliche und geistige Erholung, die uns tiefer Schlummer bringt. Leider sind Schlafprobleme in Österreich gar nicht so selten.

Wir ÖsterreicherInnen schlafen schlecht.

Forscher der Med-Uni Wien haben die Schlafgewohnheiten der Bevölkerung erforscht und sind draufgekommen, dass es die Landsleute nicht gerade einfach haben. Und die Werte haben sich sogar verschlechtert! 2007 klagten sechs Prozent der Österreicher über signifikante Einschlafprobleme. In der neuen Umfrage waren es schon 30 Prozent, die nicht gut einschlafen können.

Und auch die Durschlafstörung, wenn man nachts grundlos aufwacht, hat zugenommen. 2007 waren es "nur" 26 Prozent, die nicht durchsclafen können. Nun ist die Zahl auf 51 Prozent angewachsen. Diese Ergebnisse zeigen, wie sehr sich die Gesellschaft verändert hat. Der häufigste Grund für Schlaflosigkeit ist laut Experten Stress im Berufsleben. Und auch unerledigte Aufgaben schlagen aufs Gemüt.

Langfristige Folgen durch Schlafentzug!

2016 hatte sich damit ein Team deutscher Forscher beschäftigt und herausgefunden, dass intensives Aufschieben von Erledigungen zu massiven Problemen führen kann. Das Schlimme an einer Schlafstörung ist ja auch nicht nur die Müdigkeit selbst, sondern Konzentrationsschwierigkeiten und noch mehr Stress wegen unzureichender Erfüllung der Aufgaben. Im ärgsten Fall kann eine langfristige Schlafstörung auch zu psychischen Problemen wie Angststörungen und Depressionen führen.

Doch wie kann man bei Schlafproblemen vorgehen? Laut der Studie der Med-Uni Wien greifen viele Betroffene zu Müdemachern wie Baldrian oder machen Entspannungsübungen. Und nur 16 Prozent gehen damit zum Arzt!