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Schluss mit Body Shaming

Irgendwie ist es schon masochistisch, wenn wir uns durch Facebook, Pinterest oder Instagram klicken und die attraktiven Fashionistas und Influencerinnen sehen.


Schluss mit Body Shaming
© Frazer Harrison/Getty Images for New York Fashion Week: The Shows

Zwangsläufig fangen wir an, uns mit ihnen zu vergleichen. Dabei können wir natürlich eigentlich nur verlieren. Selbst wenn wir wissen, dass die meisten Fotos bearbeitet sind, fangen die Selbstzweifel an, an uns zu nagen. Viele fangen an, sich über ihren Körper zu definieren. Doch das ist Quatsch und macht krank.

Falle negatives Selbstbild

Natürlich ist es vernünftig, wenn wir uns gesund ernähren und Sport machen. Es ist auch völlig in Ordnung, wenn wir uns nicht mehr wohl in unserem Körper fühlen und dann ein paar Kilo abnehmen.

Kritisch wird es jedoch, wenn wir Trends wie der Bikini Bridge, dem Thigh Gap oder der Collarbone Challenge folgen. Diesen Idealen nachzueifern kann in der Magersucht enden. Gerade junge Mädchen in der Pubertät sind unsicher und bewerten sich schnell negativ. Das Bombardement mit Illusionen aus der Werbung und einschlägigen Fernsehshows lässt bei ihnen Zweifel über sich aufkommen und sie denken, sie sind nicht gut genug. Diese destruktive Selbstkritik hat Auswirkungen auf das ganze Leben und Denken. Das Diktat des vermeintlich perfekten Körpers beginnt das ganze Leben zu dominieren.

Positives Körpergefühl stärken

Diesem Diktat kann und muss man entgegenwirken. Wir Frauen müssen wieder erkennen und auch akzeptieren, dass jede auf ihre eigene Weise schön ist. Wir sind alle einzigartig, in unserem Aussehen, in unserem Charakter und natürlich auch in unserem Körper. Zwar ist die Bezeichnung solch wunderschöner Frauen wie Ashley Graham, Angelina Kirsch, Fluvia Lacerda oder Toccara Jones als Plus-Size-Models kritisch, wenn sie die Kleidergrößen normaler Frauen haben, aber immerhin sind inzwischen sie in den Medien präsent. Das sind einfach attraktive Frauen. Wir können uns mit ihnen eher identifizieren, weil sie genauso wenig wie die meisten von uns in die Klamotten von Victoria Beckham passen würden. Wenn wir uns schon vergleichen, dann bitte mit diesen Vollblutfrauen.

Ein positives Körperbewusstsein können wir auch wieder lernen, indem wir unsere Stärken und optischen Vorzüge betonen, achtsam mit uns umgehen und auf die destruktiven Selbstgespräche verzichten. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Wenn wir es merken, dass wir uns selbst herunterziehen und dann ein geistiges Stopp-Schild hochhalten, sind wir auf einem guten Weg.

Modebewusstsein endet nicht bei Size Zero

Zu einem positiven Körpergefühl gehört ebenfalls, dass wir nicht nur in Jeans und Pulli herumlaufen, sondern uns auch modisch und schick kleiden. Mit den entsprechenden Schnitten und Farben, die die Vorzüge wie ein schönes Dekolleté oder sinnliche Kurven in das rechte Licht rücken und der Figur schmeicheln, fühlen wir uns wohl und attraktiv. Wenn wir das ausstrahlen, dann sind wir es auch, unabhängig, welche Kleidergröße wir tragen.

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