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Wie glitzernder Schnee im Sommer: Pamukkale in der Türkei

Das faszinierende Naturphänomen aus Kalkgestein lockt schon seit fast 2000 Jahren Menschen zu den türkischen Thermalquellen.

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Schon von der Ferne leuchten sie einem entgegen: Die schneeweißen Hügel von Pamukkale, wohl dem bekanntesten Naturwunder der Türkei. Aber nicht Schnee glitzert einem hier entgegen, sondern kalkhaltige Thermalquellen, die über die Jahrhunderte hinweg kaskadenhafte Sinterterrassen geformt haben und aufgrund ihrer weichen Rundungen und Farbe dem Ort auch ihren Namen verliehen: Pamukkale ist türkisch für Baumwollburg oder Watteburg.

Pamukkale - tuerkei

Seit knapp 2000 Jahren bereits locken die heißen Quellen Besucherinnen und Besucher an, die einerseits ihre Kreislauf-, Rheuma- und Herzleiden linden wollen, andererseits fasziniert natürlich auch die eigentümliche Schönheit dieses Orts. Und daher werden die Terrassen auch als Weltkulturerbe der UNESCO gelistet.

Pamukkale

Jedoch war die Reinheit des Naturphänomens gefährdet, da man in den 1960er Jahren begann oberhalb der Sinterterrassen Hotels zu bauen und die Straße zu den neuen Gebäuden quer durch die Terrassen schlug. Darüber hinaus schädigten die vielen Menschen, die in den Terrassen badeten oder dazwischen herum liefen das Gestein aufgrund von Verschmutzung beziehungsweise griff deren Sonnenschutzmittel den empfindlichen Kalk an. Die Folge: Aus dem strahlendem Weiß wurde Grau oder sogar Schwarz.

pamukkale

Um dieser Entwicklung gegen zu wirken, wurden in den späten Neunziger Jahren sämtliche Hotels geschlossen und abgerissen sowie ein generelle Bade- und Begehungsverbot für das gesamte Areal ausgesprochen. Und dank intensiver Renaturierung ist es nun gelungen, den größten Teil Pamukkales erneut in leuchtenden Weiß erstrahlen zu lassen. Und dieses mit einem gewissen Respektsabstand immer noch zu genießen.

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Thema: Reise