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Erwiesen: Das ist der schnellste Weg, eine Trennung zu verkraften

Du hast eben eine schmerzhafte Trennung hinter dir? Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, was der schnellste Weg ist, das Liebes-Aus zu verkraften.

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Erwiesen: Das ist der schnellste Weg, eine Trennung zu verkraften
© iStockphoto

Jeder, der gerade eine verdammtmühsameschreckliche Trennung hinter sich hat, weiß: Dieser Schmerz, er kann einen fast umbringen. Man liegt auf dem Bett, heult sich die Augen aus, starrt ins Leere, zittert, würde am liebsten schreien oder nie wieder aufstehen.

Wir alle wissen: Es geht vorbei. Irgendwann scheint wieder die Sonne, irgendwann finden wir eine neue Liebe. Aber das hilft uns in der ersten Zeit nicht über den Liebeskummer. Der braucht seine Zeit.

Doch jetzt haben Forscher der Universtität Colorado herausgefunden, wie man den Trennungsschmerz schneller verarbeitet. Der Rat, den sie uns geben, klingt denkbar simpel:

"Lächle und zeige dein tapferstes Gesicht."

Liebeskummer: So betrügst du deinen Verstand

Genau wie durch die Einnahme einer Placebo-Medizin kann man seinen Verstand betrügen. Die Forschung, die im Magazin für Neurowissenschaften veröffentlicht wurde, belegt diese Erkenntnis durch eine Analyse von 40 Personen, die in den vergangenen sechs Monaten ein unerwünschtes, schmerzhaftes Beziehungsende erleben mussten.

Die Probanden wurden gebeten, ein Foto ihres Ex-Partners, aber auch ein Bild eines guten gleichgeschlechtlichen Freundes mitzubringen. Während mittels funktionaler Magnetresonanz-Messung ihre Hirnreaktionen aufgezeichnet wurden, sollten sie sich das Bild ihres Ex ansehen und sich dabei an die Trennung erinnern.

In einem zweiten Teil des Experiments betrachteten sie das Bild der besten Freundin oder des besten Kumpels – erhielten dabei aber kurze schmerzhafte Reize auf den Unterarm.

Als der Versuch alternativ wiederholt wurde, bewerteten die Probanden ihre Gefühle auf einer Skala, während erneut ihre Hirnaktivität gemessen wurde. Es zeigte sich: Jene Hirnregionen, die während des körperlichen und während des seelischen Schmerzes aktiviert wurden, waren zwar ähnlich – aber eben nicht ganz ident.

Nun wurden den Studenten ein Nasenspray gegeben. 20 Teilnehmer dachten, es handle sich dabei um ein hochwirksames Analgetikum, das emotionalen Schmerz verringern sollten. Gruppe 2 bekam die (ehrliche) Info, dass es sich nur um Kochsalzlösung handle.

Als die Versuchsreihe erneut wiederholt wurde, berichtete die Placebo-Gruppe, auf einmal wesentlich weniger körperlichen aber auch seelischen Schmerz zu spüren.

Studienautorin Leonie Koban: "Die Trennung von einem geliebten Menschen ist eine der emotional negativsten Erfahrungen, mit denen wir zurecht kommen müssen. Der Liebesschmerz kann sogar ein Auslöser für langfristige psychische Probleme sein. Durch unsere Studie konnten wir nachweisen, dass Placebos nicht nur bei körperlichen, sondern auch bei seelischen Schmerzen die Intensität verringern können."

Ihr Fazit: Man könne sich durch Selbst-Suggestion, dass eigentlich alles in bester Ordnung sei, man am Liebeskummer nicht zugrunde gehe und durch ein breites Grinsen das Hirn austricksen. Koban: "Wer sich einredet, dass alles gut ist, der wird es auch schneller so empfinden."

Okay. Dann also mal los: