Ressort
Du befindest dich hier:

Schnupfen – wie bekomme ich meine Nase frei?

Die Nase ist verstopft und die Atmung blockiert – bei einer Erkältung gibt es kaum etwas, was noch unangenehmer ist. Mit diesen Praxis-Tipps von HNO-Arzt Dr. Christoph Brand wird die Nase wieder frei.


Schnupfen – wie bekomme ich meine Nase frei?
© Clerkenwell - iStock

Beim Einschlafen, im Büro oder während des Auskurierens auf der Couch: Eine verstopfte Nase kann bei einer Erkältung die letzten Nerven kosten. Wenn Sie diese Tipps anwenden, können Sie bald wieder durchatmen und Ihr Riechorgan befreien. Gute Besserung!

  1. Nasenspray frühzeitig verwenden
    Ein Schnupfenspray hat gefäßverengende Wirkung und lässt die Schleimhäute in wenigen Minuten abschwellen. Sie können sich schnell wieder schnäuzen und über die Nase besser atmen. „Greifen Sie frühzeitig auf einen Nasenspray zurück“, sagt HNO-Arzt Dr. Christoph Brand aus Wien, „Ansonsten kann das Sekret in die Eustachische Röhre aufsteigen und sich zu einer Mittelohrentzündung ausbilden oder eine Nasennebenhöhlenentzündung verursachen. Auch Halsschmerzen und Husten können die Folge sein, wenn das Sekret in den Rachen hinabrinnt.“Verwenden Sie den Nasenspray konsequent bis zu dreimal täglich und nicht länger als sieben Tage, da ansonsten eine Suchtgefahr drohen kann.
  2. Inhalieren
    Wer kein Fieber hat, kann 15 Minuten nach der Verwendung des Nasensprays inhalieren. Dazu ein Liter Wasser mit Käsepappeltee aufkochen und zwei gestrichene Teelöffel Meersalz dazu geben. Mit einem Handtuch über dem Kopf etwa zehn bis 15 Minuten lang inhalieren. Bis zu dreimal täglich anwenden!
  3. Viel trinken
    Trinken Sie möglichst viel, um den Schleim schneller zu lösen und diesen zu verflüssigen. Dr. Brand: „Verdoppeln Sie Ihre übliche Trinkmenge pro Tag, sobald Sie Schnupfen haben!“ Besonders geeignet ist Lindenblütentee, weil er ebenso reizlindernd und schleimlösend wirkt. Extratipp: Die gute alte Hühnersuppe hat sich bei Erkältungen bewährt. Sie wirkt entzündungshemmend und gibt dem Körper auch viel Flüssigkeit!
  4. Eincremen
    „Die Nase ist oft von innen her ausgetrocknet und verkrustet. Dann fühlt sie sich gleich noch verstopfter an“, so Dr. Brand. Nasencremes und Nasenbalsam helfen, aufgeriebene und verkrustete Stellen wieder weich zu machen und zu pflegen. Wichtig: Während der Verwendung von Nasencremes sollten Sie nicht inhalieren!
  5. Scharf essen
    Kurzfristig können scharfe Gerichte helfen, die Nase zu befreien. Wirkungsvoll sind zum Beispiel Rezepte mit rohem Zwiebel oder Knoblauch aber auch Speisen mit Chili und Wasabi.
  6. Ätherische Öle einatmen
    Teebaumöl oder japanisches Minzöl haben schleimlösenden Wirkung. Erwachsene können diese direkt unter der Nase oder auf die Brust auftragen, sodass Sie die Düfte ständig einatmen und diese auf der Schleimhaut wirken können. Achtung: Für Kleinkinder sind viele dieser Produkte nicht erlaubt.


Bezahlte Anzeige