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Wie lange darf ich Schnupfenspray verwenden?

Nasenspray liefert bei einer lästigen Erkältung schnelle Hilfe: Endlich ist die Nase wieder frei! Warum wir sonst noch sprühen sollten und wie lange wir den Spray verwenden dürfen, haben wir bei einem Spezialisten nachgefragt.


Wie lange darf ich Schnupfenspray verwenden?
© CentralITAlliance - iStock

In der kalten Jahreszeit geht es oft sehr schnell: Kaum schnäuzt sich ein Kollege, braucht man kurz darauf schon selbst ein Taschentuch. Hauptursache für die schnelle Übertragung von Viren und Bakterien ist der Kontakt über die Hände – am direkten oder indirekten Weg.

Gerade beim Händeschütteln oder beim Berühren von Türschnallen oder Haltegriffen in Bussen oder U-Bahnen ist die Infektionsgefahr sehr hoch. HNO Arzt Dr. Christoph Brand aus Wien rät daher bereits Verkühlten dazu, nach jedem Schnäuzen die Hände zu waschen oder besser noch – die Hände immer wieder zu desinfizieren. Das Gleiche sollten auch gesunde Menschen in der Grippezeit immer wieder tun – zum Beispiel nach einer Fahrt in der U-Bahn oder nach dem Besuch am öffentlichen WC.

Schnupfenspray macht die Nase frei

Hat es uns einmal erwischt, entzünden sich die Schleimhäute in der Nase und die Nasenmuscheln schwellen an. Das Schnupfensekret an sich ist eigentlich nur eine Reaktion auf diese Entzündung. Wird die Schwellung so stark, dass das Schnäuzen nicht mehr möglich ist, können wir durch die Nase nicht mehr atmen, was besonders beim Einschlafen richtig lästig wird. Ein Schnupfenspray wirkt kleine Wunder und macht in wenigen Minuten die Nase wieder frei. Doch nicht nur für den Wohlfühlfaktor ist das Sprühen wichtig: „Abschwellende Sprays sollten frühzeitig verwendet werden, damit das Sekret nicht in Richtung Ohr aufsteigt“, sagt Dr. Brand, „Sonst kann sehr schnell eine Nasennebenhöhlenentzündung, verschlagene Ohren und manchmal eine schmerzhafte und mitunter langwierige Mittelohrentzündung daraus werden.“

Nasenspray: Achtung Suchtgefahr

Erwachsene sollten den Nasenspray bis zu dreimal am Tag und nicht länger als eine Woche verwenden. Dr. Brand: „Die Nasenmuschel gewöhnt sich nach mehr als einer Woche an den Effekt des An- und Abschwellens, und man braucht dann immer mehr und öfter den Spray.“ Der Mediziner rät also dazu, den Spray lieber kurz und dafür regelmäßig zu verwenden, als zu lange und nur bei Bedarf.
Kinder sollten aus anatomischen Gründen anstatt mit Nasenspray eher mit Tropfen behandelt werden, da sie bei Schnupfen schneller eine Mittelohrentzündung entwickeln.

Beim Einsprühen ist es wichtig, sich zuerst zu schnäuzen. „Dann den Spray in aufrechter Position mit leicht nach vorne geneigtem Kopf und schräg nach außen in die Nase sprühen“, erklärt Dr. Brand, „So kann das Medikament bis zu den Nebenhöhlen vordringen, die seitlich von der Nase wegführen.“ Nach 15 Minuten sollte die Nasenschleimhaut so weit abgeschwollen sein, dass ein neuerliches Schnäuzen möglich ist.


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