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Schöne Beine: Schnelle Tricks

Blaue Adern, dunkle Borsten, Cellulite: Wir verraten, wie man diese Plagegeister beseitigt und schnell zu schönen Beinen kommt.


Schöne Beine: Schnelle Tricks
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Gäbe es auch im echten Leben Photoshop, hätten wir alle makellose Beine , Topmodels keinen Star-Status und Strand-Nachbarn weniger zu ätzen. Doch leider ist es, wie es ist: Retusche klappt nur am Computer – und nur ein winziger Bruchteil der Menschheit ist von Mutter natur mit Ideallinie ausgestattet. Wir verraten deshalb die neuesten Methoden und Tricks, wie den übelsten Waden- und Schenkel-Verunzierern effizient und sicher beizukommen ist.

Check-up zum Start

Bevor frau sich daran macht, der Unbill zu Leibe zu rücken, empfiehlt sich ein Check-up beim Arzt. Vor allem, wenn's um Krampfadern geht. Denn die sind nicht bloß ein kosmetisches Problem, wie die Dermatologin und Beauty-Medizinerin Hajnal Kiprov warnt: "Venenerkrankungen zählen zu den häufigsten Krankheitsbildern der westlichen Welt. Etwa jeder Zweite leidet daran, jeder Fünfte davon muss sich irgendwann im Leben deshalb einem Eingriff unterziehen. Vor allem Frauen sind von dieser Bindegewebsschwäche betroffen."

Kranke Venen müssen therapiert werden – nicht nur der Schönheit, sondern auch der Gesundheit zuliebem um Risiken wie offene Beine oder gefährliche Thrombosen auszuschließen.

Aber auch übermäßige Körperbehaarung oder zu viel Fettgewebe können mitunter medizinische (z.B. hormonelle) Ursachen haben, die es abzuklären gilt, ehe im Namen des Ideal-Looks gegen die Plagegeister vorgegangen wird.

Neue Methode gegen Krampfadern

Musste man früher Operation, Spitalsaufenthalt und tageslanges Tragen von Stützstrümpfen in Kauf nehmen, lassen sich Krampfadern heute bereits wesentlich schonender entfernen. So raten Experten etwa zur Schaumverödung unter Duplex-Ultraschall-Sichtkontrolle, bei der Verödungsmittel in die betroffene Vene gespritzt werden, was letztlich dazu führt, dass das "verklebte" Gefäß zum Körper in Bindegewebe umgewandelt wird. Dermatologe Bernhard Partsch: "Eine Verödungsbehandlung dauert zehn bis 15 Minuten." Die gut erprobte Technik gilt als sicher und effizient.

Sapheon Venaseal

Neues bietet auch der deutsche Spezialist Thomas Proebstle in Österreich bei Kiprov : Bei der Sapheon Venaseal-Methode wird die nicht funktionstüchtige Vene mit Acrylat-Kleber verschlossen. Per Nadelstich wird ein Applikationskatheter gelegt, durch den der Kleber in die Krampfader gespritzt und diese dadurch sofort verschlossen wird. Anästhesie davor, Kompressionsstrümpfe danach, Vorbehandlungen und weitere Sitzungen seien – so der Experte – nicht nötig. Der Patient kann die Praxis wenige Minuten später mit einem kleinen Pflaster an der Einstichstelle, aber fit und gesellschaftsfähig verlassen. Und das bereits nach 30 Minuten – aber um einige Euros leichter. Der Eingriff kostet rund 3.490 Euro.

eMax LV gegen Besenreiser

Kleine blaue oder rote Äderchen lassen sich mit Verödungsmethoden selten erfolgreich entfernen, weil schon die nötige Nadel oft dicker ist als das schöne Blutgefäß. Vor allem im Bereich der Knöchel war's bisher nahezu unmöglic, die blauen Spinnennetze zu verbannen. Die aktuelle Lösung, so der erfahrene Laser-Behandler Ludwig Lager aus der Wiener Beauty-Klinik Absolut Schön sei "eMax LV": "Dieses System erzeugt kurze Laser- und lange Radiofrequenz-Stromimpulse. Die gewünschte Wirkung kann durch gezielte Programmierung genau auf die zu behandelnde Region eingestellt werden."

Deshalb schwinden damit auch rote und violette Besenreiser – und dies sogar im heiklen Knöchelbereich. Ganz schmerzfrei ist der Weg zum schönen Sandalenfuß, dem makellosen Schenkel oder der besenreiserfreien Wade nicht. Die Behandlung – die je nach Ausprägung des Problems – im Abstand von drei Wochen zwei- bis sechsmal nötig ist, kostet 350 Euro pro Termin. Stützstrümpfe sind dabei nur höchst selten nötig. Fitness und Gesellschaftsfähgikeit sind nicht eingeschränkt.

Neue Strategien gegen Orangenhaut

Cellu Tite

Die neue Technik "Cellu Tite", die Radiowellen-Wärme via Kanülen mit feinen Elektroden ins Gewebe bringen und dort Fettzellen entleeren soll, prüft Expertin Kiprov noch. Was sie aktuell gegen Cellulite rät, ist die Lokale Dynamische Mikromassage (LDM), basierend auf einer Kombination verschiedener Ultraschallfrequenzen, die sich bis zu 1.000mal pro Sekunde verändern. Das Ergebnis: straffere Kontur durch verbesserte Bindegewebsstruktur und Erhöhung des Stoffwechsels im Fettgewebe. Kosten pro Sitzung: 195 Euro.

Vela Shape

Beauty-Medizinerin Doris Wallentin hingegen schwört auf "Vela Shape". Zehn Behandlungen (à 90 Euro) mit der Kombi aus Radiowelle, Infrarot und Vakuum sollen Fettzellen schmelzen, das Bindegewebe glätten und die Haut festigen.

High Tech gegen Borsten

Genug von Harz, Rasur und Co.? Dann helfen, so Ärztin Kiprov, rund acht Behandlungen (je nach Körperzone um 230 bis 250 Euro) mit hochenergetischen Lichtimpulsen, die Haarfollikel schmerzarm zerstören. "Absolut Schön"-Experte Lager indes geht mit "eMax DSL" gegen das Übel vor. Die synergetische Wirkung des Diodenlasers und der Radiofrequenz senkt die Zahl nötiger Behandlungen. Das Plus: Die Radiowelle zerstört auch helle Haare. Vier bis sechs Termine (je nach Zone ab 100 Euro) befreien demnach endgültig vom Körperhaar.