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Schönheitsschlaf: Hautpflege über Nacht

Abends müde ins Bett und morgens strahlend schön aufwachen? Ja, das ist möglich – aber nur, wenn du die ungestörten Schönheitsschlaf sorgst.


Schönheitsschlaf: Hautpflege über Nacht
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Ein Schönheitsschlaf – das ist unser nächtlicher Ausflug ins Land der Träume tatsächlich. Denn während wir schlummern, ist der ganze Körper auf Regeneration eingestellt. Da werden Reparaturen am Immunsystem durchgeführt, kleinere Schäden (z. B. von den UV-Strahlen der Sonne) gemindert oder gar beseitigt und Zellen erneuert. Mit der richtigen Pflege können wir die Haut dabei unterstützen. Hier die wichtigsten „Late Night“-Facts, die du wissen solltest:

Nachtschicht.

Für die Haut. Bereits ab sechs Uhr abends wird der Hautstoffwechsel angekurbelt, die Durchblutung gesteigert, und die Zellteilung läuft dann bis vier Uhr morgens fast zehnmal schneller als tagsüber. Damit man früh in die Federn kommt, schüttet der Körper deshalb, sobald es dunkel wird, das schlaffördernde Melatonin aus. Das lässt die Körpertemperatur sinken, und wir werden müde. Dann erst folgt das fürs Schönsein wichtige Wachstumshormon: Somatropin – es fördert die Bildung neuer Hautzellen. Das Resultat: Die Haut wird aufgepolstert, geglättet und mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Spezielle Nachtpflege unterstützt diesen Prozess zusätzlich, da deren Wirkstoffe jetzt besser von
ihr aufgenommen werden.

Das Gesicht.

So strahlt es. Ganz egal ob du für die abendliche Pflege Peeling, Maske oder Creme wählst: Die Formulierung darf reichhaltig sein, da die Fett produzierenden Talgdrüsen jetzt weniger aktiv sind. Bei nicht trockener Haut kann man daher aufs Serum verzichten. Dafür sollten die Nachtpflegeprodukte aber unbedingt Feuchtigkeit (z. B. Hyaluronsäure) enthalten, da man diese tagsüber verliert. Auch der Wirkstoff Retinol ist jetzt ein guter Verbündeter: Er regt das Wachstum der Hautzellen an und bindet Feuchtigkeit, der Teint wirkt morgens praller und ebenmäßiger. Extra-Tipp: Wechsle zum Seidenkissen, so gibt’s keine fiesen Druckfältchen.

Augenpartie.

Will umsorgt werden. Eins ist klar: Abschminken ist Pflicht! Die Wimpern sollen schließlich nicht abbrechen, wenn man sich in den Polster kuschelt. Also Wattepads mit Augen-Make-up-Entferner tränken, einige Sekunden auf die geschlossenen Eyes pressen und sanft nach unten abziehen. Dann Augencreme auftupfen und mit den Fingern in Richtung Schläfen streichen. Auch die Lashes freuen sich über Pflege: Wimpern mit speziellem Lash-Serum pflegen oder einfach Rizinusöl in ein Stofftuch träufeln und Wimpern damit einreiben – aber erst kurz vorm Zubettgehen anwenden, da sich ein Schleier über die Augen legen kann.

Samt-Pfötchen.

Für immer. Auch die Hände haben nachts endlich Ruhe: Der perfekte Zeitpunkt, um ihnen Extra-Pflege zu gönnen! Am besten eine Handmaske auflegen oder eine Fettcreme in die Haut massieren und in dünnen Handschuhen über Nacht wirken lassen.

So schläfst ...

... du gut. Da aber die beste Pflege nichts bringt, wenn man nicht gut schläft, haben wir Tipps für eine friedliche Nachtruhe zusammengetragen. Den Raum vorm Zubettgehen eine Viertelstunde durchlüften – die ideale Temperatur liegt übrigens bei 18 Grad. Tipp bei Einschlafproblemen: So leise Musik hören, dass man sich darauf konzentrieren muss, oder aufs Ein- und Ausatmen horchen, beides ermüdet. Eine Tasse Melissentee beruhigt, und auch Lavendel lässt den Körper auf Schlafen einstellen: Aromaöl (z. B. Stress-Fix Concentrate von Aveda ) auf die Handgelenke auftragen. Alternativ sorgt natürlich auch ein warmes Bad für schöne Schlummer-Stunden.

Barbara Schaumberger