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Schokolade zum Frühstück

Achtung, hier kommt eine ganz Süße! Die PASSIONIERTE KONDITORIN Nathalie Trafoier hat sich längst in die Herzen der Südtiroler gebacken. Denn Schokolade & Co. erhebt sie daheim in Kastelbell zu einer wahren Kunstform.

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Schokolade zum Frühstück
© privat

Die Leidenschaft für hochwertige Produkte, Lebensmittel und das Geschick in der Küche wurden Nathalie Trafoier quasi in die Wiege gelegt. Ihre Eltern, Jörg und Sonya, betreiben seit 30 Jahren das Sterne- und Haubenlokal Kuppelrain in Kastelbell. Schon als Kind wollte Nathalie Konditormeisterin werden, machte aber zuerst das Sprachengymnasium, ehe sie in Meran die Lehre zur Konditorin absolvierte. Nach Zwischenstopps in Brixen, der Schweiz und Brüssel sowie zahlreichen Pralinenkursen zog es sie schließlich wieder zurück in den elterlichen Betrieb. Hier arbeitet sie seit mittlerweile vier Jahren gemeinsam mit ihrem Bruder Kevin, der nach seiner Grafik- und Design-Matura die Kochlehre absolvierte. Die 27-Jährige ist für die Desserts zuständig und verzaubert die Gäste mit ihren kreativen, süßen Köstlichkeiten. Kein Wunder, dass sie sich schnell einen Namen machte und 2018 zur „Südtirolerin des Jahres“ gewählt wurde. Uns verriet die Zuckerbäckerin, warum ihr diese Berufung so viel Freude bereitet und wovon sie träumt.

„MAN KANN MIT SCHOKOLADE SEHR KREATIV SEIN!“

Wann haben Sie beschlossen, Ihr Leben dem Süßen zu widmen?
TRAFOIER: Es gab eigentlich keinen „Moment“, denn das war schon immer in mir. Meine Geschwister und ich sind ja in diesem Restaurantbetrieb, also in dieser Gourmetwelt groß geworden. Wir durften immer mithelfen und uns einbringen. So entwickelte ich mein Interesse für Süßes und schließlich auch meine Liebe zur Schokolade.

Warum gerade Schokolade?
TRAFOIER: Man kann mit Schokolade sehr kreativ sein und auch die Umgebung einbringen. Schon mein Vater hat immer mit Blumen und Kräutern der Saison gearbeitet, und das mache ich nun auch – nur eben im süßen Bereich. Mit Schokolade arbeite ich so gerne, weil ich sie selbst am liebsten esse, am besten gleich zum Frühstück. Und ich habe einfach ein besseres Gefühl beim Temperieren und Verarbeiten als bei anderen Zutaten. Mit Zucker zu arbeiten, ist viel schwerer, da zum Beispiel auch die Raumtemperatur eine Rolle spielt und Zucker generell sehr empfindlich ist. Das bedeutet auch, dass man oft nicht so kreativ sein kann.

Warum gerade Schokolade?
TRAFOIER: Man kann mit Schokolade sehr kreativ sein und auch die Umgebung einbringen. Schon mein Vater hat immer mit Blumen und Kräutern der Saison gearbeitet, und das mache ich nun auch – nur eben im süßen Bereich. Mit Schokolade arbeite ich so gerne, weil ich sie selbst am liebsten esse, am besten gleich zum Frühstück. Und ich habe einfach ein besseres Gefühl beim Temperieren und Verarbeiten als bei anderen Zutaten. Mit Zucker zu arbeiten, ist viel schwerer, da zum Beispiel auch die Raumtemperatur eine Rolle spielt und Zucker generell sehr empfindlich ist. Das bedeutet auch, dass man oft nicht so kreativ sein kann.

»Eine eigene Chocolaterie hätte ich gerne, denn Pralinen & Eis kann ich immer essen.«

NATHALIE TRAFOIER, 27, KONDITORIN

Was ist Ihre liebste Süßspeise?
TRAFOIER: Ich esse alles gerne, aber meine Lieblingskombination ist dunkle Schokolade mit dunklem Schokomousse (alles mit mindestens 75 % Kuvertüre zubereitet), Vinschgauer Kirschen und Rum. Egal ob als Törtchen oder als Praline. Das schmeckt so unfassbar gut und passt einfach immer.

Was würden Sie sagen, ist die größte Herausforderung in diesem Job?
TRAFOIER: Wenn es um das Handwerk geht, ist in der Patisserie sicherlich das ständige Abwiegen und dass man sich an das Rezept halten muss etwas anstrengend. Gewisse Süßspeisen funktionieren sonst einfach nicht. Und man braucht enorm viel Geduld, Ausdauer und Fleiß.

Was ist Ihr Wunsch für das kommende Jahr?
TRAFOIER: In ein bis zwei Jahren bekomme ich meine eigene Backstube und ein Temperiergerät. Das wird vieles erleichtern. Und irgendwann freue ich mich auf
eigene Pralinenschachteln mit meinem Namen darauf!