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Schutz vor Lärm

Party-Trubel, Silvesterknaller, Verkehrskrach: Ruhe findet man derzeit kaum. Aber Dauerlärm macht krank. Wie man sich davor schützt.


Schutz vor Lärm
© Corbis

Gerade um die Feiertag, wie etwa jetzt in der sogenannten "stillen Weihnachtszeit", wird immer deutlicher, dass wir kaum mehr über Ruhezeiten und Ruhezonen verfügen. Weihnachtsmärkte , längere Öffnungszeiten in Geschäften und Events ziehen Menschen und Verkehr an. Der Geräuschpegel steigt an, Ruhe findet man kaum mehr. Doch genau die braucht es für Regeneration und gesunden Schlaf .

Lärm macht krank

Bereits 40 Prozent der Österreicher fühlen sich laut Mikrozensus-Daten auch in ihrer Wohnung durch Lärm aller Art gestört. Mit steigender Tendenz und gesundheitlichen Folgeschäden. Denn Schall kann nicht nur ab einer bestimmten Lautstärke das Gehör schädigen. Bei ständiger und wiederkehrender Einwirkung wird er auch bei geringerem Pegel zur Belastung. Denn er verursacht Stress, der Körper und Seele überfordert, wie Wissenschaftler längt bewiesen hat.

Wie man sich vor Lärm schützt

• Zunächst muss man sich etwaige Lärmquellen bewusst machen – vom radio bis zum Straßenkrach–, und versuchen, diese auszuschalten, wo immer es geht. Radio aus, Fenster zu, Schallschutz her...

• Hätten wir nicht die Fähigkeit, störende Geräusche "auszublenden", würden wir binnen zwei Tagen wahnsinnig werden. Die Straßenbahn vor dem Fenster, der Spielplatz nebenan, Juniors Rap-Musik...Aber: Auch Ausblenden strengt an. Drum: Achte auf absolute Ruhepausen zur Regeneration. Ein ungestörter, kurzer Mittagsschlaf in einem ruhigen Raum kann helfen.

• Nervt eine bestimmte Lärmquelle, kann man sie nicht mehr ausblenden. Lässt sie sich auch nicht meiden, bringt Folgendes Erholung und Symptom-Linderung: Schon zehn Minuten Ruhe wirken fantastisch! Nach nur 15 Minuten im Wald sinkt nachweislich der Puls, und der Mensch entspannt sich. Also: Ohropax verwenden, in Bibliotheken oder Kirchen Pause machen, große Parks, den Stadtrand oder Wald aufsuchen.

• Ob Geräusche Stress auslösen, hängt mit subjektiver Beurteilung zusammen. Lieblingsklänge können beruhigen, Werbung arbeitet immer mit Musik. Deshalb: Stimmengewirr aus einem Lokal verrät, dass fröhliche Menschen nahe sind. Kinderlachen steht für Hoffnung. Und Nachbarn stören selten mit Absicht. Positive Sicht kann den Stresspegel senken. Allerdings: Bei arger, anhaltender Ruhestörung – von Hammer bis Gebrüll nebenan – versagt leider jeder Gedankentrick. Da bleibt nur ein vernünftiges Gespräch mit den Verursachern, technische oder juristische Maßnahmen...